Kolumnen

Der Kinderfilm als neuer alter Heimatfilm?

“Karibik is‘ für Loser.” In der Welt von Conni & Co. 2 – Das Geheimnis des T-Rex sind die schönsten Sommerferien die, die auf der Kanincheninsel verbracht werden können, direkt vor den Toren von Neustadt, das auf den Luftaufnahmen allenfalls Kleinststadt ist und sicher nicht neu – alles schöne alte Häuser, feine Gassen und freundliche Menschen. […] Der Kitsch des friedlichen Neustadts und seiner glücklichen Bewohner ist nur einer der Gründe, warum der von Til Schweiger inszenierte Kinderfilm so grundlegend missraten ist. Zugleich aber ruft Conni & Co. 2 eine Konstellation auf, die der deutsche Kinderfilm sehr genau kennt: Das bedrohte Idyll. Genauer noch: Das Idyll von schönen, scheinbar unberührten Landschaften, das durch böse Geschäftemacher bedroht wird. […]

Viele der neuen Kinderfilme, auch deutlich über den Pferdefilm hinaus, wirken aber so, als wollten sie es sich in ihren Postkartenidyll-Landschaften so gemütlich einrichten wie einst der Kintopp zu Adenauers Zeiten mit Schwarzwaldmädel und Grün ist die Heide. Dass dabei die Schwerpunkte etwas verschoben werden, dem 21. Jahrhundert angepasst, muss nicht verwundern.

Vielleicht übertreibe ich ja, aber ich sehe in vielen Kinderfilmen des deutschen Kinos, von Ostwind bis natürlich Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers, von Conni & Co. bis Hanni & Nanni Elemente eines neuen, im Geiste sehr alten Heimatfilms aufleuchten. Genauer habe ich das für kino-zeit.de zu beschreiben und zu kritisieren versucht.

Was denkt Ihr dazu? Eure Meinung würde mich sehr interessieren!

(Foto: Concorde)

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