A Toy Story: Jeder hört auf kein Kommando (2019)

„You‘ve got a friend in me“ – mit dem Song von Randy Newman beginnt nun auch der vierte Toy Story-Film, und später heißt es: „You got troubles and I got ’em too / There isn’t anything I wouldn’t do for you / We stick together, we can see it through / ‘Cause you’ve got a friend in me“. Vierundzwanzig Jahre ist es her, dass diese Melodie, dieser Text das Thema von Toy Story mit setzte: Andy, das Kind, konnte sich ganz und gar und immer auf seinen besten Freund, sein Lieblingsspielzeug Woody verlassen.

Die Zeit ist erbarmungslos vergangen, Andy ist längst auf dem College (Toy Story 3 hat den Weg dorthin beschrieben) und hat seine alten Spielsachen an die kleine Bonnie weitergegeben. Buzz Lightyear und all die anderen Spielsachen haben bei ihr ein neues Zuhaue gefunden, und Sheriff Woody fühlt sich auch für dieses Kind sehr verantwortlich. Als Bonnie zu einem ersten Kennenlerntag in den Kindergarten geht, schlüpft er heimlich und verbotenerweise in ihren Rucksack, um den ganzen Tag bei ihr sein, ihr beistehen zu können. Woody, das Helikopterspielzeug.

Warum Toy Story 4 jedenfalls kein feministisches Meisterwerk geworden ist, aber trotzdem ein emotional ehrlicher, mitreißender Abschluss der Toy Story-Geschichte, habe ich meiner Kritik auf kino-zeit.de geschrieben.

Toy Story 4 Final Trailer " Bo & Woody , Forky in last scene "

Dieses Video ansehen auf YouTube.

A Toy Story: Jeder hört auf kein Kommando (Toy Story 4). USA 2019. Regie: Josh Cooley, 96 Min. FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 15. August 2019.

(Foto: Disney/Pixar)

Toy Story 3 (2010)

TOY STORY 3

Dass jede Kindheit irgendwann ihr Ende findet, das wussten Woody und Buzz schon am Ende von Toy Story 2 – “it will be fun while it lasts”, so sprechen sie sich Mut zu, dem Ende ins Auge zu blicken, der Zeit also, in dem ihr Besitzer Andy einmal erwachsen werden würde. Damals, 1999, war das freilich noch sehr weit weg. Und es spricht für den Mut der Leute bei Pixar, dass sie ihren beiden erfolgreichen Toy Story-Filmen noch einen dritten folgen lassen, der nun das Ende von Andys Kindheit thematisiert.

Der kleine Junge ist groß geworden, und was wird nun aus seinem Spielzeug, dem schreckhaften Tyrannosaurier Rex etwa, Mr. und Mrs. Potato Head und nicht zuletzt dem Cowboy Woody und seinem besten Freund, der Astronauten-Actionfigur Buzz Lightyear? In der Welt von Toy Story sind sie lebendig, und sobald die Menschen den Raum verlassen, lieben und streiten sie sich, schmieden Pläne und halten Treffen ab, bei denen sie sich über die Gefahren der Kunststoffkorrosion aufklären.

Weiterlesen: Meine vollständige Kritik zu Toy Story 3 erschien im Juli 2010 hier auf kino-zeit.de.

(Foto: Disney)

Live-Action Toy Story

Das ist zu schön, um es hier nicht zu teilen.

Ich bin, es wird sich hier immer wieder zeigen, ein großer Fan von Pixar-Filmen, und sehe den Macher_innen dort sogar ihre schlimmsten Versagen nach (Cars zum Beispiel finde ich, im Gegensatz zu vielen Kindern, eher doof, und von Cars 2 fange ich lieber gar nicht erst zu schimpfen an). Toy Story gehört zu meinen liebsten Pixariana, zudem ist der Film mit seinen beiden Fortsetzungen ein Beispiel dafür, wie man eine Filmreihe macht, die nicht nur ihre Themen und Figuren nicht totreitet, sondern sogar mit jeder Fortsetzung an Tiefe und Komplexität gewinnt. Toy Story 3 ist deshalb womöglich sogar der beste Film der drei – sein Lob habe ich seinerzeit hier gesungen.

Und jetzt das: Zwei Jungs aus Arizona, Jonason Pauley und Jessie Perrotta, haben noch als Teenager begonnen, Toy Story mit realen Spielzeugfiguren und Menschen Szene für Szene nachzudrehen. Über zwei Jahre haben sie dafür gebraucht, und das Ergebnis, eine echte labour of love, ist so charmant wie hemdsärmelig, vor allem aber: beeindruckend.

Live Action Toy Story

Dieses Video ansehen auf YouTube.

„Live-Action Toy Story“ weiterlesen