Kurzfilm zum Wochenende: Bottle (2011)

bottle

Als verschickte ich ein Stück von mir… In Bottle von Kirsten Lepore (Homepage, Blog) schicken sich zwei Elementarwesen gegenseitig Flaschenpost… können sie zueinander finden? Dem Interview nach, das die Regisseurin Cartoonbrew gegeben hat, muß die Animation sehr harte Arbeit gewesen sein. Das sehr lustige (und ebenfalls sehr kurze) Making-Of-Video ist da Zeuge.

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Schönes Wochenende!

Filmfest München: Mein kleiner Orangenbaum (2012)

My-Sweet-Orange-Tree

Die Kindheitsgeschichte eines Schriftstellers: Von allen Zezé genannt, wächst er im Brasilien der 1920er/1930er Jahre in ärmlichen Verhältnissen auf, seit sein Vater seine Arbeit verloren und zu trinken begonnen hat. Streit und Gewalt gehören zu täglichen Erfahrungen dieses Lebens. Er gilt als der Junge im Dorf, der den Teufel im Leib hat, dessen Streiche immer eine Spur zu weit gehen. Erst die zufällige Freundschaft zu Portugâ, einem älteren Herren mit auffälligem Auto, gibt ihm Halt und eröffnet ihm neue Wege.

Mehr als alles ist Mein kleiner Orangenbaum ein Portrait dieser Freundschaft, wie Zezé dieser Freund das Leben gerettet hat – aber er berichtet auch von der Hilflosigkeit der Welt außen um Zezé herum: Wie die Eltern verzweifeln und sich bemühen, der schlagende Vater, die leidende Mutter. Über weite Strecken wird der Film so zu einem intensiven Psychogramm – und dank toller Schauspieler, allen voran José de Abreu als Portugâ, transportieren manche Szenen ohne große Worte herzzerreißende Wahrheiten.

Der Film basiert auf der gleichnamigen (O Meu Pé de Laranja Lima) und teilweise fiktionalen Autobiographie von José Mauro de Vasconcelos; er leidet dann im Abgang allein darunter, dass sein Finale deutlich zu rasch und schmalzig geraten ist; da scheint sich vieles doch zu melodramatisch-einfach aufzulösen, und das hinterläßt auch einen unguten Nachgeschmack.

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Mein kleiner Orangenbaum (Meu Pé de Laranja Lima), Brasilien 2012. Regie: Marcos Bernstein. 99 Minuten, FSK noch keine, Kinostart: noch keiner. (Vom Filmfest München empfohlen ab 10 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen.)

Filmfest München: Kopfüber (2012)

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Das Filmfest München (28. Juni-6. Juli 2013) wartet auch in diesem Jahr mit einer eigenen Sektion zum Kinderfilm auf – einige der Filme, die dort laufen, möchte ich hier in loser Folge gerne vorstellen.

Sascha (Marcel Hoffmann), 10 Jahre alt, muss jetzt auf die Förderschule; auch vergisst er schnell mal was, nimmt einfach Sachen mit, die ihm nicht gehören… Er macht, so nimmt man das erstmal war, wohl mutwillig Quatsch, aber auch nicht böswillig, ihm fehlt die Geduld auf etwas zu warten, und die Pause, die man bräuchte, um über das eigene Tun und seine Folgen nachzudenken. Bernd Sahlings Film macht es leicht, das erstmal auf die Lebensbedingungen zu schieben: Das Kind wohnt in einem gesichtslosen Neubau, die großen Geschwister sind keine Hilfe daheim – die Schwester raucht (bei ihr tauscht Sascha schon mal ein geklautes Feuerzeug gegen ein paar Zigaretten ein), der Bruder schwänzt seine Lehre; die Mutter (Inka Friedrich), alleinerziehend und berufstätig, steht dem hilflos gegenüber. „Filmfest München: Kopfüber (2012)“ weiterlesen

Filmfest München: Bekas (2012)

Bekas

Das Filmfest München (28. Juni-6. Juli 2013) wartet auch in diesem Jahr mit einer eigenen Sektion zum Kinderfilm auf – einige der Filme, die dort laufen, möchte ich hier in loser Folge gerne vorstellen.

Bekas erzählt eigentlich eine ganz einfache Geschichte von zwei Brüdern, Zana und Dana, die einander vertrauen, sich viel streiten, sich trennen und wieder zusammenfinden. Weil dies aber auf einer Reise geschieht, die zugleich ein wenig Flucht ist, im Irak der 1990er Jahre, wird daraus ein ganz und gar dramatischer Film in hellen Brauntönen. Hier wird immerzu geschlagen, werden die Kinder, die ohne Eltern aufwachsen, von einem Ort zum anderen vertrieben. „Filmfest München: Bekas (2012)“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: The Collection (2008)

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The Collection ist ein vierminütiger, etwas frecher kleiner Kurzfilm von Phillip Warner, der unter anderem 2009 in Annecy außer Konkurrenz zu sehen war. Ein paar Müllmänner haben hier ihre ganz eigene Vorstellung davon, was es heißt, den Müll wegzubringen. Und was eigentlich Müll ist. Außerdem macht sich der Film vielleicht ein kleines Bißchen über Müllmänner lustig.

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(via)

Filmfest München: Kinderkurzfilme

Igel-und-die-Stadt

Das Filmfest München (28. Juni-6. Juli 2013) wartet auch in diesem Jahr mit einer eigenen Sektion zum Kinderfilm auf – einige der Filme, die dort laufen, möchte ich hier in loser Folge gerne vorstellen.

Wie so oft, sind die Kurzfilme im “Kinderprogramm” des Filmfests (hier als “Shorts For Kids 5 & Up” bezeichnet) oft eine Empfehlung wert. Nicht nur, weil sie in ihrer Länge meiner Meinung nach den meisten Kindern entgegenkommen, sondern auch, weil sich hier oft junge Regisseurinnen und Regisseure mit frischen Ideen ausprobieren. Und wenn das alles gelungen unter einen Hut passt, soll es mir sehr recht sein.

Als erstes fiel mir unter den Filmen der lettische Die Igel und die Stadt (Ezi un lielpilseta) ins Auge, bei dem zum Teil die gleichen Leute mitgewirkt haben wie bei Corrida, den ich kürzlich hier vorgestellt hatte. Der Film von Ēvalds Lācis lief auch schon auf der diesjährigen Berlinale; die schöne Stop-Motion-Animation verpackt eine etwas verquere Geschichte über Tiere, vor allem Igel, die ihren schönen Wald plötzlich zugunsten einer Betonstadt verschwunden sehen – und sich dann mit den Mitteln der Menschen dagegen wehren. „Filmfest München: Kinderkurzfilme“ weiterlesen