Allein unter Schwestern (2017)

Als 12-Jähriger hat man’s ja allgemein eh nicht leicht – frühpubertierend, das erste Mal verliebt, aber du weißt noch nix darüber, wie man das eigentlich anstellt mit der Liebe. Als wäre das alles noch nicht genug, will Kos (Julian Ras) auch noch Fußballkarriere machen, sein Vater liegt im Krankenhaus, die Mutter ist tot und das Hotel der Familie muss geschmissen werden…

Das Chaos, das am Beginn von Allein unter Schwestern zu besichtigen ist, hat zunächst den Charme vieler Familienkomödien: Der Vater (Frank Lammers), kettenrauchend und herzensgut, hält nur mühsam das zerfallende Haus in Betrieb und seine Töchter Libbie (Abbey Hoes), Briek (Bente Fokkens) und Pel (Linde van der Storm) im Zaum. Mit Kos versteht er sich noch am besten, aber als der, unter den aufmerksamen Augen eines Talentscouts, während eines Fußballfinales zum entscheidenden Elfmeter antritt, bricht er am Spielfeldrand zusammen: das Herz.

Viel Liebe, aber leider etwas unfokussiert: Meine ausführliche Filmkritik zu Allein unter Schwestern findet sich bei kino-zeit.de.

Allein unter Schwestern – Trailer HD

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(Foto: drei-freunde)

Es ist Zeit für einen neuen Newsletter

Ab sofort gibt es einen neuen Kinderfilmblog-Newsletter! Aktuelle Kinderfilmstarts, neue Trailer, wichtige Festivals und natürlich neue Kritiken im Blog und anderswo: Der Newsletter des Kinderfilmblogs soll eine regelmäßige Entscheidungshilfe dazu sein, welche Kinderfilme im Kino laufen, aber auch, welche tollen Streifen aktuell auf den Streaming-Plattformen zu sehen oder auf DVD und Blu-ray zu finden sind. Und natürlich weise ich darin auch auf Gewinnspiele und sonstige Aktionen hin, die hier im Blog zu finden sind.

Der Newsletter wird zunächst vor allem – aber nicht nur – auf neue Beiträge hier im Blog hinweisen und wird unregelmäßig dann versandt werden, wenn es entsprechende Neuigkeiten gibt.

Zur Anmeldung bitte hier entlang: https://kinderfilmblog.de/newsletter-anmeldung/

(Foto: “French Post Box” by openroads.com – Lizenz: CC BY 2.0 – Das ursprüngliche Foto wurde beschnitten.)

Der bessere Avatar: Drachenzähmen leicht gemacht

Als ich seinerzeit, im im Frühjahr 2010, in Paris Drachenzähmen leicht gemacht gesehen hatte (der dort etwas knapper und eleganter einfach Dragons hieß), saß der Gedanke in meinem Kopf schon fest: All das, was Avatar – Aufbruch nach Pandora hatte zeigen wollen und unter einem großen Berg technischer Kunstfertigkeit, vieler visueller Effekte und inhaltlicher Belang- und Einfallslosigkeit begraben hatte, das hatte dieser Film jetzt gerade gezeigt.

Und ich weiß nicht genau, warum ein Kinderfilm kann oder vielleicht einfach macht, was ein James Cameron-Behemoth nicht kann – außer vielleicht: Dass er eben leichtfüßiger agieren kann, die Erwartungen niedriger hängen. Und Verlogenheit im Kinderfilm oft noch einen extra schmierigen Geschmack hat.

Für kino-zeit.de habe ich das jedenfalls in meiner jüngsten Kolumne aufzudröseln versucht: Warum Drachenzähmen leicht gemacht der bessere Avatar ist.

(Foto: Paramount)

Verlosung: Amelie rennt [Werbung]

Deutscher Filmpreis 2018 in der Kategorie “Kinderfilm”: Amelie rennt hat, da sollte er gerade auf DVD erscheinen, vor einigen Wochen noch einen schönen Preis eingeheimst; im Dezember 2017 schrieb ich von dem Film, er sei wahrscheinlich “der emotional komplexeste und teilweise auch ehrlichste Kinderfilm dieses Kinojahres”.

Amelie ist 13, eine waschechte Großstadtgöre und womöglich das sturste Mädchen in ganz Berlin. Amelie lässt sich von niemanden etwas sagen, schon gar nicht von ihren Eltern, die sie nach einem lebensbedrohlichen Asthmaanfall in eine spezielle Klinik nach Südtirol verfrachten. Anstatt sich helfen zu lassen, reißt sie aus. Sie flüchtet dorthin, wo sie garantiert niemand vermutet: Bergauf. Mitten in den Alpen trifft sie auf einen geheimnisvollen 15-Jährigen mit dem sonderbaren Namen Bart. Als der ungebetene Begleiter ihr das Leben rettet, stellt Amelie fest, dass Bart viel interessanter ist, als anfangs gedacht. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise, bei der es um hoffnungsvolle Wunder und echte Freundschaft geht.

Mit der freundlichen Unterstützung von farbfilm kann ich hier im Blog zwei DVDs und eine Blu-ray des Films verlosen. Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine einfache Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 22. Mai 2018. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
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Zwei Freunde und ihr Dachs (2015)

Man könnte so tun, als habe dieser Film eine stringente, klar umrissene Handlung: Die zwei Freunde Knutsen und Ludwigson machen die Bekanntschaft von Amanda. Amanda ist in Not, und deshalb machen sich die beiden gemeinsam mit ihrem ungewöhnlichen Haustier auf, um ihr zu helfen – vor allem aber ihrem Vater, der von dem wahnsinnigen Rasputin festgehalten wird. Er will den Wissenschaftler zwingen, ihm ein Serum zu produzieren, mit dem er die Gedanken und Bewegungen von Menschen kontrollieren kann.

So erzählt, klingt Zwei Freunde und ihr Dachs geradezu geradlinig und dabei aber auch wie für Kinder eher ungeeignete Genrekost. Rasmus A. Sivertsens Film allerdings hat zwei Titelfiguren, die ihre gute Laune eigentlich nur kurz ablegen, um ausgiebig zu schreien (zum Beispiel weil sie gerade in einen Abgrund stürzen) oder sich zu streiten sowie einen Titeldachs, der beträchtliche Teile des Films schweigend verbringt, um dann in wohlgesetzten Worten von zwei Ratten die Krönung zum König anzunehmen und seine neuen Untertanen, ebenfalls von Rasputin unterjocht, in die Freiheit zu führen.

Zwei Freunde und ihr Dachs ist ab 17. Mai 2018 im Kino – hier meine ausführliche Kritik auf kino-zeit.de.

(Foto: Kinostar Filmverleih)

Die Abenteuer des Prinzen Achmed (1926)

Wahrlich, das sind Abenteuer: Prinz Achmed wird von einem bösen Zauberer auf ein fliegendes Pferd gelockt, das er nur mit Mühe wieder zur Landung bewegen kann. Dann verliebt er sich in die schöne Pari Banu, die jedoch vom Zauberer wieder entführt wird, so dass er sich der Hilfe der Hexe vom Flammenberg versichern muss, um sie zu befreien. Aber bevor er wieder nach Hause zurückkehren kann, muss er seinen Freund Aladin wiederfinden, dessen Wunderlampe er braucht…

Anläßlich der neuen Blu-ray-Edition von Die Abenteuer des Prinzen Achmed (amazon) habe ich mir den Film noch einmal genauer angesehen und für kino-zeit.de besprochen. Eine hinreichende Würdigung von Lotte Reinigers Werk, Bedeutung und Einfluß ist das freilich noch nicht, aber das ist vielleicht dann mal eine Aufgabe für einen anderen Text. (Vorab mag der Hinweis auf diese Seite hier genügen.)

Die Abenteuer des Prinzen Achmed / Blu-ray Trailer

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Die Abenteuer des Prinzen Achmed. Deutschland 2016. Regie: Lotte Reiniger, 69 Minuten. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren.

(Fotos: absolutmedien.de)