Kleine Kinder, das wissen Eltern aus leidvoller Erfahrung, betreten die Welt als völlig hemmungslose Egoisten – schließlich muss den Eltern ja erstmal rücksichtslos klargemacht werden, was man genau will. Freundlichkeit, Rücksichtnahme und Nächstenliebe – das kommt alles erst später, da hat ein Kind so einiges zu lernen. Die Kinderbuchfigur Rabe Socke verkörpert nun genau diese unbedarfte Art des Egoismus, der immerzu (und wie im echten Leben immer wieder) im Zaum gehalten werden muss.
Der kleine Rabe Socke 2 – Das große Rennen, der zweite Kinofilm (hier meine Kritik zum ersten) über den Raben und seine Freunde, kommt sehr schnell zur Sache: Es ist Erntezeit und alle im Wald helfen fleißig mit – außer natürlich dem kleinen Raben. Der fährt nämlich lieber imaginäre Autorennen, aus denen er jedes Mal als „Waldmeister“ siegreich hervorgeht. Aber Socke ist – wie die meisten Kinder – ein unschuldiger Egoist, der niemals Böses will. Als die gesamten Wintervorräte der Waldtiere versehentlich im Fluss landen, möchte er wirklich helfen: Er nimmt an einem Autorennen teil, bei dem es genug Geld zu gewinnen gibt, um neues Essen für alle zu kaufen.
Der kleine Rabe Socke 2, seit gestern in den Kinos, ist an diesem Wochenende mein Familienfilmtipp bei filmstarts.de.
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Der kleine Rabe Socke 2: Das große Rennen, Deutschland 2015. Regie: Ute von Münchow-Pohl und Sandor Jesse, 73 Min. FSK 0, empfohlen ab 5 Jahren. Kinostart: 20. August 2015.
(Fotos: Universum Film)
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