Weihnachtsgeschenke gesucht? Die schönsten Kinderfilme 2019

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2019 ein paar Vorschläge machen, welche kindertauglichen Filme Ihr als DVDs oder Blu-rays heuer unter den Weihnachtsbaum legen könntet – oder erwerben könntet, um die Vorweihnachtszeit und die Feiertage damit zu verschönern. Alle Filme, die ich hier vorstelle, sind seit dem vergangenen Weihnachtsfest erstmals (zumindest in dieser Form) erschienen, so dass sich mit meinen Empfehlungen und Vorschlägen aus den vergangenen Jahren (2013, 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018) keine Überschneidungen ergeben. Aber die Empfehlungen der letzten Jahre gelten natürlich immer noch – das sind alles wunderbare Weihnachtsgeschenke, für Eure Kinder oder für Euch.

Die Filme sind grob nach Altersempfehlung sortiert, sehenswert sind sie alle. Meine besonderen Empfehlungen habe ich zusätzlich mit einem Stern 1478400241_star_gold markiert. Wie immer gilt: Die Links zu amazon sind Affiliate-Links, falls Ihr die Filme über diese Links bestellt, helft Ihr mir also, meine Arbeit am Kinderfilmblog fortzusetzen.

Über Ergänzungen und Hinweise in den Kommentaren freue ich mich natürlich sehr – welche Kinderfilme wollt Ihr in diesem Jahr unbedingt verschenken? „Weihnachtsgeschenke gesucht? Die schönsten Kinderfilme 2019“ weiterlesen

Weihnachtsfilme für Kinder: Nicht nur Santa Claus

Ich mag es ja, mich auch mit Filmen auf bestimmte Jahreszeiten und Festivitäten einzustimmen, das ist im Oktober zu Halloween so gewesen, das ist natürlich auch zu Weihnachten so; und dass ich damit nicht allein bin, zeigt sich ziemlich offensichtlich daran, mit welch milder Freudenhysterie alljährlich die Sendetermine für Drei Haselnüsse für Aschenbrödel durch die sozialen Medien gehen. Und welche Weihnachtsfilme für Kinder gibt es da?

Grundsätzlich sind natürlich die meisten Weihnachtsfilme (eigentlich müssten sie Adventsfilme heißen, weil man sie – oder bin das nur ich? – ja eher vor dem Fest zur Einstimmung schaut) für Kinder geeignet, auch weil sie schon als Familienfilme konzipiert sind. Natürlich gibt es Filme, die wie Stirb Langsam (Die Hard) aus verschiedenen Gründen zu Weihnachtstraditionen geworden sind, aber nicht unbedingt Besinnlichkeit und Nächstenliebe transportieren, und natürlich jene Horrorstreifen, die das Fest in ganz andere Rottöne tauchen (Rare Exports oder Black Christmas seien beispielhaft genannt; eine Abwandlung von Knecht Ruprecht eignet sich auch immer sehr gut als finsteres Monstrum).

Aber das sind ja die Ausnahmen. Vermeiden sollte man allerdings vielleicht noch das Gros der schmalzigen, immergleiche heteronormativen Romantischen Komödien, dass sich in grün und rot auf den Streaming-Plattformen tummelt und gegen die Tatsächlich… Liebe (Love, actually, einer meiner guilty-pleasure-Filme) wirkt wie ein aufgeklärter Kommentar über den Status Quo der Liebe im Kapitalismus. „Weihnachtsfilme für Kinder: Nicht nur Santa Claus“ weiterlesen

Filmische Halloween-Zeit für Kinder

Dass sich der Oktober ein wenig zum Gruselmonat im Jahr entwickelt hat, ist vermutlich nicht von ungefähr dem Umstand zu verdanken, dass sich Halloween in seiner amerikanischen Form inzwischen in Deutschland und weltweit als wie auch immer geartetes und begangenes Fest ausgebreitet hat. Oder vielleicht ist es halt nur eine günstige Gelegenheit, eine Kostümparty mit klar umrissenen Thema zu feiern, selbst wenn man vom alljährlichen Karnevalstreiben vor der Fastenzeit eher abgestoßen ist.

13 Filme für mehr Gruseligkeit

Unabhängig von Halloween ist natürlich der Oktober, wenn es früher dunkel wird, sich Nebel zwischen Bäumen (oder Grabsteinen) verfängt und zumindest wir Erwachsenen uns durch fallende Blätter an unsere Sterblichkeit erinnert fühlen, der perfekte Moment für Grusel und Schrecken, auch im Kino.

Unter cinephilen und cinephagen Menschen der deutschen Online-Community hat sich jedenfalls vor einigen Jahren der sogenannte Horrorctober etabliert – wie auch in diesem Jahr versuchen die Connaisseuses und Connaisseurs gut (oder besonders schlecht) gemachter Horrorfilme, im Laufe des Oktobers ein jeweils selbstgewähltes Menü von 13 schröcklichen Streifen zu durchschreiten und idealerweise darüber auch noch zu bloggen oder zu twittern (der Hashtag dazu ist, das versteht sich von selbst, #horrorctober).

Wer sehen möchte, welche nicht jugendfreien Filme ich mir für diesen Oktober vorgenommen habe, kann das in dieser Liste nachvollziehen.

Kinder und Horrorfilme gehören nicht zusammen – oder?

Mich beschäftigt schon länger, ab wann und wie Horrorfilme wohl für Kinder, nicht nur meine, geeignet sein könnten. Und zwar keineswegs leichtfertig: Ich habe zwar als Filmkritiker viele Jahre vor allem über Splatter-, Slasher- und Zombiefilme geschrieben, aber mir ist bis heute nicht ganz klar, wie ich in diese spezifische Nische so tief hineinrutschen konnte; jedenfalls fehlte mir jene lebenslange glühende Begeisterung für das Genre und seine blutigen Subformen, die die meisten Fans in dieser Ecke mitbringen. Im Gegenteil, ich war als Kind schon beim Gedanken an Grusel in Schockstarre, was blutsaugende Monster, gäbe es sie, vermutlich sehr praktisch gefunden hätten. Aber ich schweife ab.

Was mir inzwischen jedoch klar geworden ist: Der Horrorfilm ist alles andere als uniform, und natürlich keineswegs per se verwerflich. Es gibt ihn, wie alle anderen Genres und Modi, in gräßlich-exploitativer Form, nachdenklich-verstörend, hochgradig amüsant oder oder oder. Vor allem gibt es ihn oft als sehr politischen Film (gerade im Zombiekino geschieht da zuweilen Erstaunliches).

Szenenbild ALFIE - Foto: Barnsteiner-Film/Schlingel Filmfestival

Die politischen, gesellschaftlich bedeutsamen Themen finden sich dann nicht selten auch in den Gruselfilmen, die gewissermaßen “Horror” tauglich für Kinder (und zarte Erwachsene) machen; vor einiger Zeit habe ich das so zusammengefasst:

Nicht nur im Kinderfilm, aber dort besonders ist das Monströse nicht immer automatisch auch das Böse. Es kann zu allererst das Andere sein, das Fremde vielleicht; und gerne zeigt sich dann, dass es vor allem die Erwachsenen sind, die diesem Fremden mit Argwohn und Angst gegenübertreten. Zu einer der Tropen des Monsterfilms gehört schließlich das unschuldige Kind, welches als einziges hinter die schröckliche Fassade blickt.

Angstfrei gruseln – Schrecken vorbereiten

Natürlich muss niemand mit seinen Kindern auch nur die harmlosesten Gruselfilme schauen; ich habe trotzdem eine Liste mit Kinderfilmen zusammengestellt, die die ganze Bandbreite abbilden: von freundlichsten Anspielungen auf Halloween über sehr kindertaugliche Monstren bis hin zu nicht blutigem, aber schon kribbeligem Horror für den anspruchsvollen Teenager. Sie ist (sehr!) grob nach möglicher Alterstauglichkeit sortiert.

Aber dennoch: Gruselkino für die Kinder will wohl überlegt und mit ihnen gemeinsam vorbereitet sein. Wissen sie, was sie erwartet? Fühlen Sie sich im Kontext (z.B. zuhause vor Fernseher oder Leinwand) sicher? Trauen Sie sich, im Zweifel Stop zu sagen? Sind sie überhaupt weit genug dafür? Nicht alle Elfjährigen sind bereit für Aliens, auch wenn der amerikanische Filmkritiker Matt Zoller Seitz damit einen tollen Abend organisiert hatte.

Kinderfilme für die kinematographische Geisterstunde

Viele Filme aus meiner Liste habe ich bereits hier im Blog oder anderswo ausführlich besprochen – die Links dazu folgen unten. Darüber hinaus werde ich hier im Blog bis Halloween jeden Mittwoch einen weiteren Horrorfilm der Liste besprechen.

#horrorctober2019 hier im Blog

Szenenbild MANOLO UND DAS BUCH DES LEBENS - Copyright:  20th Century Fox

Fällt Euch noch was ein?
Falls Euch noch kindertaugliche Horror- oder Gruselfilme einfallen sollten, die hier noch fehlen, lasst es mich in den Kommentaren wissen!

(Fotos: Bee Felten-Leidel auf Unsplash; Barnsteiner-Film/Schlingel Filmfestival; 20th Century Fox)

Ratgeber: Wie gehe ich mit Kindern preisgünstig ins Kino?

Ich gehe wahnsinnig gerne ins Kino. Mit Kindern ist es aber manchmal eine Qual – und dabei meine ich nicht einmal die Auswahl (die ist schwer genug, aber da hoffe ich, dass ich Euch einen Teil der Mühe abnehme) und die Einigung darüber, welcher Film wohl wirklich allen gefallen könnte. Nein, hat man erst einmal einen altersgerechten Film aus den aktuellen Kinostarts gefunden, dann droht der Gang zur Kasse. Mit Kindern ist man aber im Kino schnell fünfzig oder mehr Euro los. Das ist für viele Menschen schlicht zu teuer.

Ich habe ein paar Tipps zusammengetragen, wie man auch für weniger Geld Filme auf der großen Leinwand genießen kann. Richtig billig wird es dadurch auch noch nicht, aber günstiger kann es schon werden – und jedenfalls nicht mehr abschreckend teuer.

Die Vorschläge ergänzen oder überlappen sich zum Teil, ich habe sie trotzdem so grob strukturiert:

  • Möglichst nicht ins Multiplex-Kino. Als Faustregel kann gelten: Je mehr Leinwände das Kino hat, je größer die Kino-Kette, zu dem es gehört, desto höher sind meist auch die Preise. Auf dem Land oder in kleinen Städten hat man meist eh nicht die Wahl – wenn man sie hat, sollte man aber Eintrittspreise vergleichen.

  • Am günstigsten sind unter Umständen Filmvorführungen in Kinder- und Jugendzentren, es gibt auch andere Anbieter, die eigene (oft nicht-kommerzielle) Vorführungen anbieten – zuweilen auch als “Wanderzirkus” dort, wo es wenige oder keine Kinos gibt.

  • Club- oder Rabattkarten nutzen (dafür liefert man dem Kino bzw. dessen Betreiber_innen natürlich Daten – darauf muss man sich einlassen wollen). Bei manchen Kinos bzw. Kinoketten bekommt man jedes x-te Ticket gratis, zuweilen gibt es auch Extras oder Freikarten für Geburtstagskinder. – Vorschlag von @Hello_Silky.

  • Generell gilt: Auf eigene Kindertarife achten. Manchmal gelten diese nur für bestimmte Vorstellungen – oder es gibt eine “Kinderschiene” am Wochenende, in den Schulferien vormittags oder zu anderen Terminen, in der die Vorstellungen günstiger sind.

  • Wenn statt zweier Eltern nur ein_e Erwachsene_r mitgeht, wird es natürlich auch günstiger – dafür fehlt ein Teil des gemeinsamen Kinoerlebnisses. – Vorschlag von @geraeuschtasche.

  • Weniger Extraausgaben: Möglichst im Kino keine Getränke und Süßwaren kaufen (oder nur geringe Mengen) – auch wenn das für die Kinos selbst nicht schön ist, weil die einen Großteil ihres Umsatzes und Gewinns damit bestreiten. Aber keine Sorge, es finden sich genug andere, hungrige und durstige Menschen, die das ausgleichen.

  • Kein 3D: Es kostet meist nicht nur Extra-Aufschlag, wenn man die eigene Brille vergessen hat (oder nicht besitzt), muss man diese meist auch noch bezahlen. Und die Kinder haben gar nicht so viel davon – vor allem kleinere sind a) davon überfordert und b) sehen es gar nicht richtig (wenn ich mich recht erinnere, ist ihr Augenabstand noch nicht so, dass sie mit den meisten 3D-Filmen etwas anfangen könnten). – Vorschlag von @Hello_Silky.

  • Last but auf keinen Fall least: Wenn in Eurer Nähe ein Kinderfilmfestival stattfindet, geht da hin! Nicht nur gibt es dort meist großartige Filme zu sehen, die die meisten Kinos gar nicht erst in ihr Programm aufnehmen (bei großen Festivals gibt es auch Filme, die sonst nirgends ins Kino kommen). Die Preise der Festivals sind meist auch atemberaubend niedrig. Selbst bei der Berlinale, bei der Tickets gerne 15 Euro kosten, zahlt man für die Kinder- und Jugendsektion nur 4 Euro pro Ticket. – Vorschlag von @kinokolumna.

Fallen Euch noch weitere Tricks und Ideen ein, wie der Kinobesuch günstiger werden kann? Schreibt es mir hier in die Kommentare oder antwortet auf Twitter, ich freue mich!

Foto: Eric Prouzet on Unsplash

Neuerscheinung: 33 beste Kinderfilme

Mein Buch ist erschienen! Wenn Ihr den Social Media-Accounts dieses Blogs folgt oder meinen Newsletter abonniert habt, ist das für Euch wahrscheinlich a) keine Neuigkeit mehr und kommt b) Euch eigentlich schon zu den Ohren oder Augen raus, so oft habt Ihr es lesen und hören müssen. Aber jetzt muss das noch einmal, ein für allemal, raus: Pünktlich zur Leipziger Buchmesse ist mein wunderschön geratener Band 33 beste Kinderfilme herausgekommen, mit feinsten Illustrationen von Dorothea Blankenhagen und zum wohlfeilen Preis von 16 Euro überall dort bestellbar, wo es gute Bücher gibt – also bei der Buchhändlerin Eures Vertrauens (ISBN 978-3-96242-110-6, falls sie fragt), aber genauso natürlich zum Beispiel bei amazon, bei thalia.de oder bei buecher.de.

Vor mittlerweile deutlich mehr als einem Jahr sprach mich der liebe Marcel Diel vom Verlag Dreiviertelhaus an, ob es nicht vielleicht eine gute Idee sein könnte, mithilfe der vielen Kinderfilm-Kritiken, die ich im Lauf der letzten sechs Jahre geschrieben habe, einen Schwung Empfehlungen in einem kleinen Büchlein zusammenzutragen. Wie sich das für solche Projekte gehört, gab es dann ein solches und ein jenes Konzept, bei dem mich vor allem die Frage umtrieb, nach welchen Kriterien ich denn hier Filme vorstellen wolle – denn jene Filme zu nennen heißt halt auch immer, andere nicht aufzunehmen, und die sind aber doch so toll… Glücklicherweise ist Marcel ein meisterlicher Ideendompteur, so dass ein Gerüst entstand, das nur ein wenig Korsett und vor allem Stütze ist – und ich konnte immer besser damit leben, dass ein Projekt wie dieses notwendigerweise unabgeschlossen bleibt, oder genauer: offen nach außen, in Bewegung und – zum Beispiel hier im Blog – im Stadium der dauernden Erweiterung.

Ich freue mich wie Bolle, dass das Buch nun fertig ist – ein Riesendankeschön an Marcel, Benedikt und Hraban vom Verlag sowie an Dorothea Blankenhagen, durch deren wunderbare Illustrationen die Filme schon auf dem Papier zu Leben erweckt werden.

Was dieses Buch nun also sein soll: “Ein Wegweiser in der unüberschaubaren Masse an Kinderfilmen”, so steht es auf der Verlagswebsite – 33 Vorschläge,

die alles Mögliche sein mögen, aber auf keinen Fall langweilig. Dabei reicht die Spannbreite vom Märchenfilm bis zur Sinfonie in Pups, vom Krimi aus der großen Stadt bis hin zum stillen Sommerfilm in Dorfkulisse. Glück und Aufregung, Angst (ein bisschen) und Trauer, Liebe und Lernen – Filme, in denen alles steckt, was Kino geben kann. Mit einer Ausnahme: Tumber Zeitvertreib ist in dieser Auswahl nicht dabei.

Die Texte im Buch basieren nur zu einem kleinen Teil auf Kritiken und Essays, die hier oder anderswo schon erschienen sind, und diese wurden noch einmal gründlich überarbeitet. Auf der Website zum Buch sind nicht nur weitere Links zu Informationsquellen und Büchern gesammelt, vor allem gibt es zu jedem Film den Trailer, ein paar weitere Basisinfos und natürlich Bezugsquellen – Streaming-Links sowohl für Video on Demand als auch in Flatrates, soweit auffindbar, und natürlich Bestellmöglichkeiten für DVDs und Blu-rays. Denn alle Filme, das war eines der wichtigsten Kriterien für die Vorauswahl, sind problemlos in Deutschland zu finden.

Ich bin gespannt, was Ihr zu dem Buch sagt, und freue mich auf Eure Meinungen, Anmerkungen, (freundliche) Beschimpfungen und sonstigen Kommentare – gerne gleich hier unter diesem Text oder persönlich bei den Buchvorstellungen in Leipzig (23. und 24. März 2019) sowie in Berlin (29. März). Alle Termine hier!

Weihnachtsgeschenke: Filmempfehlungen 2018

Ob Ihr gerne Filme verschenken wollt oder noch nach geeigneten Kinderfilmen sucht, die Ihr an den langen Abenden zwischen den Jahren mit den Kindern anschauen wollt – ich habe für Euch aus den Neuerscheinungen der vergangenen zwölf Monate meine Favoriten zusammengetragen, denn schlechte Filme muss man sich wahrlich nicht unbedingt ansehen. Die Filme sind nach meinen (ungefähren) Altersempfehlungen sortiert, nicht nach FSK-Freigaben; welcher Film sich für welches Kind eignet, dazu habe ich mich ja schon einmal ausführlich geäußert.

Und natürlich gelten meine Empfehlungen und Vorschläge aus den vergangenen Jahren (2013, 2014, 2015, 2016 und 2017) auch immer noch.

Die kleine Hexe (ab 6)

Die Verfilmung des Klassikers von Otfried Preußler ist wesentlich entspannter geraten als die meisten deutschen Literaturverfilmungen der letzten Jahre; das liegt vor allem an Karoline Herfurth in der Titelrolle, die offenbar einen Heidenspaß hat. Und auch wenn der Film nolens volens offenbart, an welchen Stellen Preußlers Welt inzwischen doch etwas altbacken wirkt, legt er zugleich den Kern der Geschichte offen: Lass dich nicht schikanieren. Ein großer Spass, auch tricktechnisch auf der Höhe der Zeit.

(DVD/Blu-ray: amazon.de; Stream: Amazon Prime)

Louis & Luca – das große Käserennen (ab 7)

Eine wilde Jagd von einem Dorf zum anderen, über Berg und Tal – es geht um die Ehre, um Käse und um Starrköpfigkeit. Ein ganz bezauberndes, viel zu wenig gesehenes Animationsabenteuer. Meine ausführliche Kritik gibt es hier.

(DVD/Blu-ray: amazon.de; Stream: Amazon Prime)

Paddington 2 (ab 8)

Neben Königin von Niendorf ist das mein Kinderfilm des Jahres: Eine zarte, spannende, aufregende, witzige, feinfühlige Geschichte über Einsamkeit, Gemeinschaft und die Kraft einer klaren Haltung. Ein völlig absurdes Abenteuer voller bizarrer Ideen und blitzender Nebenfiguren, mit Hugh Grant in der Rolle seines Lebens und einem kleinen zotteligen Bären, der mit nichts als friedlichem Gemüt und einem gelegentlich eingesetzten harten Blick die Welt in Ordnung bringen kann. Das große Kinoglück des vergangenen Jahres.

(DVD/Blu-ray: amazon.de; Stream: Amazon Prime)

Königin von Niendorf (ab 8)

Wesentlich stiller kommt Königin von Niendorf daher, ein Portrait, ein Sommerfilm mit ruhigem Blick auf das langsame Vergehen von Zeit in der Brandenburgischen Provinz. Getragen von einer fulminanten jungen Hauptdarstellerin Lisa Moell, ist das Debut von Joya Thome der beste deutsche Kinderfilm des Jahres. Das habe ich auch schon ausführlicher begründet.

(DVD/Blu-ray: amazon.de; Stream: Amazon Prime)

Captain Underpants (ab 8)

Ich habe das Gefühl, diesen Film schon so oft gepriesen zu haben, mir blubbert schon die Stimme. Deshalb nur mal in Kürze: Furzkonzert, Superheldenquatsch, Albernheit als Kunstform. Ganz, ganz großes Kino. Ganz ausführlich noch einmal hier.

(DVD/Blu-ray: amazon.de)

Coco – Lebendiger als das Leben (ab 9)

Pixar mal wieder in Hochform: Mit dem Día de los Muertos als Hintergrund schickt das Studio den kleinen Miguel auf eine Reise ins Reich der Toten, die natürlich auch Selbstfindung und Familiendrama ist. Wie sich das gehört. Einziger Schönheitsfehler: Das Familienbild ist eher recht altbacken. Ausführliche Kritik hier.

(DVD/Blu-ray: amazon.de)

Matilda (ab 9)

Der einzige Film in dieser Liste, der keine Neuerscheinung ist; aber Danny DeVitos Kinderfilm trägt noch im Jahr 1996 die besten Eigenheiten des Kinderkinos aus den 1980ern mit sich herum: Ein legeres Desinteresse an absoluter Stringenz, der Wille zum anarchischen Chaos und die Bereitschaft, mit völlig überzeichneten Figuren den Erwachsenen einen Zerrspiegel ihrer Existenz vorzuhalten. Dank der Vorlage von Roald Dahl wird daraus eine sehr, sehr komische Tour de Force, bei der entspannenderweise die Superkräfte der Titelfigur wirklich nur eine Nebenrolle spielen.

(DVD/Blu-ray: amazon.de)

(Fotos: Studiocanal, Kinostar, LUPA Film, Disney)