Neu im Kino: 11. Juli 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Kleiner Aladin und der Zauberteppich

Dieser Animationsfilm hat keinerlei Bezug zur Geschichte um Aladdin und seine Wunderlampe, sondern erzählt von dem Schneidersohn Aladin (der im dänischen Original Hodja heißt), der in die weite Welt hinaus ziehen will, anstatt bei seinem Vater in die Lehre zu gehen. Sein Nachbar hilft dem Reisewunsch gerne mit einem fliegenden Teppich nach, wenn Aladin ihm dafür einen Gefallen tut – und so reist der Junge in die Stadt des Sultans, der seinerseits gerne einen solchen Zauberteppich hätte. Der Film basiert auf einem dänischen Kinderbuch aus den 1970er Jahren, aber leider ist die Umsetzung alles andere als modernisiert: Die Animation ist eher ungelenk, die “orientalischen” Bildwelten sehr, sehr stereotyp, Sprach- und Situationskomik wirken eher altbacken bis fad (oder völlig modern-anbiedernd deplatziert), und wer den zentralen Handlungstwist nicht zwanzig Meilen gegen den mit Ziegendung geschwängerten Wind riecht, hat wirklich nicht aufgepasst (FSK 0, empfohlen ab 5 Jahren).

KLEINER ALADIN UND DER ZAUBERTEPPICH Trailer Deutsch German (2019)

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Der Titelsong ist schlimmster Kinderpop-Schmarrn, hier bitteschön, zum Abgewöhnen:

Kleiner Aladin und der Zauberteppich ♫ Kinderfilme ♫ Titelsong von DONIKKL feat. Annika Preil (KIKA)

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(Foto: Little Dream Entertainment)

Neu im Kino: 27. Juni 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Pets 2

In der Fortsetzung (FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren) des vor einigen Jahren recht erfolgreichen und dann doch überraschend charmanten Haustier-Abenteuers Pets (amazon), den ich hier ausführlicher vorgestellt hatte, geht es wohl wieder recht amüsant zu; Christopher Diekhaus jedenfalls fühlte sich gut unterhalten, wenn auch nicht mit großem Tiefgang:

Die zuweilen hyperaktive Aufmachung des ersten Teils drosselt Renaud im Nachfolger spürbar. […] Erzählerisch gibt sich die Fortsetzung allerdings ähnlich ambitionslos wie der Vorgänger.

Pets 2 | Trailer 5 | Deutsch (Universal Pictures) [HD]

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(Foto: Universal Pictures International Germany GmbH)

Neu im Kino: 6./13. Juni 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

TKKG

Schon vergangene Woche ist TKKG gestartet, also wieder einmal eine Verfilmung (FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren) einer mittlerweile vergleichsweise uralten Kinderbuchserie, die viele Kinder gar nicht mehr kennen… wird solches Kino eigentlich vor allem für die Eltern gemacht? Damit diese die Fackel der Markenbindung weitergeben? David Denk war jedenfalls einigermaßen skeptisch, auch wenn diese “eher zahme Abenteuergeschichte” dann doch allen Altersgruppen etwas bietet:

Diese wohl universelle kindliche Sehnsucht, von den Erwachsenen ernst genommen zu werden, bedient der Film ebenso wie die von den vier Buchstaben ausgelösten nostalgischen Gefühle der Eltern.

TKKG – Trailer #1 Deutsch HD German (2019)

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Bailey – Ein Hund kehrt zurück

Mich graust es schon beim Trailer dieser vermutlich sehr amerikanischen Familienschmonzette (FSK 0, aber wohl nichts für kleinere Kinder), aber ich habe auch weder einen Hund noch den ersten Film gesehen. Antje Wessels sah zwar Schmalz, aber auch einen guten Synchronsprecher, und resümiert:

[O]bwohl die Story zwischenzeitlich an Kitsch und Überkonstruktion zu scheitern droht, geht man am Ende doch mit einem bemerkenswerten Wohlgefühl aus dem Kino.

BAILEY – Ein Hund kehrt zurück I Offizieller Trailer

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(Foto: Warner Bros.)

Neu im Kino: 30. Mai 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer

Aus den Laika-Studios kamen schon so durchgängig großartige Filme wie Coraline, ParaNorman und Kubo – Der tapfere Samurai – nun tun sich in ihrem neuen Animationsfilm (FSK 0, empfohlen ab 9 Jahren) ein Bigfoot und ein Naturforscher zusammen, um die Yetis im Himalaya aufzusuchen. Das klingt vielversprechend, aber Matthias Hopf war underwhelmed:

Das Erzählte wird nicht berührender, nicht vielschichtiger und auch nicht mitreißender. Stattdessen arrangiert sich der Film mit seiner nichtssagenden Aneinanderreihung von Ereignissen, die allzu deutlich einer Moral folgen und nur in den seltensten Fällen die Lust verspüren, all die tollen Schauplätze zu erkunden.

Sein Kollege Frank Arnold sieht das – und stimmt da wohl mit den meisten Kolleg_innen überein – wesentlich positiver:

Der Film besticht durch visuellen Detailreichtum und sein gemessenes Tempo. Er bietet nebenbei einen kleinen Streifzug durch die Literatur- und Filmgeschichte, von »In 80 Tagen um die Welt« bis hin zu Frank Capras »Lost Horizon« und ein ansprechendes Buddy-Gespann

Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer| Offizieller HD Trailer 2| Deutsch German | (2019)

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Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft

Worum genau es in diesem japanischen Film (FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren) genau geht, ist mir auch nach Lektüre mehrerer Inhaltsangaben nicht ganz klar geworden, aber das ist vermutlich eher meine Schwäche als die des Films oder der Autor_innen. Es erwarten die Zuschauer_innen jedenfalls magisch angehauchte Zeitreisen; Florian Lieb ist sehr angetan von Mamoru Hosodas Film, dieser sei letztlich

ein sehr persönlicher Film – nicht nur weil er von Hosodas eigenen Kindern inspiriert ist, sondern weil sich seine Handlung ausschließlich auf Kuns Familie und ihr Haus beschränkt. Der 4-Jährige ist dabei eine nachvollziehbare, wenn auch vielleicht nicht unbedingt vollends sympathische Identifikationsfigur (eine Meinung, die sein jugendliches Alter Ego teilt). Im Verbund mit dem Einblick in Yumis Jugend zeigt Hosoda aber durchaus, dass dies nicht außer-, sondern gewöhnlich ist.

Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft (Kino-Trailer)

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(Foto: Entertainment One)

Neu im Kino: 23. Mai 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Aladdin

Disney hat es wieder getan. Diesmal ist der Animationsfilm-Klassiker Aladdin (amazon) an der Reihe, der als schwer mit computergenerierten Bildern beladener “Realfilm” neu erzählt in die Kinos kommt (FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren). Bianka Piringer war trotz einiger Schwächen recht angetan:

tatsächlich ist die leichte, unbekümmerte, manchmal auch euphorisch-überdrehte Komik die beste Eigenschaft dieser Neuverfilmung. Sie ist hauptsächlich der Figur des von Will Smith gespielten Öllampen-Geists Dschinni zu verdanken. Sobald der Geist als blauer Rauch aus dem Lämpchen entweicht […] stiehlt er den anderen die Schau. […] Will Smith verleiht ihm mit seiner Spielfreude eine übermütige Kraft verleiht, die unbezähmbar wirkt.

Kollegin Antje Wessels findet auch, dass Will Smith – allen Unkenrufen zum Trotz – das Beste an Aladdin ist, ist ansonsten aber alles andere als begeistert von Guy Ritchies Film:

Der britische Regisseur mit der energetischen Handschrift hat für seine Neuverfilmung des Zeichentrickfilms von 1992 seinen eigenen Stil nahezu komplett aufgegeben. Dadurch wirkt seine „Aladdin“-Vision tatsächlich nur wie ein öder Neuaufguss, den ausgerechnet Will Smith alias Genie für einige wenige Szenen aus der Lethargie herausholen kann. […] Insbesondere in den Musicalszenen bleibt Kameramann Alan Stewart gern so weit auf Distanz, dass die vorgegaukelte gute Laune den Zuschauer gar nicht erst erreichen kann.

ALADDIN – 2. Offizieller Trailer (deutsch/german) | Disney HD

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Musikclip:

Dschinni singt den Prince Ali Song Szene – ALADDIN (2019)

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(Foto: Disney)

Neu im Kino: 16. Mai 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Urfin – Der Zauberer von Oz

Der russische Animationsfilm (FSK 0) basiert lose auf den Erzählungen von Alexander Wolkow, insbesondere auf Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten (Wikipedia). Ich kenne die Geschichten nicht wirklich gut, aber die/der Autor_in von moviejones.de verbindet damit wohl viel – und war nicht amüsiert über das filmische Ergebnis, das jetzt in die Kinos kommt:

Im Zuge des Imports und in der Hoffnung auf eine bessere Vermarktbarkeit wurde einfach komplett ignoriert, wo die Geschichte [der Originalbücher] eine besondere Bedeutung hat. So unterscheidet sich Wolkows Geschichte von [L. Frank] Baums [The Wizard of Oz] nicht nur im Inhalt, sondern auch den Figuren und Bezeichnungen. […] Mal kleinere, mal größere Abweichungen, aber dennoch wichtig. In der deutschen Fassung von Urfin, der Zauberer von Oz wird die Herkunft hingegen ignoriert, die bereits veränderte Geschichte mit Versatzstücken von Ost und West zusammengeklebt und zusätzlich amerikanisiert. Auf einmal tauchen Namen wie Oz, Dorothy oder Munchkins auf, wobei das Herzliche völlig auf der Strecke bleibt.

URFIN DER ZAUBERER VON OZ | Trailer & Featurette [HD]

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Karo und der liebe Gott

Mit einer sehr geringen Kopienzahl kommt dieser österreichische Film von 2006 (FSK 6) jetzt noch einmal ins Kino – man kann ihn allerdings auch ganz gewöhnlich kostenlos (mit Werbung) bei Netzkino sehen oder nicht so kostenlos z.B. bei amazon.de als Stream oder DVD erhalten.

Zum Kinostart hatte Marie Anderson über den Film, in dem ein Kind die Trennung seiner Eltern verarbeiten muss, eine ambivalente Meinung.

An neuen Wendungen oder Konstellationen hat der Film wenig zu bieten, und auch die Verkörperung Gottes als einer der Geringsten unter uns ist kein Novum […]. Sehr schön und für Kinder wohl durchaus verständlich ist jedoch die Entwicklung der niedlichen kleinen Hauptdarstellerin gestaltet, die schließlich in positive Veränderungen mündet, auch ohne dass ein Wunder geschieht […].

Das Kinderkinobüro hat auch pädagogisches Material zum Film gesammelt.

Karo und der liebe Gott – Trailer

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(Foto: 24 Bilder)