Antboy (2013)

Natürlich gibt es einen Moment des tiefen Zweifels in diesem Film: Wenn der Held, von seinem Gegner übermannt und vor der Geliebten gedemütigt, in einer Zelle aus unüberwindbarem Glas steht und, den Kopf gesenkt, über sein Schicksal und seine Aufgabe nachsinnt. Kein Superheldenfilm seit Spider-Man und The Dark Knight kann mehr dahinter zurück, und Antboy schenkt der Entwicklung und den Zweifeln seines Protagonisten eher noch mehr Raum.

Nur sind die anderen Superhelden keine schüchternen zwölfjährigen Jungen aus Middellund, zart verliebt in die Klassenkameradin Amanda… Pelle Nørhmann hat Riesenkräfte, kann Wände hochklettern und mit seinem Urin Vorhängeschlösser durchätzen. Was man halt eines Morgens kann, wenn man am Tag vorher von einer Ameise gebissen wurde, die Teil eines biologischen Experiments war.

Weiterlesen: Meine vollständige Kritik von Antboy bei kino-zeit.de.

ANTBOY – Deutscher Trailer

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Antboy, Dänemark 2013. Regie: Ask Hasselbalch, 77 Min. FSK 0. Kinostart: 27. März 2014.

(Fotos: MFA+)

Kinostart diese Woche (20. Februar 2014): Tarzan 3D

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Heute startet in den deutschen Kinos Tarzan 3D, eine u.a. mit Motion-Capture-Technik entstandene Animationsverfilmung des Klassikers von Edgar Rice Burroughs. Ich habe den Film vorab nicht sehen können, aber die Kolleg/innen waren von dem neuen Film eher nicht vorbehaltlos begeistert:

Dinosaurier, Wunder-Fauna, Mordor-Abklatsch – “Tarzan 3D” offenbart sich mit großer Geste als das, was der Film tatsächlich bloß ist: Eine reine Portfolio-Arbeit ohne Sinn und Verstand, die laut sagt: “Schaut her, sowas können wir auch.”

Das merkt Thomas Groh im Perlentaucher an und subsumiert, der Film mache sich “im Großen und Ganzen ziemlich lächerlich”. Peter Osteried sieht auf gamona.de ein anspruchsloses junges Publikum als Zielgruppe des Films:

Die Geschichte ist dabei recht simpel gestrickt. Die Charakterisierung folgt einer klaren, undifferenzierten Schwarzweißzeichnung. Der Schurke ist so schurkisch, wie man sich das nur vorstellen kann. Auch das ist ein Indiz dafür, dass hier vor allem ein junges Publikum angesprochen werden soll.

Gabriele Summen schließlich hat für Radio Köln schöne Bilder, aber eine etwas unsichere Erzählung konstatiert:

Auch die 3D-Effekte können beeindrucken, was vor allem den Lianenschwing- und Meteoritenhagelteil des Films betrifft. Allerdings stört neben dem zu aufdringlich verwendeten Dolby-Atmos-Ton die Unentschiedenheit der Geschichte und ihre Erzählung.

(Foto: Constantin Film)

Berlinale 2014: Die geheime Mission (2013)

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Ehrlich gesagt käme ich ja nicht auf die Idee, Veranstaltungen vom Schlage DSDS und Konsorten als Ort der Kulturenverständigung zu sehen – aber es ist genau dieser Ansatz, den anhand einer (sehr menschenfreundlichen) Castingshow der dänische Kinderfilm MGP Missionen verfolgt.

Sawsan und ihre Eltern sind in Kopenhagen geboren, „aber meine Familie kommt aus der Türkei“, erklärt sie ihrem neuen Klassenkamerad Karl, als sie sich in der Schule für einen Fragebogen gegenseitig nach ihrer Herkunft ausquetschen sollen. Karl kommt aus Hvide Sande, einem kleinen Fischerdorf in Jütland. Da isst man, erklärt er Sawsan, vor allem Fisch und nochmals Fisch. Kurz darauf stellen sie eher widerwillig fest, dass sie beide selbst Musik machen – und freunden sich dann an. Sawsans Vater, ganz Traditionen der Heimat seiner Mutter verpflichtet, sieht das jedoch gar nicht gern und verbietet seiner Tochter den Kontakt mit Karl. „Berlinale 2014: Die geheime Mission (2013)“ weiterlesen

Kinostart diese Woche (16. Januar 2014): Fünf Freunde 3

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Heute startet Fünf Freunde 3 in den deutschen Kinos; wie in meiner Kritik nachzulesen ist, hat er mir nicht besonders gut gefallen. Die Kollegen anderer Medien sahen das gelegentlich auch anders. „Kinostart diese Woche (16. Januar 2014): Fünf Freunde 3“ weiterlesen

Fünf Freunde 3 (2014)

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Natürlich ist es der falsche Zugang, von Fünf Freunde-Filmen Filmkunst intellektueller Art zu erwarten – aber solide Abenteuergeschichten möchte man, bei allen möglichen Schwächen der Vorlagen von Enid Blyton, dann vielleicht doch sehen, zumal sich insbesondere der dritte Film dezidiert nur an Motiven der Kinderbuchreihe orientiert. Denn die Freunde Julian, Dick, Anne und George (nebst Timmy, dem Hund, natürlich) verschlägt es diesmal auf eine thailändische Ferieninsel – so weit weg von zuhause waren die Buchfiguren meines Wissens nie.

Während der Superwissenschaftler Onkel Quentin dort an einer Möglichkeit forscht, Treibhausgase zu verflüssigen (oder so etwas ähnliches, das wird nie ganz klar), stoßen die Protagonisten zufällig auf das Wrack eines Piratenschiffs, auf dem ein alter „Kompass“ aus unerfindlichen (und egalen) Gründen in Richtung des vom Piraten versteckten Schatzes zeigt, der glücklicherweise auf einem Eiland in unmittelbarer Nähe zu finden sein wird. „Fünf Freunde 3 (2014)“ weiterlesen