Klaus (2019)

In diesem Jahr stelle ich von jetzt bis in die Adventszeit hinein jeden Sonntag einen Weihnachtsfilm für Kinder vor.

Jesper ist ein verwöhnter junger Mann, eigentlich von Hauptberuf Sohn seines Vaters, der hoher, ach was höchster Beamter im Postdienst ist. Dem alten Herrn zuliebe hat er sich zur Postakademie überreden lassen, faulenzt dort aber den ganzen Tag nur herum. Bis ihn sein genervter Vater und oberster Vorgesetzter kurzerhand zum Postboten ernennt – auf einer einsamen Insel weit im Norden. Dort schreibt man sich schon lange keine Briefe mehr, weil die zwei Klans der Insel seit Menschengedanken im Streit miteinander liegen. Statt Worte fliegen Speere, oder wenigstens Schneebälle.

Auf der Insel trifft der zunehmend verzweifelte Jesper nur die junge Lehrerin Alva, die es schon lange aufgegeben hat, die Kinder zu unterrichten, und stattdessen mit Fischhandel versucht, genug Geld anzusparen für die Reise zurück in den Süden; und den einsamen Zimmermann Klaus, der allein in einer Hütte mitten im Wald oben in den Bergen lebt. „Klaus (2019)“ weiterlesen

Streaming-Tipps: 5. November 2019

In meinem wöchentlichen Newsletter schicke ich jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch Filme, die ganz ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Diese Streaming-Tipps (aber nicht immer die gleichen) gibt es auch hier im Blog, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Der Gruselmonat ist rum, nun darf es auch wieder etwas andere Kost werden – und da gibt es so einiges! „Streaming-Tipps: 5. November 2019“ weiterlesen

Streaming-Tipps (22. Oktober 2019) – #horrorctober

In meinem wöchentlichen Newsletter schicke ich jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch Filme, die ganz ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Diese Streaming-Tipps (aber nicht immer die gleichen) gibt es auch hier im Blog, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Im Gruselmonat Oktober gibt es hier nicht nur wöchentlich passende Filmbesprechungen – auch die Streaming-Tipps sind ganz und gar schreckensorientiert. Nunja, auf kindergerecht niedrigem Niveau.

Coco – Lebendiger als das Leben

Mit Pixar-Filmen liegt man ja selten daneben, und so auch nicht mit Coco – Lebendiger als das Leben, der eine Geschichte aus dem mexikanischen Día de los Muertos erzählt; und auch wenn Alex Matzkeit den Film ob seines konservativen Familienbildes sehr ärgerlich fand, schön, praktich nicht gruselig und musikalisch eingängig ist er natürlich doch.

(FSK 0, empfohlen ab 9 Jahren – Coco – Lebendiger als das Leben auf Netflix)

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Casper

Casper verkörpert in seiner Titelfigur womöglich die niedlichstmögliche Form von Gruseligkeit, wird aber dann zum Ende hin doch ein wenig gruseliger und auch ernster – bleibt aber immer sehr amerikanisch… eine ausführliche Kritik gibt es morgen findet sich hier.

(FSK 6, empfohlen ab 9 Jahren – Casper auf Netflix)

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Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen

Im englischen Originaltitel kommt das “Were-Rabbit” vor, das etwas gruseliger klingt; dieser Wallace & Gromit-Film spielt ein wenig mit den Genre-Konventionen und macht auch sonst natürlich sehr viel Spaß.

(FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren – Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen auf Netflix)

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Die Addams Family

Das Glück, dass diese hochgradig nonkonformistische Familie im Film von 1991 mitbringt, habe ich vor zwei Wochen hier ausführlich aufgeschrieben.

(FSK 12, empfohlen ab 12 Jahren – Die Addams Family auf amazon Prime)

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„Streaming-Tipps (22. Oktober 2019) – #horrorctober“ weiterlesen

Streaming-Tipps (8. Oktober 2019) – #horrorctober

In meinem wöchentlichen Newsletter schicke ich jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch Filme, die ganz ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Diese Streaming-Tipps (aber nicht immer die gleichen) gibt es auch hier im Blog, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Im Gruselmonat Oktober gibt es hier nicht nur wöchentlich passende Filmbesprechungen – auch die Streaming-Tipps sind ganz und gar schreckensorientiert. Nunja, auf kindergerecht niedrigem Niveau.

Hotel Transsilvanien

Im titelgebenden Hotel ermöglicht es Graf Dracula den Monstern aus der ganzen Welt, entspannt in seiner Heimat Urlaub zu machen. Endlich Ruhe vor den Menschen mit ihren Ängsten, Heugabeln und Fackeln! Dann verirrt sich ein einzelner (menschlicher!) Rucksacktourist nicht nur in Draculas Schloss, sondern zum Entsetzen des Grafen auch gleich ins Herz seiner Tochter… Der Animationsfilm ist eine Parade der klassischen Filmmonster (Werwolf, Mumie, Blob, Frankensteins Monster, Hexen usw.), mit nur minimal beängstigenden Momenten – aber zugleich ergibt er natürlich nur Sinn, wenn das Kind von ihnen zumindest schon einmal per kultureller Osmose gehört hat. Ein wenig laut und hektisch ist Hotel Transsilvanien außerdem, aber das sind wir von solchen Produktionen ja leider gewohnt.

(FSK 6, empfohlen ab 9 Jahren – Hotel Transsilvanien auf Netflix)

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Das kleine Gespenst

Alain Gsponers Verfilmung von Otfried Preußlers Kinderbuch (meinem liebsten) löst die weltanschaulichen Probleme, die der weiß/schwarz-Gegensatz schon aus der Vorlage mitbringt, nur etwas ungelenk, und ist auch sonst keineswegs ganz und gar gelungen; aber jenseits der schönen neuen Verfilmung von Die kleine Hexe bringt sie für eine deutsche Produktion schon viel Freude; und dass Anna Thalbach dem Gespenst seine Stimme verleiht, ist ja eh schonmal grundsympathisch. (Wirklich sehr wenig gruselig, zumal für Kinder, die das Buch schon kennen.)

(FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren – Das kleine Gespenst auf amazon Prime)

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Monster House

Robert Zemeckis’ Animationsfilm sieht man sein Alter inzwischen doch sehr deutlich an: Vor 13 Jahren war das mit der Computeranimation einfach noch nicht so weit. Entsprechend wohnen die Figuren hier zahlreich im “Uncanny Valley” des gruseligen Aussehens, auch wenn sie gar nicht so gemeint sind. Das titelgebende Haus hingegen ist ganz und gar gruselig und angsteinflößend, so sehr die Inszenierung dem stellenweise auch entgegenarbeiten will – erst am Schluss löst sich vieles in Freundlichkeit auf. (Und warum sind eigentlich in amerikanischen Filmen schon Häuser von wenigen Dekaden Alter schon gruselig, während hierzulande ein Haus mit hundert Jahren erst so richtig heimelig wird?)

(FSK 6, empfohlen ab 11 Jahren – Monster House auf Netflix)

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Insel der besonderen Kinder

Tim Burtons Filme waren in den letzten Jahren ja eher “hit-or-miss”: mal so, mal so, die meisten leider richtig schlimm. Für die Verfilmung des Buches Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children von Ransom Riggs hat er seine Manierismen ein wenig zurückgefahren, die Düsternis lauert schon in der Vorlage. Der 15-jährige Jake findet sich auf einer Insel in Wales unversehens in die Jahre des Zweiten Weltkrieges zurückversetzt, wo Miss Peregrine sich um besondere Kinder kümmert, die für die Außenwelt wohl als Monster durchgehen würden. Was mit Grusel (unblutig, aber durchaus angsteinflößend) beginnt, wird am Ende fast zu einem Actionfilm.

(FSK 12, empfohlen ab 12 Jahren – Insel der besonderen Kinder auf Netflix)

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„Streaming-Tipps (8. Oktober 2019) – #horrorctober“ weiterlesen

Streaming-Tipps (24. September 2019)

In meinem wöchentlichen Newsletter schicke ich jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch Filme, die ganz ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Diese Streaming-Tipps (aber nicht immer die gleichen) gibt es auch hier im Blog, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft

Es war sehr, sehr lange her, dass ich diesen Film gesehen habe, und in der Erinnerung war er eher tumb; beim Wiedersehen von Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft war ich deshalb positiv überrascht. Die Spezialeffekte wirken heute etwas knarzig, aber der Film ist – in seiner sehr bewusst offensichtlich gehaltenen Albernheit – ein spannendes Abenteuer mit angemessen schrägen Figuren. Und macht mir noch einmal deutlich, wie sehr wir im Kino Rick Moranis vermissen, der sich nach dem Tod seiner Frau Anfang der 1990er Jahre ganz auf seine Kinder konzentrierte.

(FSK 6, empfohlen ab 9 Jahren – Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft auf Netflix)

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Amelie rennt

Ein schwieriges Mädchen in den Bergen: Amelie als gewissermaßen eine Anti-Heidi, sowieso hormonell herausgefordert, aber die Eltern machen es ihr wirklich nicht leicht. Ihr Asthma macht das keineswegs besser. Also haut sie ab, immer den Berg rauf. Das führt zu ein wenig Selbstfindung, sehr dezentem Verliebtsein, dramatischen Momenten und am Ende, soviel Happy-End muss sein, natürlich die Wandlung vom Scheißegal zum Etwas-Wollen, und sei es nur: rauf auf den blöden Berg, mit Macht und vielen Flüchen.

(FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren – Amelie rennt auf amazon Prime)

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Empfehlung für die Eltern: Bad Moms

Drei Mütter haben die Nase voll. Sie kotzen sich verbal untereinander aus, und dann eskaliert das ein wenig. Eine der Gross-Out-Komödien, wie sie seit Superbad und Hangover kursieren, aber dann doch weit weniger peinlich als erwartet, sondern erfrischend ehrlich-bösartig. Und natürlich sehr amerikanisch.

(Bad Moms auf Netflix)

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Empfehlung für die Eltern: Unbelievable

Ausnahmsweise möchte ich an dieser Stelle eine Miniserie unbesehen vorschlagen, weil Kollege Patrick Heidmann sie mit so großem Nachdruck empfohlen hat: Unbelievable handelt von der Aufklärung eines Verbrechens, basierend auf einer realen Geschichte, die sich hier nachlesen läßt. Eine Reihe von Vergewaltigungen an unterschiedlichen Orten wurde aufgeklärt, weil die Ermittlerinnen über die Grenzen ihrer eigenen Aufgabenbereiche hinweg schauten und zusammenarbeiteten.

(Unbelievable auf Netflix)

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Foto: Lieblingsfilm

Streaming-Tipps (10. September 2019)

In meinem Newsletter schicke ich (fast) jede Woche jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch ganz Filme, die ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Auf diese Filme (aber nicht immer die gleichen) möchte ich auch hier im Blog hinweisen, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Der blaue Tiger

Petr Oukropec erzählt seine bezaubernde, von Magie durchsetzte Geschichte sehr behutsam: Ein altes Stadtviertel samt Botanischem Garten soll einem hochmodernen Geschäftsquartier weichen; es regt sich Widerstand bei Mensch und (womöglich der Phantasie entsprungenem) Tier. Ein Film, der nicht eine Minute langweilig ist.

(FSK 0, empfohlen ab 7 Jahren – Der blaue Tiger kostenlos (mit Werbung) bei netzkino/YouTube)

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Der Mondmann

Eine der wenigen recht gelungenen Tomi-Ungerer-Adaptionen für’s Kino – auch wenn ich mit dem Film, anders als bei Die drei Räuber, nicht ganz warmwerden konnte. Ein flammendes Plädoyer gegen Imperialismus und Kriegstreiberei ist er aber dennoch, dafür hat Ungerer (dessen Stimme auch zu hören ist) schon gesorgt.

(FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren – Der Mondmann auf amazon Prime)

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Empfehlung für die Eltern: Pitch Perfect

Schmalzgefahr! Aber anders als seine Fortsetzungen versinkt diese A-Cappella-College-Musical-Komödie noch nicht in totalen Skriptpeinlichkeiten, sondern kommt relativ frisch und knackig daher. Ein Gute-Laune-Film, wenn man gerne flockige, leichte Unterhaltung möchte, zu der man mit den Füßen wippen oder sogar tanzen kann. Ansonsten natürlich viel zu oberflächlich. I love it.

(Pitch Perfect auf amazon Prime)

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Empfehlung für die Eltern: ES

Andy Muschiettis Verfilmung (des ersten Teils) von Stephen Kings Clowns-Horror war durchaus zurecht ziemlich erfolgreich – dicht, gruselig, mit einem fabulösen Bill Skarsgård als Clown Pennywise und vor allem auch wirklich hervorragenden jugendlichen Darsteller_innen. Der zweite Teil, jetzt im Kino, kommt da dem Vernehmen nach wohl nicht ganz ran.

(ES auf Netflix)

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Foto: Neue Visionen Filmverleih