Alfie, der kleine Werwolf (2011)

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Als kleines Baby wurde Alfie seinen Eltern einfach vor die Tür gelegt – die adoptierten das Kind, das ihnen da zur Pflege angedient wurde, und bereiten jetzt seinen Geburtstag vor, den Alfie wird sieben Jahre alt. Pünktlich um Mitternacht aber, draußen scheint der Vollmond, geschieht etwas Seltsames – dem hellblonden Jungen wächst ein weißes Fell, spitze Ohren und eine sehr sensible Nase. Alfie ist ein Werwolf, aber so werden seine Adoptiveltern ihn doch nie akzeptieren? Nur sein Bruder Timmie ist begeistert – endlich ein richtiges Monster in der Familie!

Alfie, der kleine Werwolf ist, wenn man so will, eine Art Kindervariation auf Teen Wolf, in dem seinerzeit Michael J. Fox sich eines Nachts wölfisch verwandelt fand – und wie in dem jüngst als Fernsehserie modernisierten Teenagerfilm damals, mehr Coming-of-Age-Komödie als Monsterfilm, so wird auch hier dem Werwolf das eigentlich Schreckliche seines Daseins genommen. Sogar mehr noch: Harmloser als dieses überdimensionierte Plüschtier (denn so sieht Alfie als Werwolf aus) kann man schier nicht sein, sieht man von ein paar Ausflügen in den Hühnerstall der Nachbarin ab. Aber das Blut, das dabei fließt, bleibt weitgehend offscreen. „Alfie, der kleine Werwolf (2011)“ weiterlesen

Kurzfilm zum Wochenende: Tumbleweed Tango (2013)

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Ein kurzer, CGI-animierter Film des Regiekollektivs Hydra, in diesem Fall von Sam Stephens und Christopher Mauch angeführt, und produziert von humble.tv. Über einen kleinen Ballonhund in pieksiger Welt – und welch ein aufregender Tanz, und welche Rettung die Liebe sein kann.

Schönes Wochenende!

(via)

Das Haus der Krokodile (2012)

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Seltsam, diese ausgestopften Krokodile mit den leeren Augen. Und seltsam, dieses merkwürdige Haus, die Wohnung mit den ganzen alten Sachen, die Viktor (Kristo Ferkic) nicht anfassen soll… Alles ist im Übergang am Anfang von Das Haus der Krokodile, der Neuverfilmung einer Fernsehserie aus den 1970ern, die ihrerseits auf einer Erzählung von Helmut Ballott (amazon) beruht – und mittendrin sind die Kinder, Viktor und seine großen Schwestern Cora und Louise (Joanna und Vijessna Ferkic, auch im wirklichen Leben Geschwister des Hauptdarstellers) allein in diesem Haus, die Eltern müssen verreisen, man sieht sie nur für wenige Momente überhaupt im Film.

Stattdessen interessiert sich Viktor mehr und mehr für Cäcilie, die in der gleichen Wohnung lebte und als junges Mädchen im Haus ums Leben kam; er findet ihr gemaltes Tagebuch und hangelt sich an den von ihr dort gegebenen Hinweisen vor zu einem Geheimnis, von dem er glaubt, dass sie es gehütet habe — und dann sieht er auch noch einen Einbrecher in der Wohnung, der kommt und geht, ohne Türen zu öffnen, und natürlich glauben ihm die älteren Geschwister ebensowenig wie die im Haus wohnenden Erwachsenen, die sowieso recht seltsam sind: die grimmige Frau Debisch (Gudrun Ritter) mit ihrem etwas peinlichen erwachsenen Sohn Friedrich (Christoph Maria Herbst) sowie der Untermieter Strichninsky (Waldemar Kobus), der sich mehr als merkwürdig verhält… „Das Haus der Krokodile (2012)“ weiterlesen

Herr Heuschreck und seine anthropomorphen Freunde

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Der Mensch in Tiergestalt, das Tier mit menschlichem Antlitz, Geist und Willen, sprechend noch dazu – das mag es vorher schon ein wenig gegeben haben, in Zeichnungen und Cartoons, zur Konstante unseres kulturellen Outputs ist es aber doch erst so richtig durch den Film geworden, genauer: den Animationsfilm. Und dann war es, als es endlich mal den Tonfilm gab, immer noch ein weiter Weg von Steamboat Willie zu Rango, vom ersten Auftritt von Micky Maus bis hin zu den ironischen Westernabenteuern dieses seltsamen Chamäleons.

Nimmt man diese beiden Filme in den Blick, erscheint es vielleicht ein wenig ungewöhnlich, dass anthropomorphe Tiere erst einmal automatisch dem Kinderfilm zugeordnet werden. Dabei waren – einen dezidierten “Kinderfilm” gab es ja lange gar nicht – die Trickfilme auch und vor allem für Erwachsene gedacht. Ein schönes Beispiel dafür ist Hoppity kommt zurück (früher auch als Herr Heuschreck geht in die Stadt bekannt, im Original: Mr. Bug Goes to Town), ein ästhetisch einigermaßen possierlicher Film von 1941.

Weiterlesen: Meine ganze Kinderfilm-Kolumne Sitzplatzerhöhung hier bei kino-zeit.de.

Hoppity kommt zurück ist gerade frisch in der Cartoon Classics Edition neu erschienen (amazon). (Foto: Universum Film)

Kurzfilm zum Wochenende: Mungge – Nicht schon wieder! (2010)

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Ein kurzer Film von Claudia Röthlin, Adrian Flückiger, Irmgard Walthert – aus gegebenem Anlass mal etwas im Zungenschlag der Schweizer_innen (immerhin mit englischen Untertiteln) -, entstanden an der Hochschule Luzern. Eine Schlafwandlerin bringt ihre Mitbewohner_innen ganz schön in Bewegung.

Schönes Wochenende!