Filmkritiken

Die Chaosschwestern und Pinguin Paul (2024)

Foto: DCM, Martin Valentin Menke

Tiere sind im Kinderfilm eine sichere Bank. Pinguine drängen sich als Protagonist:innen dabei allerdings nicht unbedingt auf; sie sind zwar possierlich und charmant, aber es fehlt ihnen die Niedlichkeit von Kätzchen, Welpen oder Spitzmäusen. Die Chaosschwestern und Pinguin Paul versucht es dennoch und kann dabei auf die bekannte Vorlage von Dagmar H. Mueller bauen. Der titelgebende Paul watschelt sich dabei erfolgreich in die Herzen des Publikums, zumal er zumeist von einem echten Pinguin namens Chester verkörpert wird. Nur gelegentlich wurde Chester von anderen Pinguinen oder in etwas actionreicheren Sequenzen durch ein digitales Double ersetzt.

Vermutlich gilt das auch für die kurzen Tanzsequenzen. Denn der tanzende Pinguin, der aus einem Zirkus in den Tierpark übernommen wurde, setzt die Handlung des Films erst in Gang. Das mittelmäßig erfolgreiche Magie-Duo Mary und Marc möchte mit ihm in Las Vegas eine Zaubershow starten; Marcs Bruder Bernd arbeitet praktischerweise als Tierpfleger. Weil die drei keine besonders klugen Kriminellen sind, entkommt ihnen Paul und findet bei den vier „Chaosschwestern“ Unterschlupf: der patenten Livi, Möchtegern-Influencerin Tessa , Malea und der kleinen Kenny, die ihren imaginären Silberfisch Sashimi ständig bei sich trägt und gelegentlich auch um Rat fragt.

Die vier liegen eigentlich im Dauerclinch miteinander, was nicht weniger wird, wenn es darum geht, den Pinguin zu retten; Paul wird nämlich von dem Duo erneut gegriffen, wieder befreit, erneut eingefangen, und so geht es eine Weile hin und her, samt Verfolgungsjagd mit Fahrrädern, dramatischen Momenten in einem Kühlhaus und einem Showdown an Bord eines Kreuzfahrtschiffs.

Ein Action-Abenteuer also mit etwas vorhersehbarer Geschwister-Findung: Warum Die Chaosschwestern und Pinguin Paul dennoch nicht völlig schwächelt, habe ich in meiner ausführlichen Filmkritik für den Filmdienst aufgeschrieben.

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Die Chaosschwestern und Pinguin Paul. Deutschland/Österreich/Italien 2024. Regie: Mike Marzuk, 66 Min. FSK 0, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 25. Januar 2024.

(Foto: DCM, Martin Valentin Menke)

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