Buddy – Der Weihnachtself (2003)

In diesem Jahr stelle ich von jetzt bis in die Adventszeit hinein jeden Sonntag einen Weihnachtsfilm für Kinder vor.

Buddy ist wirklich eher aus Versehen am Nordpol gelandet: Als der Weihnachtsmann seine Runde machte, ist er im Waisenhaus in den Sack mit den Geschenken hineingekrabbelt. Da die Elfen ihn schlecht zurückschicken konnten, hat Papa Elf (Bob Newhart) ihn stattdessen adoptiert und großgezogen. 30 Jahre später bemüht sich Buddy redlich, so fleißig zu sein wie die anderen Elfen, aber es fehlt ihm doch an Geschicklichkeit, wenn auch wirklich nicht an Fröhlichkeit.

Obwohl er allerdings doppelt so groß ist wie alle Elfen um ihn herum, hat Buddy (Will Ferrell) noch nicht begriffen, dass er eigentlich ein Mensch ist – die Offenbarung kommt als Schock. Da seine Mutter kurz nach der Geburt gestorben ist, macht er sich dann auf nach New York, um seinen Vater zu suchen, der allerdings nichts von seiner Existenz weiß. Walter Hobbes (James Caan) ist in einem großen Verlag zuständig für Kinderbücher, er interessiert sich aber weder für seine Familie noch für Fröhlichkeit, sondern für Geld und Arbeit – Santa Claus führt ihn auf der „Schwarzen Liste“ für jene, die jedenfalls keine Geschenke bekommen. „Buddy – Der Weihnachtself (2003)“ weiterlesen

Die Muppets-Weihnachtsgeschichte (1992)

In diesem Jahr stelle ich von jetzt bis in die Adventszeit hinein jeden Sonntag einen Weihnachtsfilm für Kinder vor.

Ein Film am goldenen Schnittpunkt: Ein wunderbarer Muppets-Film, der beste, schönste und tiefgründigste vielleicht, mit wunderschönen Liedern, Emotion und reichlich Gonzo; und zugleich eine ganz bezaubernde Verfilmung von Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte, A Christmas Carol von 1843 – ernsthaft und echt nah am Text, zugleich frei flirrend davon abweichend – nicht nur, weil es um Muppets geht, sondern auch weil der Film ganz modern eine Meta-Perspektive einnimmt und das Thema zwar ernst nehmen will, sich selbst dann aber doch nicht zu sehr.

Das verhindert allzu große Kitschigkeit, auch den ganz großen Topf Schmalz; ein wenig Gefühlsglitter gibt es natürlich doch, aber Miss Piggy sorgt schon dafür, dass das nicht überhand nimmt. Und weil sich das wunderbar zusammenfügt – mit einem wunderbaren Michael Caine in der Hauptrolle als kaltherziger Geldverleiher Ebenezer Scrooge –, ist Die Muppets-Weihnachtsgeschichte mein allerliebster Weihnachtsfilm. „Die Muppets-Weihnachtsgeschichte (1992)“ weiterlesen

Weihnachtsgeschenke gesucht? Die schönsten Kinderfilme 2019

Wie jedes Jahr möchte ich auch 2019 ein paar Vorschläge machen, welche kindertauglichen Filme Ihr als DVDs oder Blu-rays heuer unter den Weihnachtsbaum legen könntet – oder erwerben könntet, um die Vorweihnachtszeit und die Feiertage damit zu verschönern. Alle Filme, die ich hier vorstelle, sind seit dem vergangenen Weihnachtsfest erstmals (zumindest in dieser Form) erschienen, so dass sich mit meinen Empfehlungen und Vorschlägen aus den vergangenen Jahren (2013, 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018) keine Überschneidungen ergeben. Aber die Empfehlungen der letzten Jahre gelten natürlich immer noch – das sind alles wunderbare Weihnachtsgeschenke, für Eure Kinder oder für Euch.

Die Filme sind grob nach Altersempfehlung sortiert, sehenswert sind sie alle. Meine besonderen Empfehlungen habe ich zusätzlich mit einem Stern 1478400241_star_gold markiert. Wie immer gilt: Die Links zu amazon sind Affiliate-Links, falls Ihr die Filme über diese Links bestellt, helft Ihr mir also, meine Arbeit am Kinderfilmblog fortzusetzen.

Über Ergänzungen und Hinweise in den Kommentaren freue ich mich natürlich sehr – welche Kinderfilme wollt Ihr in diesem Jahr unbedingt verschenken? „Weihnachtsgeschenke gesucht? Die schönsten Kinderfilme 2019“ weiterlesen

Petterson und Findus: Das schönste Weihnachten überhaupt (2016)

In diesem Jahr stelle ich von jetzt bis in die Adventszeit hinein jeden Sonntag einen Weihnachtsfilm für Kinder vor.

Draußen hört es gar nicht auf zu schneien, und so schön weiß das alles macht, Findus wird langsam nervös: Sie müssen doch noch einkaufen für das Weihnachtsessen, noch einen Weihnachtsbaum aus dem Wald holen und überhaupt! Der alte Petterson macht sich eigentlich keine Sorgen. Am nächsten Morgen scheint die Sonne, die beiden räumen erst einmal den traumhaft schönen Pulverschnee aus dem Eingang und ziehen dann mit dem Schlitten los.

Nur leider geht etwas schief: Beim Sammeln von Tannenzweige fällt Petterson unglücklich und rutscht dann auch noch mit dem Schlitten den Berg hinab – und am Ende kann er mit dem einen Fuß nicht mehr richtig laufen. Es wird später, es wird Abend und Nacht, und sie haben immer noch keinen Baum und kein Weihnachtsessen. Von den Nachbarn (insbesondere Max Herbrechter als Gustavsson und Marianne Sägebrecht als Beda Andersson) will Petterson sich aber nicht helfen lassen, während Findus immer enttäuschter wird: Er hatte sich doch schließlich das schönste Weihnachten überhaupt gewünscht! „Keinen Weihnachtsbaum,“ zählt er auf, „keine Milch, keine Pfefferkuchen, keine Sülze, keine Fleischbällchen…“ „Petterson und Findus: Das schönste Weihnachten überhaupt (2016)“ weiterlesen

Weihnachtsfilme für Kinder: Nicht nur Santa Claus

Ich mag es ja, mich auch mit Filmen auf bestimmte Jahreszeiten und Festivitäten einzustimmen, das ist im Oktober zu Halloween so gewesen, das ist natürlich auch zu Weihnachten so; und dass ich damit nicht allein bin, zeigt sich ziemlich offensichtlich daran, mit welch milder Freudenhysterie alljährlich die Sendetermine für Drei Haselnüsse für Aschenbrödel durch die sozialen Medien gehen. Und welche Weihnachtsfilme für Kinder gibt es da?

Grundsätzlich sind natürlich die meisten Weihnachtsfilme (eigentlich müssten sie Adventsfilme heißen, weil man sie – oder bin das nur ich? – ja eher vor dem Fest zur Einstimmung schaut) für Kinder geeignet, auch weil sie schon als Familienfilme konzipiert sind. Natürlich gibt es Filme, die wie Stirb Langsam (Die Hard) aus verschiedenen Gründen zu Weihnachtstraditionen geworden sind, aber nicht unbedingt Besinnlichkeit und Nächstenliebe transportieren, und natürlich jene Horrorstreifen, die das Fest in ganz andere Rottöne tauchen (Rare Exports oder Black Christmas seien beispielhaft genannt; eine Abwandlung von Knecht Ruprecht eignet sich auch immer sehr gut als finsteres Monstrum).

Aber das sind ja die Ausnahmen. Vermeiden sollte man allerdings vielleicht noch das Gros der schmalzigen, immergleiche heteronormativen Romantischen Komödien, dass sich in grün und rot auf den Streaming-Plattformen tummelt und gegen die Tatsächlich… Liebe (Love, actually, einer meiner guilty-pleasure-Filme) wirkt wie ein aufgeklärter Kommentar über den Status Quo der Liebe im Kapitalismus. „Weihnachtsfilme für Kinder: Nicht nur Santa Claus“ weiterlesen

Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe (2018)

Es gibt kein Vertun: Diese hierzulande viel zu wenig bekannte Profession ist voller Entbehrungen. Die Weihnachtshexe hat nicht nur tagsüber einem normalen Beruf als Lehrerin nachzugehen, wenn ihr nachts zwischen Mitternacht und sechs Uhr in der Früh die lange Nase gewachsen, die Finger vom Alter verkrümmt sind, kommt sie auch nicht zur Ruhe, muss Geschenke einpacken, Wunschzettel lesen und vieles mehr.

Logo des Schlingel-Filmfestivals Paola bei Tag, Befana bei Nacht: Mit einem solchen Arbeitspensum hat man es auch in einem italienischen Bergdorf nicht leicht, doch dann wird die Weihnachtshexe (Paola Cortellesi) auch noch entführt. Denn der Erfinder und Spielzeugmagnat Mr. Johnny (Stefano Fresi) will sich an ihr rächen, weil sie als Kind einst sein Geschenk vergessen hatte. Und vor allem will er mit seinen Spielzeugen ihren Platz einnehmen und künftig den Kindern am 6. Januar die Geschenke bringen!

Der italienische Weihnachtsfilm Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe legt recht stark los und schwächelt dann in Dramaturgie und Inszenierung doch gewaltig; meine ausführliche Kritik gibt es auf kino-zeit.de.

Unsere Lehrerin, die Weihnachtshexe (La Befana vien di notte). Italien 2018. Regie: Michele Soavi, 98 Min. FSK 6, empfohlen ab 11 Jahren. Kinostart: 7. November 2019.

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(Foto: Little Dream Entertainment)