Neu im Heimkino: Juli 2019

In meinem Newsletter schicke ich (fast) jede Woche jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch ganz Filme, die ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Auf diese Filme (aber nicht immer die gleichen) möchte ich auch hier im Blog hinweisen, im Wechsel mit (wie heute) Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray. Links zu amazon sind Affiliate-Links; die Provision unterstützt die Arbeit am Blog hier ein wenig. Dankeschön!

Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

Checker-Tobi sucht in Spielfilmlänge nach dem Ursprung und Urgrund des Lebens – in einer dicht mit Menschen bepackten indischen Großstadt und an den menschenleeren Hängen eines Vulkans. Das Fernsehformat funktioniert, trotz kleinerer Schwächen, auch in verlängerter Leinwandform sehr gut, auch wenn es manchmal etwas mehr in die inhaltliche Tiefe gehen könnte. Für junge Fans der Sendungen aber sicher eine hervorragende Wahl (FSK 0, empfohlen ab 7 Jahren).

(amazon; gibt es auch schon bei amazon Prime)

Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten | Offizieller Trailer | Kinofilm

Dieses Video ansehen auf YouTube.

The Lego Movie 2

Die Fortsetzung des überraschend wirklich großartigen Lego-Films schließt an die Handlung des ersten Films nur leicht zeitversetzt an – und transportiert Emmet, seine verehrte Wyldstyle und die anderen Legofiguren in ein postapokalyptisches Wüstenszenario, das nicht eben zufällig an Mad Max: Fury Road erinnert (seinerseits ein irrsinnig großartiger, absolut nicht kindertauglicher Film, der dann auch noch zig weitere Male zitiert wird – wie viele weitere Streifen auch: The Lego Movie 2 ist meta-filmisch bis zum Abwinken). Dann entführt eine Außerirdische Wyldstyle, Batman und einige andere, Emmet muss hinterher und dafür sein kindlich-positives Wesen gegen gehärtete Rücksichtslosigkeit austauschen… aber muss er das wirklich? The Lego Movie 2 verhandelt wie nebenher Männlichkeitskonzepte, das ist nicht besonders komplex und differenziert, macht aber immer noch viel Spaß (FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren).

(amazon)

THE LEGO® MOVIE 2 – Offizieller Trailer #2 Deutsch HD German (2019)

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Tito, der Professor und die Aliens

Dieser italienische Film versteckt seine Science-Fiction-Elemente recht erfolgreich lange Zeit hinter dem Drama der zwei Waisenkinder Anita und Tito, die sich auf einmal unter der Obhut ihres anscheinend nicht besonders lebenspraktischen Onkels in der Wüste nahe Las Vages wiederfinden. Tito, der Professor und die Aliens stellt Fragen und geht sehr eigenwillige Wege – aber einfache Antworten kommen dabei jedenfalls nicht raus (FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren).

(amazon, ab 27. Juli)

Tito, der Professor und die Aliens – offizieller Trailer – Kinostart am 28. März 2019

Dieses Video ansehen auf YouTube.

(Foto: Warner Bros.)

Pachamama (2018)

Es gibt nicht besonders viele Filme – von Kinderfilmen zu schweigen –, die wir in Deutschland regulär zu sehen bekommen, die eine spezifisch südamerikanische Sicht auf die Welt bringen. Interessanterweise hat sich das mit dem Wachstum von Netflix ein wenig geändert, wo es nun immer wieder Produktionen aus unterschiedlichen Teilen der Welt zu sehen gibt, die es sonst nie zu einem größeren Publikum in Deutschland geschafft hätten. (Aktuell ist dem Vernehmen nach zum Beispiel auch eine afrikanische Animationsserie in Vorbereitung, auf die ich mich freue.)

Mit Pachamama zeigt der Streaming-Anbieter nun eine Französisch-Kanadisch-Luxemburgische Koproduktion, entstanden allerdings aus einer Idee des argentinischen Regisseurs Juan Antin, der darin im Kern die Frage stellt: Wie haben es die Menschen zur Zeit der Inkas eigentlich erlebt, als die spanischen Conquistadores auf einmal in ihre Welt einfielen? Dafür begibt sich Antin auf eine ganz grundlegende Blickhöhe: Die Perspektive eines Jungen, wohl kurz vor der Pubertät, der aber wegen seiner auf sich selbst bezogenen Lebensperspektive im Konflikt mit seiner Dorfgemeinschaft steht.

Als ein Abgesandter des Inkas sich über die Opfergaben des Dorfes an „Pachamama“, Mutter Erde, lustig macht, und dann nicht nur ihre restlichen Essensvorräte, sondern auch noch ein Dorfheiligtum mitnimmt, um sie dem Herrscher zu präsentieren, macht Tepulpai sich auf den Weg – und erlebt dann Dinge, mit denen er wirklich nicht gerechnet hatte.

Pachamama versucht die Kultur und die religiöse Welt seiner Protagonist_innen in den Fokus zu rücken und ernst zu nehmen; dass es dabei gelegentlich ins Phantastische geht, verstärkt diesen Eindruck noch. Die Animation, eine Mischung aus 2D- und 3D-Techniken, nimmt sich, wie der Regisseur beschrieben hat, präkolumbianische Kunst der Andenregion als ästhetisches Vorbild, was sich sowohl in der Darstellung der Welt als auch im Design der Figuren deutlich niederschlägt. Ergänzt wird das durch entsprechende Musik, die beim Erscheinen der spanischen Eroberer auf einmal Klänge aus der Europäischen Renaissance ertönen lässt.

Ein bisschen schade ist es gleichwohl, dass trotz aller ästhetischen wie inhaltlichen Bezüge zu südamerikanischer Kultur die Story dann doch eher sehr bekannten Grundstrukturen folgt und weitgehend überraschungsfrei bleibt; ob das am Europäischen Einfluss in der Produktion liegt, insbesondere von Seiten des französischen Produzenten Didier Brunner, lässt sich dabei nicht klar sagen, zumal Brunner durchaus mit großem Feingefühl für kulturelle Unterschiede zum Beispiel die Kiriku-Filme, Brendan und das Geheimnis von Kells oder Ernest & Célestine produziert hat.

Was trotzdem bleibt: ein wunderschöner, mit 72 Minuten angenehm straff-kleiner Film, der große Weltgeschichte auf konkretes Erleben eindampft, so dass auch jüngere Grundschulkinder damit gut klarkommen werden. Dass die Spanier bei dieser Angelegenheit nicht besonders gut wegkommen, ist aus Sicht der Andenbewohner_innen auch sicher die historisch zutreffende Beobachtung.

Pachamama Film Trailer | Netflix

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Pachamama. Frankreich/Kanada/Luxemburg 2018. Regie: Juan Antin, 72 Min. FSK 6, empfohlen ab 6 Jahren. (Jetzt bei Netflix.)

Streaming-Tipps (25. Juni 2019)

In meinem Newsletter schicke ich (fast) jede Woche jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch ganz Filme, die ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Auf diese Filme (aber nicht immer die gleichen) möchte ich auch hier im Blog hinweisen, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Horton hört ein Hu

Unter den Verfilmungen der in den USA sehr, hier eher weniger bekannten Bücher von Dr. Seuss (zu denen zum Beispiel auch der Grinch gehört) gefällt mir Horton hört ein Hu wohl am besten: Die Geschichte eines nonkonformistischen Elefanten, der eine kleine Stimme aus einem Staubkorn hört und loszieht, eine Welt zu retten. Das ist wunderbar bekloppt, stellenweise sehr angenehm aufregend, und wenn man an der Oberfläche dessen kratzt, was der Film so über die nur vermeintlich schlichte Handlung an Bedeutungen trägt und um sich schleudert, dann wird schnell klar, wie politisch der Film von Jimmy Hayward und Steve Martino letztlich ist.

(FSK 0, empfohlen ab 5 Jahren – Horton hört ein Hu auf Netflix)

Horton hört ein Hu! – Von den Machern von ICE AGE – Trailer

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Wildhexe

Die Verfilmung von Wildhexe hat mich vergangenes Jahr nicht so richtig überzeugt – unter anderem deshalb, weil er zu sehr Harry Potter-Epigone ist, nur halt mit primär weiblicher Hexenkunst, die sich direkt auf die Natur bezieht. Ganz schlimm ist der dänische Film aber beileibe nicht, und Fans der Buchreihe werden allemal ihre Freude haben, wenn sie ein wenig Grusel auszuhalten bereit sind.

(FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren – Wildhexe auf amazon Prime)

WILDHEXE l deutscher Trailer

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Empfehlung für die Eltern: Rubber

Ich liebe, liebe, liebe die Filme von Quentin Dupieux, den man aus der Musikwelt auch unter seinem Alias Mr. Oizo kennt. Dupieux’ Filme sind bizarre, surreale Ereignisse, Traumwelten und metafilmische Essays, zugleich tief getränkt in der Kenntnis vieler Genres. Rubber (den ich seinerzeit hier etwas ungelenk besprochen habe) ist der Langfilm, mit dem er einem größeren Publikum als Regisseur bekannt wurde, die völlig durchgeknallte Geschichte eines Autoreifens, der telepathische Morde verübt. Das war’s im Grunde auch schon, aber das ist so witzig, so abgründig, so seltsam, das muss man gesehen haben. (arte zeigt aktuell in der Mediathek außerdem Dupieux’ Wrong, noch so ein toller Film.)

(Rubber in der arte-Mediathek)

Rubber – Trailer (deutsch/german)

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Empfehlung für die Eltern: Sie leben!

“I have come here to chew bubblegum and kick ass… and I’m all out of bubblegum.” John Carpenters dystopischer Science-Fiction-Thriller (oder so) ist wahrscheinlich am ehesten durch dieses Zitat bekannt, dabei ist Sie leben! natürlich noch viel mehr: milde bekloppter Action-Trash, anspruchsvolle Kapitalismus-Satire – THIS IS YOUR GOD -, Verschwörungstheorie-Kino, Körperfresser-Abkömmling, Start- und Bezugspunkt für – OBEY – unzählige Filme nach ihm. Genau das richtige, was die gierigen 1980er als Abgesang brauchten.

(Sie leben! auf Netflix)

They Live – Trailer

Dieses Video ansehen auf YouTube.

(Foto: MFA+)

Neu im Heimkino: Juni 2019

In meinem Newsletter schicke ich (fast) jede Woche jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch ganz Filme, die ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Auf diese Filme (aber nicht immer die gleichen) möchte ich auch hier im Blog hinweisen, im Wechsel mit (wie heute) Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray. Links zu amazon sind Affiliate-Links; die Provision unterstützt die Arbeit am Blog hier ein wenig. Dankeschön!

Kommissar Gordon & Buffy

Dieser kleine, feine und sehr ruhige Trickfilm über gemächliche Polizeiarbeit im Wald ist auch für kleinere Kinder schon bestens geeignet. In meiner ausführlichen Kritik steht noch etwas mehr Lobpreisung, aber ansonsten einfach eine Empfehlung für einen entspannten, aber durchaus spannungsreichen Krimiabend (FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren).

(amazon)

KOMMISSAR GORDON & BUFFY – offizieller Trailer – ab 28. Februar im Kino!

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Thilda und die beste Band der Welt

Ich mochte dieses Roadmovie (FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren) nicht nur wegen des, ich zitiere mich mal selbst, “schönsten trotzigen Gesichtsausdruck der nördlichen Hemisphäre”, sondern vor allem weil der Film seine suchenden und reisenden Protagonist_innen sehr ernst nimmt und eine sensible Geschichte von – wie es sich für ein Roadmovie gehört – Selbstfindung erzählt. Mit Musik.

(amazon)

THILDA & DIE BESTE BAND DER WELT – Trailer HD

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Chaos im Netz

Ich habe die Fortsetzung des von mir sehr geliebten Ralph reichts leider immer noch nicht gesehen, aber Kind1 war ziemlich angetan, und Matthias Hopf schrieb zum Kinostart, der Film präsentiere zwar eine recht weich- und saubergespülte Version des Internets und bringe erst zum Finale auch die dunklen Seiten wirklich ins Spiel; aber:

Wo The Emoji Movie vor einem Jahr recht planlos durch den digitalen Raum marschierte, erweist sich Ralph Breaks the Internet als selbstbewusster Ausflug in die unendlichen Weiten des Netzes und bringt ein willkommenes Gespür für die Dynamik hinter den vielen kleinen Prozessen und Mechaniken mit.

(amazon)

CHAOS IM NETZ – Jetzt auf DVD, Blu-ray™ und als Download | Disney HD

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt

Schon der zweite Teil ließ für mein Dafürhalten deutlich nach gegenüber dem originalen Drachenzähmen leicht gemacht, den ich vergangenes Jahr noch einmal als der bessere Avatar gepriesen hatte. Leider beschreibt Kollege Orlindo Frick in seiner Besprechung eine Erfahrung, die meine Befürchtungen über Film Nummer 3 zu bestätigen scheint:

Der dritte Teil erlaubt sich einige massive Ausrutscher und es erschließt sich mir einfach nicht, wieso. Kleine und große Rückschritte an diversen Fronten, die nach zwei herausragenden Filmen eigentlich nicht hätten sein müssen.

(amazon)

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt – Trailer deutsch/german HD

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Bonustracks

Noch nicht gesehen:

  • Der Grinch (amazon)
  • Tabaluga – Der Film (amazon)
  • Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel! (amazon)

Gesehen und für schlimm befunden:

(Foto: eksystent Filmverleih)

Streaming-Tipps (11. Juni 2019)

In meinem Newsletter schicke ich (fast) jede Woche jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch ganz Filme, die ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Auf diese Filme (aber nicht immer die gleichen) möchte ich auch hier im Blog hinweisen, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Die kleine Hexe

Die Neuverfilmung von Otfried Preußlers Klassiker (mit einer sichtbar begeisterten Karoline Herfurth in der Titelrolle und Axel Prahl als Abraxas’ Stimme) war vor allem deshalb so überraschend, weil sie so viel unaufgeregter daherkam, als man dass vom deutschen Kinderfilm gewohnt ist. Die Zauber-Spezialeffekte sind gut gemacht, aber behutsam eingesetzt, die Geschichte nur behutsam gestrafft und eng am Originaltext entlanggeführt. Dadurch scheint zugleich an einigen Stellen durch, dass Preußlers Buch eben doch von 1957 stammt und nicht mehr in allem ganz zeitgemäß ist. Das schadet dem Film allerdings überhaupt nicht.

(FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren – Die kleine Hexe auf amazon Prime)

Der fantastische Mr Fox

Die meisten Filme von Wes Anderson sind ästhetische Abenteuer für (bei weitem nicht alle) Erwachsene, aber Der fantastische Mr Fox ist sowieso in jederlei Hinsicht ein seltenes Kleinod: Ein in Stop-Motion-Technik gefilmtes Meisterwerk der Puppenanimation, ein Genrefilm mit Tieren, ein wildes, freches und manchmal etwas nerviges Abenteuer.

(FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren – Der fantastische Mr Fox auf amazon Prime)

Empfehlung für die Eltern: Good Omens

Vor vielen Jahren haben sich Neil Gaiman, damals noch ein weitgehend unbekannter Autor, und Terry Pratchett, damals ein vor allem noch sehr lebendiger Autor, zusammengetan und an einer wilden Geschichte über die (modernisierte) Apokalypse geschraubt, vier Reiter inklusive. Das Ergebnis ist eines der witzigsten Bücher der letzten Jahrzehnte. Für die BBC und amazon Prime hat Gaiman das Buch nun zu einem Drehbuch für eine Mini-Serie gemacht: sechs Folgen von jeweils knapp unter einer Stunde. Was daraus geworden ist? Eine Feier des Lebens, seiner Vielfalt und Ambivalenz. Wunderbar, herzzerreißend und voll Liebe, queer unterfüttert außerdem, unfassbar komisch und zugleich hochgradig effizient erzählt, will heißen: Ohne ein einziges überflüssiges Gramm Erzählzeit. Unbedingt ansehen!

(Good Omens auf amazon Prime)

(Foto: Studiocanal)

Streaming-Tipps (21. Mai 2019)

In meinem Newsletter schicke ich schon bis jetzt (fast) jede Woche jeweils einen Streaming-Tipp für Kinder und Eltern mit – Neuerscheinungen oder Fundstücke auf Netflix oder Amazon Prime, gelegentlich auch ganz Filme, die ohne Abo kostenfrei erreichbar sind. Auf diese Filme (aber nicht immer die gleichen) möchte ich auch hier im Blog hinweisen, im Wechsel mit Hinweisen auf Neuerscheinungen auf DVD und Blu-ray.

Pettersson und Findus – Findus zieht um

Der dritte Realfilm um Pettersson und seinen (computeranimierten, sprechenden) Kater Findus bezieht sich wieder eng auf die Vorlagen von Sven Nordqvist – das ist niedlich und für Fans der beiden Figuren wahrscheinlich eine große Freude, aber, wie Falk Straub fand, nicht unbedingt ganz und gar überzeugend:

Animationen und Rückprojektionen könnten ebenso besser sein, wie das Drehbuch mutiger. Thomas Springer hat sich abermals zweier Vorlagen bedient […]. Statt einen breit angelegten Handlungs- und Spannungsbogen daraus zu formen, verliert sich auch Realfilm Nummer 3 in Nummernrevuen voll leidlich inspirierter Running Gags.

(FSK 0, empfohlen ab 5 Jahren – amazon Prime)

Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Andreas Steinhöfels Bücher über den tiefbegabten Rico und den hochbegabten Oskar sind wunderbare Berlinromane, Kleinode, Kinderkrimis, alles auf einmal. Man kann sie schier nicht genug lobpreisen. Die Verfilmungen sind kaum minder großartig (der erste hat mich weggeweht), und nun ist endlich auch der dritte Film (den ich hier öffentlich gut fand) bei Netflix, wo man auch die ersten beiden Filme finden kann.

(FSK 0, empfohlen ab 9 Jahren – Rico, Oskar und der Diebstahlstein auf Netflix)

Empfehlung für die Eltern: Blues Brothers

“We’re putting the Band back together!” Wer die irren und wirren Abenteuer der Blues Brothers noch nicht kennt, sollte das jetzt stante pede nachholen – und sei es nur wegen der tollen Musik und der großartigen Musiker_innen oder wegen der wichtigen Nebenrolle von Carrie “General Organa” Fisher. (Netflix)

(Blues Brothers auf Netflix)