Meine besten 10 Kinderfilme der 2010er Jahre

Auch wenn, streng genommen, unsere laufende Dekade noch ein Jahr dauert, ist es doch an den Listen und Rückblicken allüberall offensichtlich: Die 2010er-Jahre gehen dem Ende zu. Und weil das ein lustiges Spiel ist, kommen hier auch meine ganz persönlichen TOP 10+1 besten Kinderfilme aus den vergangenen zehn Jahren. Die Auswahl ist weitgehend willkürlich, sicherlich bestreitbar, garantiert unvollständig, aber trotzdem nicht doof, und jedenfalls meine. Kritik und andere Meinungen, Hinweise auf fehlende Superstars und böswillige Auslassungen bitte unbedingt in die Kommentare!

Die Filme jetzt und hier in alphabetischer Reihenfolge, denn – ganz ehrlich – die sind alle so sehr und auf so unterschiedliche Weise wunderbar, dass eine Sortierung von eins bis zehn nicht wirklich aussagekräftig wäre. Ich will die Zuspitzung jedenfalls nicht machen (müssen). Links zu amazon sind wie immer Affiliate-Links, eine Bestellung darüber unterstützt mich ein wenig – und damit die Arbeit am Kinderfilmblog.

Die Top 10(+1) der besten Kinderfilme der 2010er

Ernest & Célestine (2012)

Mit einfachsten Mitteln des Animationsfilms einen hochgradig politischen Film über eine schlichte, herzliche, ehrliche Freundschaft zu drehen: Das muss man auch erst einmal schaffen. Ernest & Célestine nimmt ganz nebenbei auch noch die Zucker- und Zahnarztindustrie auf die Schippe. (amazon, amazon Prime) „Meine besten 10 Kinderfilme der 2010er Jahre“ weiterlesen

Thomas und seine Freunde – Grosse Welt! Grosse Abenteuer! (2018)

Wann sterben eigentlich Lokomotiven? Also nicht die unbelebten Zugmaschinen unseres Alltags draußen in der Welt, sondern jene beseelten Wesen mit eigenem Willen und kräftigen Kesseln, die in Fantasiewelten über Gleise preschen und sich mit ihren Nachbarzügen austauschen, über stinkende Fischwaggons oder rostige Weichen? Sterben sie, wenn das Feuer ausgeht, wenn der Kessel unwiederbringlich leckt, wenn die Achsen brechen, wenn der Rost sich ganz durchgefressen hat durch Lack, Kessel und Räder?

Das sind nur ein paar der Fragen, die sich mir während des Animationsfilms Thomas und seine Freunde – Große Welt! Große Abenteuer! so gestellt haben, und ich bin sicher, keine einzige davon war von den Macher_innen so beabsichtigt. Aber es war nunmal nicht meine Idee, den Titelhelden Thomas kurz vor Ende des Films noch in einer unbarmherzigen nordamerikanischen Wüste entgleisen zu lassen; einsam liegt er da, halb eingerammt in den Sand, die Kamera zeigt die rostigen Überreste einer anderen, schon lange schweigenden Lokomotive…

Thomas und seine Freunde – Große Welt! Große Abenteuer! hat mich nicht mit seiner Handlung gefesselt, sondern vor allem Fragen offen gelassen. Wie er mir sonst zugesagt hat, erfahrt Ihr in meiner ausführlichen Kritik auf kino-zeit.de.

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Thomas und seine Freunde – Große Welt! Große Abenteuer! (Thomas & Friends: Big World! Big Adventures! The Movie). Großbritannien 2018. Regie: David Stoten, 85 Min. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren. Kinostart: 2. Januar 2020.

(Foto: justbridge entertainment)

Kurzfilm zum Wochenende: Frohe Weihnachten! (2013)

Das Animationsstudio Blue Zoo hat vor sechs Jahren diesen kleinen Kurzfilm gemacht, um seinen Kunden und der Welt ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen (via). Ich möchte mich gerne an diese Wünsche anhängen und hoffe auch für dieses so unruhige Jahr, dass wir friedliche, liebevolle Feiertage geben und erleben dürfen.

Das Kinderfilmblog geht in eine Pause und meldet sich erst nach den Feiertagen mit neuen Posts wieder; einen Newsletter gibt es vor Weihnachten noch, dann ist auch da ein wenig Winterpause. Bleibt mir gewogen, seid gut füreinander.

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Schönes Wochenende – und frohe Festtage!

[Werbung] Kino ist im Kopf

Vor einigen Tagen habe ich für den Adventskalender von Villa Kalimba noch einmal in Erinnerungen gekramt, wie das vor (puh!) über dreißig Jahren war, als ich das erste Mal mit Star Wars in Berührung kam. Ich hatte, weil ich als Kind eher zufällig (bzw. weil das Leben so seine Geschichten schreibt) im Sommer 1983 in den USA war, Die Rückkehr der Jedi-Ritter gesehen, bevor der Film in Deutschland in die Kinos kam.

Mit Krieg der Sterne hatte ich vermutlich vorher keine wirklichen Berührungspunkte gehabt – Film und Kino spielten in meiner Familie keine besonders große Rolle, und die einzigen Kinobesuche, an die ich mich erinnern kann, die vorher stattgefunden haben müssen, waren E.T. – Der Außerirdische und Annie. Aber ich war fasziniert, mein Bruder ebenso, aus den USA kamen haufenweise Actionfiguren und ein paar Raumschiffe, gebraucht auf Flohmärkten erstanden, mit ins Gepäck. Der Taun-Taun steht immer noch in meinem Regal.

Die ersten beiden Filme hatte ich da noch gar nicht gesehen, und das würde eine lange Weile noch so bleiben. Denn ohne Videorecorder, ohne dauernde Wiederholungen der Filme im Fernsehen hatte ich schlicht keine Möglichkeit, sie zu sehen. Stattdessen habe ich bei einem Musikgeschäft, das auf meinem Schulweg lag, eine Langspielplatte erworben, auf der die Geschichte von Krieg der Sterne (was heute Episode IV genannt wird) mit dem (deutsch synchronisierten) Originalton aus dem Film erzählt wurde, so wusste ich wenigstens, worum es ging.

Worauf ich aber hinauswill: Für meinen Bruder und mich spielte das keine Rolle. Wir haben trotzdem gespielt, mit den Figuren, mit den Raumschiffen, aber auch als wir selbst. Für Karneval habe ich einen Holzstab mit Leuchtfarbe zum Lichtschwert gemacht, und es ist sehr interessant und ein wenig bestürzend, wie selbstverständlich wir uns auf die Rollen Luke Skywalker und Han Solo verteilten. „[Werbung] Kino ist im Kopf“ weiterlesen

Latte Igel und der magische Wasserstein (2019)

Es ist trocken im Wald, die Bäume rauschen nicht, das trockene Laub an den Zweigen knistert fast, die Farben gehen schon ins Herbstliche, dabei scheint doch die Sonne so heiß. “Geht in den Schatten,” rufen die Tiereltern ihren Jungen zu, man müsse das Wasser bewahren, das man noch im Körper trage.

Seit Wochen geht es schon so, und die Situation, mit der Latte Igel und der magische Wasserstein einsetzt, wirkt nach den Hitzerekorden in den Sommermonaten der Jahre 2018 und 2019 wirklich nicht weit hergeholt – auch wenn die Geschichte, auf der der Film beruht, inzwischen über 60 Jahre alt ist. Sebastian Lybeck hat das Buch in den späten 1950ern geschrieben, zuerst aus Geldnot, es wurde dann zum Klassiker. Der Film nimmt sich einige Freiheiten, was die Handlung des Buches angeht – die Stationen der Reise, die Igel Latte mit Eichhörnchen Tjun unternimmt, sind stark gerafft, die Auseinandersetzungen mit Wölfen und Luchsen deutlich gekürzt zugunsten einer weniger episodischen Struktur – Lybecks Erzählung erschien ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitung.

Meine ausführliche Kritik zum Film ist auf kino-zeit.de erschienen.

Latte Igel und der magische Wasserstein (Latte and the Magic Waterstone). Deutschland/Belgien 2019. Regie: Regina Welker und Nina Wels, 81 Min. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren. Kinostart: 25. Dezember 2019.

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(Foto: Koch Films)

Berlinale 2020: Die ersten Filme der Generation stehen fest

Vorgestern wurden die ersten Filme bekanntgegeben, die im kommenden Jahr in der Kinder- und Jugendfilmsektion Generation der Berlinale zu sehen sein werden.

Die Berlinale 2020 findet vom 20. Februar bis 1. März 2020 statt. Ich habe die Filme – aufgeteilt in Kinder- und Jugendfilme – hier alphabetisch sortiert zusammengetragen; die Beschreibungen stammen von der Website der Berlinale. Clips, Trailer und Videos habe ich nach eigener Recherche hinzugefügt.

Generation Kplus (Kinderfilme)

Death of Nintendo von Raya Martin (Philippinen/USA)
Weltpremiere

Vom Computerspielen kann vier 13-Jährige nur wirklich Erschütterndes abhalten: Der Ausbruch eines Vulkans, erste Gefühle von Verliebtheit, die berüchtigte Männlichkeits-Initiation. Der philippinische Regisseur Raya Martin (Independencia, 2009 WCF und La Última Película, 2014 Forum Expanded) taucht ein in die schillernde Welt der Popkultur der 1990er.

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