Filmkritiken

Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005)

Auch in diesem Jahr bespreche ich im Oktober jeden Mittwoch bis Halloween einen Gruselfilm für Kinder – weitere Vorschläge werden gerne angenommen! #horrorctober

Jedes Jahr um diese Zeit wird auf dem Gut der Familie Tottington – derzeitige Hausherrin: Lady Campanula – der große Wettbewerb um das größt-gewachsene Gemüse der Region durchgeführt. Es ist eine durch und durch englische Angelegenheit mit Jahrmarkt drumherum, stolzen Gartenbesitzer_innen und einer immer in unmittelbarer Nähe lauernden Gefahr: Kaninchen!

Während Lady Campanulas Verehrer (oder eher: Verehrer ihres Vermögens) Victor Quartermaine zur Beseitigung dieses Problems das gute alte Schießgewehr vorschlägt, haben sich Wallace und sein so kluger wie gelassener und resignierter Hund Gromit des Problems von einer anderen Seite genähert. Sie bringen Alarmanlagen an und saugen die niedlichen Nager per Riesenstaubsauger in ihren Transporter. Anschließend bringen sie sie zu sich nach Hause und lagern sie im Keller ihres Hauses in einer Kaninchen-Sicherungsanlage… bis irgendwann ein Riesenkaninchen die Stadt unsicher macht, das womöglich aus ihrem Keller entkommen ist.

Wer bei der Anlage im Keller von Wallaces und Gromits Haus schon Assoziationen an das Geister-Wegsperrsystem in Ghostbusters bekommt, liegt sicher nicht falsch und erwischt schon eine von zahlreichen Filmanspielungen, die Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen durchziehen – von King Kong bis Frankenstein, und dann gibt es noch einen freundlichen Gruß an die Peanuts und Snoopys Luftkampf gegen den Roten Baron.

Nicht jedes Kind verträgt Horror- oder Gruselfilme wirklich gut. Ich empfehle dringend: Film vorher selbst anschauen, aufs eigene Kind gucken und überlegen: Hält es das aus? Vielleicht besser im Hellen schauen als im Dunkeln? Lieber doch mit etwas ganz und gar Harmlosem einsteigen?

Der deutsche Verleihtitel pflügt freilich ein wenig den freundlich-gruseligen Grundton unter, der im englischen Original schon im Untertitel The Curse of the Were-Rabbit gesetzt wird.

Richtig beängstigend wird es freilich nie, dafür sorgt schon allein die bewährt freundliche (und herzzerreißend schöne) Animationstechnik aus dem Hause Aardman, aber natürlich auch der über 84 Minuten konstant hoch gehaltene Komiklevel: Wortspiele sind überall (richtig gut funktionieren die meisten allerdings nur im Englischen), Wallaces Erfindungen gehen immer wieder (gerne spektakulär) schief, und zwischendrin passiert entweder begeisternder Blödsinn oder richtig cleverer visueller Humor allererster Güte.

Es dürfte im Übrigen kaum ein niedlicheres Monster in der Filmgeschichte geben als das Riesenkaninchen aus dem Titel. Mehr soll hier noch nicht verraten sein.

Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (Wallace & Gromit: The Curse of the Were-Rabbit). Großbritannien 2005. Regie: Nick Park, Steve Box, 84 Minuten. FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 13. Oktober 2005. (Bestellen bei amazon.de)

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(Fotos: United International Pictures GmbH)

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