Neu im Kino: 5. März 2020

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier zuweilen vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Onward: Keine halben Sachen

Eine magische Welt, aus der die Magie verschwunden ist; zwei Brüder auf einem Roadtrip, die die Magie wiederbeleben wollen, um das Gleiche mit ihrem zu früh verstorbenen Vater zu tun. Christopher Diekhaus ist sehr angetan von dem Film, selbst wenn er ihn nicht für den stärksten Streifen hält, den Pixar in den letzten Jahren in die Welt geworfen hat.

Onward: Keine halben Sachen ist eine Hommage an das Fantasy-Genre und nähert sich den damit verbundenen Rollen- und Kartenspielen auf sympathisch-augenzwinkernde Weise. […] Immer wieder beschwört der Film, nicht zuletzt dank des unkontrollierten Beinpaares, schreiend komische Slapstick-Momente herauf.

(FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren)

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(Foto: Disney/Pixar)

Neue Trailer zu Kinderfilmen: 11. November 2019

Hier ein paar neue Kinderfilm-Trailer, die in den vergangenen zwei Wochen erschienen sind. Mehr davon gibt es in meiner entsprechenden YouTube-Playlist.

Die Wolf-Gäng

Treffen sich ein Vampir, ein Werwolf und eine Elfe… und gehen zur Schule. Der Trailer von Die Wolf-Gäng tut erst einmal viel dafür, um Harry-Potter-Fans anzusprechen, aber wenig, um sich von der Magie-Mega-Franchise abzusetzen. Warten wir den Film mal ab. (Kinostart: 23. Januar 2020) „Neue Trailer zu Kinderfilmen: 11. November 2019“ weiterlesen

A Toy Story: Jeder hört auf kein Kommando (2019)

„You‘ve got a friend in me“ – mit dem Song von Randy Newman beginnt nun auch der vierte Toy Story-Film, und später heißt es: „You got troubles and I got ’em too / There isn’t anything I wouldn’t do for you / We stick together, we can see it through / ‘Cause you’ve got a friend in me“. Vierundzwanzig Jahre ist es her, dass diese Melodie, dieser Text das Thema von Toy Story mit setzte: Andy, das Kind, konnte sich ganz und gar und immer auf seinen besten Freund, sein Lieblingsspielzeug Woody verlassen.

Die Zeit ist erbarmungslos vergangen, Andy ist längst auf dem College (Toy Story 3 hat den Weg dorthin beschrieben) und hat seine alten Spielsachen an die kleine Bonnie weitergegeben. Buzz Lightyear und all die anderen Spielsachen haben bei ihr ein neues Zuhaue gefunden, und Sheriff Woody fühlt sich auch für dieses Kind sehr verantwortlich. Als Bonnie zu einem ersten Kennenlerntag in den Kindergarten geht, schlüpft er heimlich und verbotenerweise in ihren Rucksack, um den ganzen Tag bei ihr sein, ihr beistehen zu können. Woody, das Helikopterspielzeug.

Warum Toy Story 4 jedenfalls kein feministisches Meisterwerk geworden ist, aber trotzdem ein emotional ehrlicher, mitreißender Abschluss der Toy Story-Geschichte, habe ich meiner Kritik auf kino-zeit.de geschrieben.

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A Toy Story: Jeder hört auf kein Kommando (Toy Story 4). USA 2019. Regie: Josh Cooley, 96 Min. FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 15. August 2019.

(Foto: Disney/Pixar)

Kurzfilm zum Wochenende: Kitbull (2019)

Kitbull ist ein Kurzfilm von Rosana Sullivan, der in der Reihe “Pixar SparkShorts” erschienen ist – die Pixar Studios geben damit jungen Filmemacher_innen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu erproben (wie auch schon bei Purl). Sullivan hat das dazu genutzt, eine kleine Geschichte über zwei Hunde eine kleine Katze und einen großen Hund (Danke, Geräuschtasche, für den korrigierenden Hinweis, s. die Kommentare) zu erzählen, die einander spinnefeind sein müssten. (Für ganz kleine Kinder womöglich in manchen Szenen etwas zu angsteinflößend.)

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Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Purl (2019)

Kurz hatte ich mich geärgert, dass ich mit Ein kleiner Schritt den perfekten Kurzfilm zum Frauenkampftag schon vor ein paar Wochen rausgehauen hätte; aber, dachte ich mir, es kann ja nicht so schwer sein, in meiner kleinen Sammlung an Kurzfilmen, die ich hier freitags posten will, noch einen weiteren mit einer starken Protagonistin zu finden… oder?

Warum bin ich eigentlich noch so naiv? Weder in den Filmen, die ich in dieser Rubrik schon gepostet habe, noch in meinen verschiedenen Quellen, die ich regelmäßig durchsuche, tauchen Frauen und Mädchen besonders oft als Hauptfiguren in kindertauglichen Kurzfilmen auf. Um nicht zu sagen: Sie sind die bestürzend seltenen weißen Kiesel in der großen Felswüste. Oder irgendein anderes schiefes Sprachbild, pick your poison. Ausnahmen waren zum Beispiel noch Lotte, Monstersinfonie und Das Mädchen und der Fuchs.

Es gibt also, das ist aber nun im alljährlichen Nachdenken zum Internationalen Frauentag auch keine Überraschung mehr, noch viel zu tun; in den vergangenen Jahren habe ich immerhin und immer wieder Heldinnen des Kinderfilms gesucht und mir zu ihnen weiterführende Gedanken gemacht, starke Frauen- und Mädchenfiguren zusammengetragen.

Zeigt Euren Töchtern, Euren Söhnen, Euren Kindern tolle, komplexe Mädchen und Frauen – vom Abwarten wird es jedenfalls nicht besser.

Für heute gibt es jedenfalls Purl, einen Kurzfilm von Kristen Lester aus der Reihe “SparkShorts”, mit denen im Hause Pixar junge Filmemacher_innen die Möglichkeit bekommen, ihre ersten Schritte als Regisseur_innen zu machen. Die Situation im Film erscheint schnell vertraut: Purl tritt eine neue Stelle an – und ist die einzige Frau in einem sehr auf Männlichkeiten getrimmten Büro. Da muss sich was ändern.

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Kämpferisches Wochenende!

Die Unglaublichen 2 (2018)

Gerade eben hatte sich die Familie Parr wieder zusammengerauft, da bebt die Erde – und mit einer riesigen Bohrmaschine taucht der maulwurfartige „Tunnelgräber“ auf. Zeit also, die Masken aufzusetzen und den Bösewicht einzufangen, der es auf sehr, sehr viel Gold abgesehen hat. Ich verrate aber wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass der Gangster samt seiner Beute entwischt und bei der wilden Jagd mitten durch Municiberg so einiges zu Bruch geht – eine Hochbahn ebenso wie Häuser, Autos und mehr.

Das Szenario, mit dem Die Unglaublichen 2 beginnt, schließt nahtlos an die letzten Sekunden von Die Unglaublichen (amazon) an, der 2004 als ziemliche Überraschung auftauchte.

Natürlich hatten sich die Menschen von Pixar mit den beiden Toy Story-Filmen und Findet Nemo schon einen Namen gemacht, aber mit einem so großartigen Film über Superheld_innen hatte wohl kaum jemand gerechnet. Zumal zu diesem Zeitpunkt zwar Sam Raimi schon seinen ersten Spider-Man gemacht hatte, das „Cinematic Universe“ von Marvel aber allenfalls eine vage Möglichkeit erschien.

Die Unglaublichen 2 ist alles mögliche, vor allem aber einer der elegantesten, spannendsten und am wenigsten verdrucksten Superheld_innen-Filme der letzten Jahre – mit außerdem der niedlichsten Laserpistole der Filmgeschichte. Meine ausführliche Kritik steht bei kino-zeit.de.

(Foto: Disney/Pixar)