Poi E: The Story of Our Song (2016)

Es kommt immer wieder vor, dass ich jammern möchte, dass ein großartiger Film gewissermaßen im Programm der Berlinale Generation “versteckt” wird, aber das tut der Sache ja in mindestens zweierlei Hinsicht Unrecht: Zum einen, weil das Programm der Generation in der Regel für sich großartig ist und deshalb selbstverständlich Filme beinhaltet, die nicht nur “als” Kinder- und Jugendfilme Aufmerksamkeit bekommen sollten (und klar, es gibt Ausnahmen). Zum anderen, weil ich dankbar sein sollte, dass so sehenswerte Filme auf diese Weise ein Publikum finden, das für ihre Themen und Inhalte womöglich besonders empfänglich sind.

berlinale_logo Ich kannte die Geschichte von “Poi E”, dem neuseeländischen Hitsong aus den 1980er Jahren, überhaupt nicht (und sicher nicht nur, weil ich damals selbst noch Kind war). In der Art und Weise, wie Tearepa Kahi diese Geschichte erzählt, berührt sie noch einmal besonders: Aufgehängt an Lebensgeschichten, an geteilten Erfahrungen der Maori, an schließlich das Glück weniger von Erfolg als mehr von Anerkennung und Sichtbarkeit. Das ist wunderbar und großartig und doch bescheiden zugleich.

In allen Details habe ich das für das Berlinale-Blog von kino-zeit.de aufgeschrieben.

Und jetzt sollten wir alle dringend den Song im Original-Video anschauen:

Poi E – Patea Maori Club

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(Foto: Sony)

Kurzfilm: Die Abenteuer von Rosetta und Philae (2016)

Zwischen den Jahren waren wir im Berliner Naturkundemuseum, wo derzeit nicht nur ein T-Rex zu sehen ist, sondern auch eine kleine Ausstellung zu Kometen sich vor allem auf die Raumsonden Rosetta und ihr Landemodul Philae konzentriert. Die ESA selbst hat die Reise der Sonde zum Komet 67/P – auch als Tschurjumow-Gerassimenko bekannt – nun in einer kindertauglichen Animation aufbereiten lassen, die zwar nicht ganz und gar gelungen ist, aber doch einen ganz hübschen Ausblick in die Weite des Universums gibt – mit 25 Minuten etwas länger, als die Filme, die ich sonst hier vorstelle, aber es gibt ja auch einiges zu erzählen (via). Mehr Infos zum Beispiel hier bei der ESA.

The amazing adventures of Rosetta and Philae (German)

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Schönes Wochenende!

GEOlino-Reportagen, Vol. 1-3 (2004-2013)

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Kinder sind, wenn man sie lässt und intellektuell füttert, von Natur aus neugierig, geradezu wissbegierig. (Die unseren lassen sich gelegentlich – zwischen den ganzen spannenden Geschichten – zum Einschlafen aus Lexika vorlesen, erst gestern waren die Worte „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“ aus dem Kinderzimmer zu hören.) Insofern sind gut gemachte Dokumentarfilme eigentlich perfekt für hungrige Kinder – tiefe Einblicke in fremde Welten gibt es so in großer audiovisueller Pracht. Allein die übliche Spielfilmlänge dürfte in den meisten Fällen ein Problem sein.

In diese Lücke treten die kleinen, auf arte ausgestrahlten GEOlino-Reportagen, die auf derzeit drei DVDs versammelt sind. Knappe fünfzehn Minuten dauert da jede einzelne Folge, fast schon ein bisschen kurz, danach verlangen Kinder noch leicht nach mehr, aber die Themen treffen dafür genau ins Kinderhirn: Wie gehen Kinder in der nordrussischen Provinz zur Schule? Was passiert im Kinderparlament von Rajasthan? Wie geht das, wenn in Indien jeden Tag das größte Schulessen der Welt zubereitet wird? „GEOlino-Reportagen, Vol. 1-3 (2004-2013)“ weiterlesen

Verlosung: GEOlino-Reportagen

Ein schönes Format für Kinderreportagen: Die GEOlino-Reportagen, von denen die ersten 3 DVDs am 10. April erscheinen, bieten jeweils fünfzehnminütige Einblicke in das Leben von Kindern und gelegentlich auch Erwachsenen, sehr oft aber: Tieren auf der ganzen Welt. (Zum Beispiel sind dabei auch die minensuchenden Riesenratten zu sehen, von denen das Bild oben eine zeigt.)

Auf den Spuren der großen Schwester „360° – GEO Reportage“ zeigt die „GEOlino Reportage“ außergewöhnliche Kinder und deren Schicksale: Ein Bauernmädchen aus Rajasthan wird Ministerin in einem Kinderparlament und lernt so Demokratie. Simón, ein junger Indianer aus dem bolivianischen Dschungel, geht mit seinem Dorforchester auf große Konzertreise. Ein kolumbianischer Junge lebt an der berüchtigten, steilen und kurvigen Pass-Straße „Linea 5“. Dort hilft er liegengebliebenen Lastwagen – und träumt von seinem eigenen Karren. Die Zeitschrift GEOlino, das Wissensmagazin für neugierige Jungen und Mädchen zwischen 8 und 14 Jahren, zeigt und erklärt die Welt: vom Zellkern bis zum Urknall, von Indianerkindern im Dschungel Amazoniens bis zu Polarforschern im ewigen Eis der Antarktis.

GEOlinoReportageVol1_DVD-D-1 GEOlinoReportageVol2_DVD-D-1 GEOlinoReportageVol3_DVD-D-1Mit der freundlichen Unterstützung des Verleihs Studiocanal kann ich hier im Blog insgesamt drei Sets mit jeweils allen drei DVDs (Vol. 1-3) der Reportagen verlosen.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müßt Ihr nur hier im Formular Eure Daten eingeben und eine Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich 9. April 2014. Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Haushalt!
„Verlosung: GEOlino-Reportagen“ weiterlesen

Kinostart diese Woche (5. Dezember 2013): Auf dem Weg zur Schule

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Diese Woche startet mit Auf dem Weg zur Schule ein Dokumentarfilm über und (auch) für Kinder in den Kinos. Hier eine kurze Presseschau, was die Kolleg_innen zu dem Film denken: „Kinostart diese Woche (5. Dezember 2013): Auf dem Weg zur Schule“ weiterlesen

Die Familie mit den Schlittenhunden (2013)

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Es gibt seit einiger Zeit eine Bewegung hin zu Dokumentarfilmen, der sich zwar nicht ausschließlich, aber ausdrücklich auch an Kinder und Jugendliche richtet; im Zusammenhang mit der generellen Wiederbelebung, die das Dokumentarische erfahren hat, ist das nur eine konsequente Entwicklung. Wenn die Filme sich an Kinder richten, so geht es oft genug um das Leben von Kindern in anderen Kulturen oder Kontexten – das ist zwar vielleicht ein etwas einfache Perspektive, aber sie ist deshalb weder schlicht noch langweilig. Stattdessen versucht sie oft etwas zu schaffen, was man dem Dokumentarischen auch als ethische Grundlage einschreiben möchte: Den Blick zu weiten auf die Größe und Verschiedenheit unserer Welt, und ihn zugleich darauf zu fokussieren, was uns ähnlich macht.

Am besten gelingt das ganz ohne solchen Pathos, nämlich in den kleinen Geschichten des Alltags. Die Familie mit den Schlittenhunden erzählt deshalb von einer vierköpfigen Familie, deren herausstechende Besonderheit eigentlich nur ist, dass sie zwanzig Kilometer von ihren nächsten Nachbarn und noch wesentlich weiter von der nächsten Siedlung entfernt im kanadischen Norden lebt. „Die Familie mit den Schlittenhunden (2013)“ weiterlesen