Allgemein Kinostarts

Vorschau: Meine meist erwarteten Kinderfilme 2022

Zum Beginn des neuen Jahres möchte ich einmal auf die Filme schauen, die 2022 (wahrscheinlich) einen Kinostart haben werden und von denen man/ich heute schon etwas weiß. Das Jahr wird hoffentlich den Kinos etwas mehr Ruhe verschaffen, denn das gibt entsprechend auch mehr Filmen einen Platz auf der Liste der Kinostarts.

Das Hauptproblem dieser Vorschau ist allerdings stets, dass die neuen Starts vor allem bei größeren Produktionen und/oder Verleihfirmen eher bekannt sind. Kleine Produktionen, nischige Filme, die 2021 auf Festivals begeistern konnten, aber noch keinen Verleih gefunden haben, tauchen dann hier auch noch nicht auf. Hier denke ich zum Beispiel an den wunderbaren Apstjärnan von Linda Hambäck (Kritik folgt noch), an das berührende Drama Ensilumi, an Calamity oder die Jugendfilme La Mif (sensationell ernst) und Ninja Baby (sensationell lustig).

Hier also nun in lose aufsteigender Zahl meine Erwartung für die besten Kinderfilme, die 2022 in Kinos und auf Bildschirme Deutschlands auftauchen werden. Manche wenige habe ich schon gesehen, andere sind derzeit wenig mehr als vage Gerüchte, aus denen man sich Qualität oder gute Unterhaltung zusammenahnen muss.

Runners-Up: hoffentlich Filme mit Potential

Bibi & Tina – Einfach anders

Nachdem die Darstellerinnen aus den ersten Bibi & Tina-Filmen von Detlev Buck ihren Rollen mittlerweile entwachsen sind, versucht der Regisseur es nun mit den Nachwuchskräften aus der Bibi & Tina-Serie bei amazon Prime. Als eingefleischter Hex-Skeptiker bin ich nicht unbedingt begeistert, aber der erste Teaser-Trailer sieht dann immerhin so bizarr aus, dass ich mir doch wieder ein wenig Hoffnung mache. (Kinostart aktuell geplant für den 21. Juli 2022.)

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Maurice der Kater

Ob der von Sky Cinema produzierte Film überhaupt in die Kinos kommt oder in Deutschland direkt ins Streaming geht – keine Ahnung. Aber ein Animationsfilm nach einer Discworld-Geschichte des großen Terry Pratchett (amazon.de), das klingt schon toll, bevor man auch nur gehört hat, wer bei The Amazing Maurice den Figuren so die Stimme leiht (Hugh Laurie, Emilia Clarke, David Tennant und Gemma Arterton, um nur einige zu nennen). Zumal Regisseur Toby Genkel nach einigen eher schwachen Versuchen mit Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing zuletzt einen ganz soliden Animationsfilm in die Kinos gebracht hatte. (Kinostart unklar.)

Alfons Zitterbacke: Chaos auf der Klassenfahrt

Mark Schlichter nimmt nach seinem Remake des DEFA-Klassikers Alfons Zitterbacke nun eine Fortsetzung in Angriff. Ich war zwar vom ersten Film nicht sonderlich überzeugt, aber es wird doch interessant, was passiert, wenn sich die Figur ganz von der historischen Vorlage lösen muss. (Kinostart unklar.)

10. Lightyear

Eigentlich bin ich ja bei allem, was von Pixar kommt, stets erst einmal optimistisch – auch wenn einige Filme aus dem Animationsstudio dann meine womöglich zu hohen Erwartungen doch nicht erfüllen konnten. Bei Lightyear bin ich mir nicht nur deshalb nicht sicher, weil ich den Status dieses Films nicht ganz verstehe: Ist das der Film, auf dem die Spielzeug-Figur beruht, die wir in den Toy Story-Filmen sehen? Oder etwas ganz anderes? Vor allem bin ich skeptisch, ob eine weitere Erzählung zu Toy Story wirklich noch etwas beitragen kann. Für mich war schon der großartige Toy Story 3 ein perfekter Abschluss, Film Nummer 4 (A Toy Story: Jeder hört auf kein Kommando wirkte schon etwas angeklatscht. Nunja, wir werden sehen. (Kinostart: 16. Juni)

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9. Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse

Die Harry Potter-Prequels waren bisher eine Hit-and-Miss-Angelegenheit: Während ich Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind wirklich sehr mag – insbesondere wegen seiner Darstellung der titelgebenden Kreaturen wie auch der Männlichkeitsdarstellung der Hauptfigur –, ist die Fortsetzung Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen leider auf geradezu obszöne Art schlechter. Es wird sich zeigen, wie der dritte Film sich da einordnet, ich gebe jedenfalls meine vorsichtige Hoffnung keineswegs auf. (Kinostart: 7. April)

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8. Minions – Auf der Suche nach dem Mini-Boss

Ich liebe, liebe, liebe Ich – einfach unverbesserlich, aber spätestens mit dem etwas knirschenden Minions wirkte die Reihe doch ziemlich auserzählt… wobei das Ende dieses Films natürlich die Fortsetzung geradezu herbeischrie. Nun also die Kindheit von Gru und seine ersten Schritte als Bösewicht mit seinen gelben Helferchen. Das Potential für großartiges Chaos ist vorhanden. (Kinostart: 30. Juni)

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7. Sing – Die Show deines Lebens

Der erste Film, Sing, überraschte mich ziemlich dadurch, dass er statt einer seelenlosen Casting-Show-Show doch emotional ziemlich ernsthafte Figuren zusammenbrachte und das Ganze wirklich witzig und flott zusammenfügte. Diese Fortsetzung bringt natürlich das Risiko mit, dass es womöglich nur größer, lauter, schneller werden soll, aber die ersten Trailer machen doch Hoffnungen. Nur an den Kinostart im Januar glaube ich derzeit noch nicht so richtig. (Kinostart: 20. Januar)

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6. Träume sind wie wilde Tiger

Ähnlich wie Mission Ulja Funk ist auch Träume sind wie wilde Tiger ein Produkt der Initiative “Der besondere Kinderfilm”. Lars Montag versucht sich hier an einer schrägen Culture-Clash-Komödie mit Bollywood-Einschlag, manchmal trifft er den Ton nicht genau, vor allem aber könnte er ästhetisch durchaus noch ein wenig radikaler werden… aber große Kinounterhaltung mit einem sensationellen jungen Hauptdarsteller ist das trotzdem geworden. (Kinostart: 3. Februar)

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5. Die Gangster-Gang

Vom Trailer zu Pierre Perifels Debütfilm war ich ziemlich überrascht – die Gang aus dem Titel, die angedeuteten Plotpoints aus der Vorschau, dieses Interview mit dem Regisseur, all das wirkt vielversprechender, als ich bei den ersten vagen Andeutungen über den Film gedacht hatte. Deshalb mit zwei gedrückten Daumen: warten wir auf den 24. März.

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4. Geschichten vom Franz

Christine Nöstlingers Buchreihe (amazon.de) hat der Synopsis nach von Autorin Sarah Wassermair ein ziemliches Update auf die Gegenwart bekommen. Johannes Schmid führt Regie (wie auch schon vor vielen Jahren bei Blöde Mütze), und so spricht schon viel dafür, dieser deutsch-österreichischen Koproduktion mit einigen Hoffnungen zu begegnen. (Kinostart noch unklar)

3. Rot

Eine Teen Wolf-Variation in animiert, mit Rotem Panda statt knurrendem Wolf, asiatisch-amerikanischem Hintergrund und einem braven Mädchen in der Rolle von Michael J. Fox… In den Händen von der Langfilmdebütantin Domee Shi, die schon mit dem wunderschönen Kurzfilm Bao auf sich aufmerksam machte, könnte das bei Pixar was werden. Ich vorfreue mich jedenfalls jetzt schon. (Kinostart: 10. März)

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2. Spider-Man: Across the Spider-Verse (Part One)

Unter all den Superheld_innen-Filmen der vergangenen Jahre stach Spider-Man: A New Universe in jeder Hinsicht heraus: Ein genial mit seiner Form spielender Animationsfilm, der die verschiedenen Paralleluniversen seiner Handlung visuell einbettet, wunderschöne Bilder und kluge Figurenzeichnung bietet, das ist schon alles sehr toll. (Kinostart: 13. Oktober)

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1. Mission Ulja Funk

Seit ich den Film Anfang letzten Jahres auf der Berlinale sehen konnte, singe ich sein Loblied und freue ich mich auf den Kinostart. Ein Roadmovie ohne echtes Ziel, aber dafür eine Komödie voll brillantem Timing, ein Feuerwerk der Absurditäten, ein bemerkenswertes Debüt. Ulja Funk, sehr jugendliche Hobbyastronomin, macht sich gegen den Wunsch ihrer Familie auf den Weg nach Osten, um den Absturz eines von ihr entdeckten Meteoriten zu erleben. Die Familie samt freikirchlicher Gemeinde setzt sich mehr oder minder freiwillig auf ihre Spur. Es wird viel gesungen und zwischendurch ein paar Lebensrätsel gelöst. (Kinostart: noch unklar)

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Ich freue mich auf ein richtig gutes Kinojahr. Was sind Eure Favoriten?

(Fotos: Disney, farbfilm, Sony, Universal Pictures International Germany, Warner Bros.)

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