Neu im Kino: 12. Dezember 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier zuweilen vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Der kleine Rabe Socke – Suche nach dem verlorenen Schatz

Der kleine Rabe Socke wird vielleicht ein kleines Bisschen vernünftiger – aber auch erst, wenn es wirklich ums Ganze geht. Die Suche nach dem verlorenen Schatz hat ein paar geradezu Indiana Jones-eske Momente, kann aber vor allem davon profitieren, dass es, wie schon im ersten Film, keine wirklichen Antagonist_innen gibt – sondern vor allem der Rabe seinen Egoismus ein wenig in den Griff kriegen muss. Insgesamt ein schöner Film für die jüngeren Kinder.

Der kleine Rabe Socke – Suche nach dem verlorenen Schatz. Deutschland 2019. Regie: Verena Fels und Sandor Jesse, 73 Min. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren. Kinostart: 12. Dezember 2019.

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(Foto: Universum)

Neu im Heimkino: November/Dezember 2019

In meinem Newsletter schicke ich (fast) jede Woche jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder amazon Prime, gelegentlich auch ganz Filme, die ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Auf diese Filme (aber nicht immer die gleichen) möchte ich auch hier im Blog hinweisen, im Wechsel mit (wie heute) Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray. Links zu amazon sind Affiliate-Links; die Provision unterstützt die Arbeit am Blog hier ein wenig. Dankeschön!

In meinen cinephilen Weihnachtgeschenk-Empfehlungen für Kinder habe ich auch schon ein paar der jüngsten Neuerscheinungen berücksichtigt, die erwähne ich hier dann nicht mehr, dazu gehört insbesondere die Komplettbox der Kurzfilme Der kleine Maulwurf, hach! (Bestellen bei amazon.de)

Die Klassiker von Lotte Reiniger: Märchen und Fabeln

Lotte Reinigers Die Abenteuer des Prinzen Achmed gilt inzwischen als der große Klassiker des Animationsfilms, ihre kleineren Filme, die es in großer Zahl gibt, sind dafür weniger bekannt. Absolut Medien hat sich der Aufgabe angenommen, die Kunstwerke nach und nach zu veröffentlichen, und nun ist diese Sammlung mit den Märchen und Fabeln erschienen: viele kleine, kurze Filme, die sich auch für ein sehr junges Publikum schon eignen.

(FSK 0. Bestellen bei amazon.de) „Neu im Heimkino: November/Dezember 2019“ weiterlesen

Buddy – Der Weihnachtself (2003)

In diesem Jahr stelle ich von jetzt bis in die Adventszeit hinein jeden Sonntag einen Weihnachtsfilm für Kinder vor.

Buddy ist wirklich eher aus Versehen am Nordpol gelandet: Als der Weihnachtsmann seine Runde machte, ist er im Waisenhaus in den Sack mit den Geschenken hineingekrabbelt. Da die Elfen ihn schlecht zurückschicken konnten, hat Papa Elf (Bob Newhart) ihn stattdessen adoptiert und großgezogen. 30 Jahre später bemüht sich Buddy redlich, so fleißig zu sein wie die anderen Elfen, aber es fehlt ihm doch an Geschicklichkeit, wenn auch wirklich nicht an Fröhlichkeit.

Obwohl er allerdings doppelt so groß ist wie alle Elfen um ihn herum, hat Buddy (Will Ferrell) noch nicht begriffen, dass er eigentlich ein Mensch ist – die Offenbarung kommt als Schock. Da seine Mutter kurz nach der Geburt gestorben ist, macht er sich dann auf nach New York, um seinen Vater zu suchen, der allerdings nichts von seiner Existenz weiß. Walter Hobbes (James Caan) ist in einem großen Verlag zuständig für Kinderbücher, er interessiert sich aber weder für seine Familie noch für Fröhlichkeit, sondern für Geld und Arbeit – Santa Claus führt ihn auf der „Schwarzen Liste“ für jene, die jedenfalls keine Geschenke bekommen. „Buddy – Der Weihnachtself (2003)“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern (1902)

Hans Christian Andersens “Das Mädchen mit den Schwefelhölzern” ist ein sehr trauriges, zugleich sehr moralisches Märchen; in dieser sehr frühen Verfilmung The Little Match Girl von James Williamson bleibt die Kamera statisch auf die Wand gerichtet, vor der das Mädchen sitzt und in das ihre Imaginationen hinein-übertragen werden. Ein einfaches, aber hier sehr und bis heute wirksames Beispiel für frühe Filmeffekte. Das Ende bleibt unverändert herzzerreißend.

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Schönes Wochenende!

Neu im Kino: 5. Dezember 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier zuweilen vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Rotschühchen und die sieben Zwerge

Ein Mischmasch an Märchenmotiven, das sich an einer klaren Aussage versucht (Achte nicht nur auf Äußerlichkeiten!), das aber ironischerweise nicht viel tiefgründiger erzählen kann denn als oberflächliche Behauptung, bei der sich keine wirklichen Charakterentwicklungen entdecken lassen. Schön animiert, einige witzige Einfälle; aber das größte Problem des Films ist natürlich, wie ich in meiner ausführlichen Kritik beschreibe, dass die Grundidee eigentlich schon wesentlich besser vor vielen Jahren in Shrek umgesetzt wurde.

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Rotschühchen und die sieben Zwerge (Red Shoes & the 7 Dwarfs). Südkorea 2019. Regie: Sung Ho Hong, 92 Min. FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 5. Dezember 2019.

(Foto: Splendid Film)

Der Kinderfilm als neuer alter Heimatfilm?

“Karibik is‘ für Loser.” In der Welt von Conni & Co. 2 – Das Geheimnis des T-Rex sind die schönsten Sommerferien die, die auf der Kanincheninsel verbracht werden können, direkt vor den Toren von Neustadt, das auf den Luftaufnahmen allenfalls Kleinststadt ist und sicher nicht neu – alles schöne alte Häuser, feine Gassen und freundliche Menschen. […] Der Kitsch des friedlichen Neustadts und seiner glücklichen Bewohner ist nur einer der Gründe, warum der von Til Schweiger inszenierte Kinderfilm so grundlegend missraten ist. Zugleich aber ruft Conni & Co. 2 eine Konstellation auf, die der deutsche Kinderfilm sehr genau kennt: Das bedrohte Idyll. Genauer noch: Das Idyll von schönen, scheinbar unberührten Landschaften, das durch böse Geschäftemacher bedroht wird. […]

Viele der neuen Kinderfilme, auch deutlich über den Pferdefilm hinaus, wirken aber so, als wollten sie es sich in ihren Postkartenidyll-Landschaften so gemütlich einrichten wie einst der Kintopp zu Adenauers Zeiten mit Schwarzwaldmädel und Grün ist die Heide. Dass dabei die Schwerpunkte etwas verschoben werden, dem 21. Jahrhundert angepasst, muss nicht verwundern.

Vielleicht übertreibe ich ja, aber ich sehe in vielen Kinderfilmen des deutschen Kinos, von Ostwind bis natürlich Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers, von Conni & Co. bis Hanni & Nanni Elemente eines neuen, im Geiste sehr alten Heimatfilms aufleuchten. Genauer habe ich das für kino-zeit.de zu beschreiben und zu kritisieren versucht.

Was denkt Ihr dazu? Eure Meinung würde mich sehr interessieren!

(Foto: Concorde)