Neuperlach ist außerhalb Münchens wahrscheinlich kaum noch bekannt. Einstmals eines der ambitioniertesten Städtebauprojekte der alten Bundesrepublik, jetzt Trabantensiedlung ohne besonders schlechten Ruf. In Sonja Maria Kröners Pferd am Stiel stellen zwei der Protagonistinnen ihren Stadtteil direkt vor, in die Kamera hinein.
Denn natürlich haben hier die Jugendlichen alle ihre eigenen Videokanäle. Sarah und Dilek haben nicht allzu viele Abonnent*innen und würden das gerne ändern. Also machen sie mal eine kleine Videotour durch ihr Viertel: hier der Dönerimbiss von Dileks Familie – der Bruder träumt von einem Imbisswagen mit veganem Döner –, da das Nagelstudio von Sarahs Mutter Jenny.
Die coolen Mädchen aus ihrer Klasse haben einen Channel, auf dem sie ihre Tänze präsentieren, aber das tun, was alle machen, findet Sarah doof – sie würde lieber etwas zeigen, was sie richtig gut können. Dilek fällt dazu nichts ein: „Was denn bitte? Wir können halt nix.“ Eher zufällig stößt Sarah auf Clips zum Thema „Hobby Horsing“ – in Finnland gebe es dazu sogar richtige Wettbewerbe! – und ist Feuer und Flamme: Lass uns Steckenpferde bauen und damit Reitparcours durchlaufen, -schreiten und -springen!
Für den Filmdienst habe ich versucht, genauer zu fassen, ob Pferd am Stiel den Geist des Hobby Horsing trifft und was den Film sonst ausmacht.
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Pferd am Stiel – Ein Hobby-Horsing-Abenteuer. Deutschland, Litauen 2026. Regie: Sonja Maria Kröner, 81 Min. FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 23. April 2026.
(Foto: Port au Prince Pictures/Lieblingsfilm/Lars Nitsch)

