Globaler Klimastreik am 20. September – Wissenswertes für Kinder

Am kommenden Freitag, den 20. September 2019, ist globaler Klimastreik – und auch dieses Blog wird für den Tag weitgehend dicht machen zum digitalen Klimastreik. Stattdessen heißt es: Auf die Straße mit uns zu den Hunderten von Kundgebungen in ganz Deutschland.

Kinder haben sehr viele Fragen zu den Themen, die die Klimakatastrophe betreffen – ich habe deshalb hier ein paar Videos zuammengetragen, die sowohl inhaltlich als auch politisch diskutieren, was uns beschäftigt. Falls Ihr weitere Vorschläge habt, postet sie gerne in die Kommentare!

Was ist eigentlich Klimawandel?

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von ngp.zdf.de zu laden.

Inhalt laden

Was war nochmal der Unterschied zwischen Klima und Wetter?

https://www.youtube.com/watch?v=hAxl9_4u1To

Was ist das Zwei-Grad-Ziel?

https://www.youtube.com/watch?v=4VPiJo2_4iQ

Was sind weltweit die größten Verursacher_innen für klimaschädliche Gase und Stoffe?

https://www.youtube.com/watch?v=KcXljFB00iU

Lohnt es sich, gegen den Klimawandel zu demonstrieren?

https://www.youtube.com/watch?v=mdsaxs-KYb4

Was können wir fürs Klima tun?

https://www.youtube.com/watch?v=tB1OkuVCnGs

Wie können wir uns klimafreundlich ernähren?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Das ist jetzt zu tun – Forderungen an die Politik, die Möglichkeiten für uns einzelne

Für etwas ältere Kinder und Erwachsene geeignet – die Naturwissenschaftlerin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim legt auseinander, was aktuell an politischen Forderungen auf dem Tisch liegt, die wirklich wissenschaftlich fundiert sind.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ost/West: Der Kinderfilm in BRD und DDR

Auf kino-zeit.de gibt es dieses Jahr, wir feiern ja 30 Jahre Mauerfall, eine Reihe zum deutschen Kino in DDR und BRD. Es gab dazu schon einen Beitrag von Paul Katzenberger zum Western, und Beatrice Behn hat sich ausführlich mit der filmischen Erinnerung an den Holocaust im Westen und im Osten beschäftigt; weitere Texte werden im Lauf des Jahres folgen.

Ich habe mich nun mit dem “Kinderfilm zwischen Politik und Ästhetik in BRD und DDR” beschäftigt, beginnend mit der Diskussion um Das tapfere Schneiderlein, einen frühen DEFA-Märchenfilm von 1956 – sowohl die Rezeption in beiden deutschen Staaten als auch sein zeitweiliges Verbot in der BRD betreffend. Von dort landet man aber schnell bei der Feststellung, dass es in Westdeutschland in den 1960er und 1970er Jahren kaum eine relevante (oder interessante) Kinderfilmproduktion gab – anders als in der DDR, die bis zu ihrem Ende durchgehend zahlreiche neue Filme hervorbrachte. Der ganze Text steht hier, ich freue mich auf und über Feedback!

Foto: DEFA-Stiftung

Hoffnungsfroh: Meine Top 10-Filmstarts 2019

Das neue Jahr ist frisch gestartet, und auch wenn der erste Kinderfilm-Kinostart des Jahres eher, nunja, schwächer ausgefallen ist, sieht es nach einem Jahr voller interessanter Kinderfilme aus. Es startet sehr, sehr stark und lässt dann erst einmal leicht nach – aber zumindest nach meiner aktuellen Zählung sind bereits jetzt für 2019 insgesamt 60 Kinderfilme mit Kinostarts angekündigt. Diese Zahl wird noch fluktuieren, vor allem zum Jahresende hin, zu Weihnachten kommt sicher noch einiges hinzu; auch auf den Festivals waren und sind noch vielversprechende Filme zu sehen, die 2019 starten könnten… es wird also ein interessantes Jahr.

Aus den vielen Starts habe ich zehn (plus fünf) herausgefischt, auf die ich mich am meisten freue – dass insgesamt sieben Fortsetzungen dabei sind, ist mir ein wenig peinlich: Vielleicht bin ich doch Neuem gegenüber skeptischer, als ich gerne zugeben mag. Gleichwohl: Es sind mit vier (plus drei) erstaunlich viele deutsche Filme dabei, und überhaupt besteht Hoffnung. Die vollständige Liste aller Kinderfilm-Neustarts steht aktuell (und immer wieder aktualisiert) hier.

Was denkt Ihr, welche Filme sind Eure Neustarts des Jahres?

10. Webcrasher: Chaos im Netz (Ralph Reicht’s 2)

Dass der neueste und nächste Pixar-Film hier “nur” auf Platz 10 landet, hat vermutlich mit den leichten Sorgenfalten zu tun, die die Werbetrailer des Films bei mir ausgelöst haben. Das sah an einigen Stellen doch sehr nach einer großen Disney-Selbstbespiegelung aus, und das kann witzig gemacht sein und funktionieren, es kann auch sehr in die Hose gehen. Ralph Reicht’s jedenfalls hat mir schon irre gut gefallen seinerzeit. Es gibt nicht so viele Filme, die ein derart hohes Niveau auch in Fortsetzungen herüberretten konnten. Warten wir’s ab.

Kinostart: 24. Januar 2019

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

9. The Lego Movie 2

Meine Vorab-Einschätzung von The Lego Movie 2 basiert letztlich auf dem gleichen Problem: Kann das wirklich was werden? Den ersten Film mochte ich (bis auf das zu bemühte Ende) sehr, wurde aber völlig damit überrascht, weil ich eine weitgehend seelenlose Markenwerbung-als-Spielfilm erwartet hatte. Das Gegenteil war der Fall, und das ist echt nicht leicht hinzukriegen (was wiederum einer der Gründe ist, warum ich keine großen Hoffnungen in Playmobil – Der Film setze.) Ich freue mich darauf, dass meine Erwartungen übertroffen werden.

Kinostart: 7. Februar 2019

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

8. Der kleine Rabe Socke 3 – Die Suche nach dem verlorenen Schatz

Socke ist eine super Figur, ein großartig rotziger Antiheld, für Kinder extrem nahbar, extrem verständlich – und trotzdem nie willentlich bösartig. Der erste Socke-Film war völlig grandios, der zweite etwas schwächer. Der Filmtitel lässt eine Jagd erwarten und damit reichlich Gelegenheiten, bei denen Socke sich egoistischer verhalten kann, als für ihn und seine Freunde gut ist. Oder die Wendungen drehen sich diesmal ganz anders. Ich freue mich sehr.

Kinostart: 6. Juni 2019

7. Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt

Mit den Drachenzähmen leicht gemacht-Filmen sind auch ihre Protagonist_innen langsam älter geworden: aus Kindern wurden Jugendliche und nun – wenn man dem Bartwuchs auf einigen Vorab-Bildern glauben darf – junge Erwachsene. Zeit also für den Drachen Ohnezahn, nicht mehr einsam zu bleiben. Der Trailer verspricht ein ziemlich furioses Actionspektakel, aber das boten auch schon die ersten beiden Filme; diese konnten aber zudem mit ernsten Unter- wie Obertönen überzeugen, mit einer tollen Geschichte und einer Leichtigkeit, die schon aus dem ersten Film meiner persönlichen Meinung nach den besseren Avatar gemacht hat.

Kinostart: 7. Februar 2019

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

6. Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

Von dem Fernsehformat (das ich nicht gut kenne) höre ich viel Gutes, und die Vorschau verspricht, dass das womöglich zu einem sehenswerten Ganzen sich zusammenfügen möge. Das Erklär-Bär-Format ist zwar womöglich nicht die überzeugendste oder unbedingt beste Form des Dokumentarfilms für Kinder (von dem auf der Berlinale in diesem Jahr bemerkenswert viele Beispiele zu sehen sein werden), aber Checker Tobi verspricht jedenfalls Kurzweil – und womöglich einen wirklich auch wirtschaftlich erfolgreichen Quasi-Dokumentarfilm.

Kinostart: 31. Januar 2019

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

5. Die Winzlinge – Abenteuer in der Karibik

Ich fand generell die winzigen Kurzfilme der Minuscule-Reihe wesentlich charmanter als den ersten Versuch, die tollen kleinen Insekten in ein Langfilm-Format zu bringen, aber das lag letztlich vor allem an der leichten Unbeholfenheit, mit der für den Spielfilm ein großer Konflikt aufgebaut und dann mit nahezu militaristischen Methoden aufgelöst werden musste. Das Karibik-Abenteuer verspricht nun andere Erzählqualitäten aufzurufen, und ich bin sehr guter Hoffnung, dass daraus ein spannender Film wird – wohl wieder ganz ohne Dialoge, und das ist, wenn man für ein heutiges Publikum arbeitet, ja schon eine tolle Herausforderung.

Kinostart: 21. Februar 2019

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

4. Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Von diesem Projekt weiß ich bislang noch gar nichts, außer dass Caroline Link Regie führen wird und dass das Buch von Judith Kerr natürlich wieder und immer wieder mehr Aufmerksamkeit gebrauchen kann. Was er bitte nicht werden sollte: ein brav heruntergefilmtes Historienfilmchen. Aber dies ist eine Liste der Hoffnung.

Kinostart: 26. Dezember 2019

3. Invisible Sue

Über Invisible Sue ist außer einer kurzen Inhaltsangabe auf der Website und einigen Bildern noch nicht allzu viel zu finden; in dem Kinderfilm – einer von zwei Produktionen der Initiative “Der besondere Kinderfilm”, die 2019 in die Kinos kommen sollen – geht es um die hochintelligente zwölfjährige Sue, die sich plötzlich unsichtbar machen kann, als sie im Labor ihrer Mutter mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit in Kontakt kommt… einer Substanz, für die sich bald auch weniger freundliche Menschen interessieren. Ich freue mich auf einen spannenden Superheldinnenfilm.

Kinostart: voraussichtlich Herbst 2019

2. Shaun das Schaf – Der Film 2: Ufo-Alarm

Wieder geht die Erzählung weit raus aus der comfort zone der kurzen TV-Episoden und raus in die diesmal sehr, sehr weite Welt. Das kann grandios schief gehen, und dass Aardman auch nicht ohne fehl ist, hat für mich Early Man leider bewiesen – aber dennoch: Shaun ist einer der besten, und das darf gerne ganz gerade grandios werden.

Kinostart: 26. September 2019

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

1. A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando

Und schließlich: Lege ich mein Herz in Pixars Hände. Toy Story ist die eine Filmserie, die unglaublich stark begann und mit jedem Sequel nur noch besser wurde. Nach Toy Story 3 habe ich weichgeheult das Kino verlassen, und so darf ich jetzt, gefälligst, auch hier, nach angemessen langer Wartezeit, Großes erwarten. Noch weiß man nicht viel über den Film außer einem ersten, sehr kryptischen Teaser, aber das wird sich im Lauf des Jahres ändern. Meine große Hoffnung des Jahres 2019.

Kinostart: 3. Oktober 2019

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Weitere Kandidat_innen:

  • Fritzi – Eine Wendewundergeschichte
    Kinostart: vorauss. Herbst 2019
  • Wenn du König wärst (Trailer)
    Kinostart: 18. April 2019
  • Unheimlich perfekte Freunde
    Kinostart: 4. April 2019
  • Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück (Trailer)
    Kinostart: 11. April 2019
  • Kommissar Gordon & Buffy (Trailer)
    Kinostart: 28. Februar 2019

Fotos: Disney/Pixar (2), Universal Pictures, Weltkino

Frohe Weihnachten!

Danke Euch für’s Mitlesen hier im Blog. Seid gut zu Euch und zu den Kindern.

Und zu Euren Enkelkindern.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Und was schaut Ihr so zu Weihnachten?

Die meisten Familien gewöhnen sich ja im Laufe der Jahre so Traditionen an, die man als Kind erst im Nachhinein so richtig merkt; bei uns wurden (es war die alte Bundesrepublik der 80er Jahre) zum Beispiel nach Weihnachten gefühlt irgendwann immer die Sissi-Filme geschaut, wobei die so wahnsinnig oft dann wahrscheinlich auch nicht gezeigt wurden. Jetzt neige ich eher zu Die Muppets-Weihnachtsgeschichte, habe es aber noch nicht geschafft, den Film bei der Familie jedes Jahr unterzubringen. Mal sehen, ob ich es 2018 schaffe…

Vergangene Woche habe ich dann mal nachgefragt, was denn eigentlich Eure “traditionellen” Weihnachtsfilme sind.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Dann tauchten natürlich die bekannten Klassiker auf, also Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (Netflix, amazon Prime) und Der kleine Lord (amazon)

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Wahlweise auch andere Klassiker:

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Was Lustiges? (amazon)

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Oder was Lustig-Musikalisch-Gruseliges? (amazon)

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Was heteronormativ ambivalent Romantisches? (Netflix, amazon Prime)

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Oder mit kinderuntauglicher Härte der allgemeinen Besinnlichkeit ein “Ho-Ho-Ho!” dagegenhalten? (Netflix, amazon)

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Immerhin, ein paar Leute teilen meine Vorliebe für die Muppets. (amazon)

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Da war für Euch noch nichts dabei? Dann hat @_MoeMents_ noch eine ganze Liste für Euch parat:

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Was schaut Ihr? Gebt mir Anregungen in die Kommentare, wenn Ihr mögt – und frohe Feiertage!

(Foto: Buena Vista)

Ein paar Absätze zum deutschen Kinderfilm

An diesem Donnerstag beginnt in Weimar eine kleine, sehr feine Tagung, auf die ich mich jetzt schon seit Monaten freue: „Zukunft Kinderfilm“, organisiert vom Kuratorium junger deutscher Film. Die Tagung steht unter dem Motto „Lasst uns die Zukunft des Kinderfilms gemeinsam gestalten!“ und lässt, hurra, das Ergebnis wirklich sehr, sehr offen.

Dass die Tagung dennoch eine bestimmte Richtung nehmen könnte, lässt sich schon aus der ersten Pressemitteilung ablesen:

Alles ist möglich! – betrachtet man die Welt aus Kinderaugen. Auf der Kinoleinwand hingegen sehen Kinder seit Jahren hauptsächlich bekannte Bücherhelden, ein Sequel jagt das nächste. […] Kindern im Kino ein breites Spektrum an Filmen zu präsentieren und sie mit unterschiedlichsten Themen und visuellen Macharten für das Kino zu begeistern, kann ein Schlüssel sein, um das Kinopublikum von morgen zu gewinnen.

Daher fragen wir uns:

  • Was möchten Kinder unterschiedlicher Altersgruppen im Kino sehen?
  • Wie und wo sind die einzelnen Zielgruppen zu erreichen?
  • Was sind Erfolgs- und Qualitätskriterien für Kinderfilme?
  • Wie lassen sich die Erfolgschancen des deutschen Kinderfilms optimieren?

Die Ausschreibung spricht – Leser_innen dieses Blogs ahnten es sicher schon – in vielem tief aus der Seele. Ich freue mich auf den Austausch und werde hier im Blog auf jeden Fall berichten.

Vorab aber vielleicht, auch zum Ordnen meiner Gedanken, ein paar Absätze zu Gegenwart und Zukunft des deutschen Kinderfilms. Keine Thesen, originell ist das auch nicht, was ich zusammentrage, sondern eher eine Bestandsaufnahme mit Fragen:

Im Kontext des deutschen Films schneidet der Kinderfilm wirtschaftlich relativ gut ab.

Sieht man sich die Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) an – falls ich hier etwas falsch interpretiere, bitte ich erfahrenere Statistikleser_innen um Korrektur –, entfallen in den letzten Jahren mit Schwankungen etwa 25% der Kinobesuche in Deutschland (und damit 20-25% des Umsatzes) auf Filme, die zumindest mit deutscher Beteiligung entstanden sind. (In Frankreich und Großbritannien ist der Anteil der „heimisch“ gesehenen Filme mit etwa einem Drittel noch einmal deutlich höher). Unter den Top 20 der deutschen Filme waren dabei sieben (2017) bzw. acht Kinderfilme (1. Halbjahr 2018).

Deutsche Kinderfilme sind fast immer Verfilmungen und/oder Fortsetzungen.

Darüber beschwere ich mich heute nicht zum ersten Mal. Sowohl 2017 und 2018 waren jeweils ein Viertel der Filme in den Top 100 Kinderfilme – darunter befanden sich in beiden Jahren zusammengenommen insgesamt vier Filme, die nicht auf einer (meist) literarischen oder (selten) anderweitigen Vorlage beruhen. In stark absteigender qualitativer Reihenfolge: Königin von Niendorf, Auf Augenhöhe, Amelie rennt, Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper. (Grenzfälle sind vielleicht Die Pfefferkörner, die auf der TV-Serie basieren, und Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft – allerdings die Fortsetzung von Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft, welches wiederum auf einem Buch basiert.)

Die deutsche Filmförderung ist an diesem Elend wohl mitschuldig.

Gerade erst im vergangenen Jahr gab es (wieder einmal) sehr lange Diskussionen zu der Frage, wie eigentlich die Filmförderung in Deutschland sich zu verstehen habe – primär als Wirtschafts- oder primär als Kulturförderung? Die Praxis (und neue Richtlinien der FFA) deuten eher in die erste Richtung, aber natürlich gibt es genug Stimmen, die sich (mit zum Teil sehr konkreten Ideen) für eine kulturelle Ausrichtung aussprechen. Oder man schlägt den Bogen noch weiter – erst im April dieses Jahres hat sich eine Tagung in Frankfurt an den ganz großen Wurf gewagt.

Das Problem mit der Filmförderung ist da, wenn man Edgar Reitz folgt, der sich dazu erst kürzlich wieder geäußert hat, dass die Bewerbungen bei verschiedenen Institutionen dazu führen, dass alle Filme sich in einem alltäglichen Mittelmaß zusammenfinden:

Es entsteht sozusagen eine nationale Filmästhetik, die durch dieses System zustande kommt. Das Ergebnis ist, um es auf einen einfachen Begriff zu bringen: In den deutschen Filmen spielt Relevanz, also „diskutierbarer Inhalt“, der als relevant empfunden oder definiert wird, eine entscheidende Rolle.

Mittelmaß kann es ja nicht sein, aber was wollen wir denn eigentlich?

Das ist in der Tat die spannende Frage, die allen anderen vorangestellt sein will: Was sind eigentlich die Kriterien, die einen „guten“ Kinderfilm ausmachen? Welche Begriffe gibt es da – Originalität? Authentizität? Ästhetik? Politische Bedeutung? -, oder gehen wir doch zum (bitte nicht) „lehrreichen“ Kinderfilm zurück? Oder zählt nur gute Unterhaltung? Und wenn ja, was sollte das genau sein?

Die Frankfurter Tagung hat in ihren „Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films“ auch noch weitergegriffen, in Richtung Marketing und Filmbildung – auch diese beiden wären meiner Meinung nach wichtige Themenfelder, über die man sich für die Zukunft des Kinderfilms (für mich muss er keineswegs Deutsch sein – Europäisch, International, nehme ich alles) Gedanken machen sollte. Denn wo, wenn nicht im Kinderfilm, beginnt die Filmbildung?

(Foto: LUPA Film)