Kurz vorm 4. Advent: Streams für’s Fest

Ich muss gestehen – und für einen Cinephilen ist diese Haltung aus verschiedenen Gründen sehr ambivalent -, dass die legalen Online-Streaming-Dienste ein Glücksfall waren. Stapel, Berge, Schlaraffenländer von Filmen “at my fingertips”, sofort verfügbar und – in vielen Fällen – dank Flatrate-Modellen auch extrem günstig. (Die Ambivalenz, für die, die fragen, kommt daher, dass zum einen sehr viele Filme – vor allem anspruchsvolle und vor allem etwas ältere bis alte – online nicht verfügbar sind, und zugleich Netflix und seine Nachahmer physische Videotheken, also gewissermaßen die Bibliotheken der Filmfreund_innen, jetzt schon praktisch ausgelöscht haben. Ein eigenes Thema für ein anderes Mal.)

In den zwei Jahren, seit Heiko Bielinski insgesamt acht verschiedene Flatrates verglichen und dabei den Fokus auf das Angebot an Kinder- und Familienfilmen gelegt hatte, haben sich zumindest die großen Plattformen auch deutlich um ihr Kinder- und Jugendangebot gekümmert und es beständig erweitert; allerdings sind natürlich auch die Preise gestiegen.

Für die Weihnachtsfeiertage habe ich eine kleine Auswahl schöner Kinderfilme aus dem Angebot der Streaming-Anbieter herausgesucht. Prinzipiell sind alle diese Filme digital verfügbar und damit insbesondere auf den großen Plattformen (iTunes, Google Play Store usw.) verfügbar. Meine Auswahl bezieht sich ausschließlich auf Filme, die aktuell in den Flatrate-Angeboten der jeweiligen Anbieter enthalten sind. (Diese können sich, das sollte man wissen, jederzeit ändern; drei Filme, die ich vor zwei Wochen bei meiner ersten Recherche hier eingetragen hatte, musste ich wieder streichen, weil sie inzwischen nicht mehr im Programm waren.)

Links zu amazon sind Affiliate-Links, d.h. bei Käufen über diese Links (oder z.B. Abschluss eines amazon Prime-Abos) werde ich mit einem kleinen Obulus entlohnt. Links auf den Filmtiteln führen zu meinen eigenen Besprechungen der jeweiligen Filme.

Die Großen: Amazon Prime und Netflix

Der Klassiker läuft zwar sowieso ungefähr achtmal über die Weihnachtszeit verteilt im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, aber Drei Haselnüsse für Aschenbrödel ist online auch jederzeit verfügbar (amazon Prime, Netflix). Vorstellen muss ich den Film vermutlich nicht, oder?

Der vielleicht beste Kinderfilm des abgelaufenen Jahres, Mein Leben als Zucchini, ist seit wenigen Tagen auf amazon Prime zu finden – wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn sich unbedingt unbedingt unbedingt ansehen. Ein pures Glück.

Schon für ganz kleine Kinder ab 5 Jahren geeignet ist Der kleine Rabe Socke (amazon Prime), von Jan Delay gesprochen, allzeit frech und immer ein bisschen zu selbstbewusst. Die eher traditionelle Trickfilmtechnik ist wunderbar, die Geschichte großartig, die Figuren auch für Erwachsene eine Freude.

Dass Netflix nun gerade zum Fest Paddington ins Programm genommen hat, hat sicherlich auch mit der viel gepriesenen Fortsetzung zu tun, die aktuell im Kino läuft. Aber der Film ist schlichtweg großartig und ein fast perfekter Weihnachtsfilm, den sollte man mit seinen Kindern gesehen haben (Netflix). Kleine Warnung: Es gibt ein paar Szenen, die auf sensible Seelen recht bedrohlich wirken. Am besten vorher mal anschauen und prüfen.

Disney-Filme gehören für viele fest zu den Ritualen rund ums Weihnachtsfest herum, und diese liegen wenn, dann (noch) immer bei Netflix. Die schönsten Filme, die dort aktuell zu finden sind:

Aber es gibt ja auch schöne Animationsfilme jenseits der Disney-Ästhetik; zwei sehr schöne für etwas ältere Kinder sind Der fantastische Mr Fox von Wes Anderson (amazon Prime; ab 10 Jahren) oder der großartige Coraline (amazon Prime), der allerdings ziemlich gruselig ist – nichts für Kinder unter 12 Jahren, eigentlich.

Außerdem großartig, animiert und ab 8 Jahren: The Lego Movie (amazon Prime, Netflix) und Drachenzähmen leicht gemacht (Netflix).

Darf es ein Superheldenabenteuer sein? Antboy (amazon Prime; ab 10) ist witzig, clever und gerade eben so den entscheidenden Schritt neben den Standardstories des Genres. Genauso wie der Gangsterfilm Little Gangster (Netflix; ab 9) eben nicht so ganz kriminell daherkommt.

(Das weitere Kinderfilm-Angebot: amazon Prime und Netflix.)

Zwei Kleine: Realeyz und Netzkino

Die kleine Plattform Realeyz hat ein wunderbares Angebot vor allem an unabhängigen Produktionen; leider sind bislang praktisch keine Kinderfilme dabei. Gloriose Ausnahme auf Realeyz ist der sehr seltsame, laute und eigensinnige Reuber (ab 8 Jahren).

Netzkino bietet ein werbefinanziertes Streamingangebot an; die Qualität der Filme dort ist generell, sagen wir: sehr durchwachsen, aber dafür gibt es einige der Filme nicht nur auf der Plattform selbst, sondern auch auf YouTube. Das betrifft auch die wirklich schönen Kinderfilme Der große Bär (Netzkino, YouTube) und vor allem Johan und der Federkönig (Netzkino, YouTube), eine subtile Meditation über Tod und Sterblichkeit.

Frohe Feiertage!

(Fotos: Polyband, MFA+, Universum Film)

3. Advent: Kinoempfehlungen zu Weihnachten

In einer Woche ist schon Heilig Abend – und vielleicht ist ja über die Feiertage mal Zeit, in Ruhe mit den Kindern ins Kino zu gehen. Wozu ich ja im Zweifelsfall raten würde: Ein Besuch in den weihnachtlichen Kindervorstellungen des örtlichen Programmkinos – wenn man denn eins hat. Die Leute dort wissen in den meisten Fällen sehr genau, was sie tun, es ist weder so teuer noch so stressig wie in den Großkinos, und gemütlicher, familiärer, weihnachtlicher ist es sowieso.

Leider habe ich die meisten der aktuellen Kinostarts noch nicht gesehen (außer Plötzlich Santa, von dem ich dringend abraten möchte), aber es gibt jedenfalls zwei klare Empfehlungen, bei denen man dem Vernehmen nach (und damit meine ich die Urteile der allermeisten Filmkritiker_innen) nicht viel falschmachen wird:

Paddington 2

Paddington ist wieder da: In der Fortsetzung des schon ziemlich großartigen Bärenfilms will der kleine Bär seiner Tante Lucy ein besonderes Geschenk machen – und landet darob, falsch des Diebstahls verdächtigt, im Knast. Die Kritiker_innen sind sich weitgehend einig: Nicht nur technisch perfekt gemacht und witzig erzählt, sondern auch eine berührende, aber nicht flache Geschichte. (Ab 8 Jahren; Trailer)

Coco

Der sehr geschätzte Alexander Matzkeit hat sich hier im Blog sehr deutlich über das Familienbild des neuen Pixar-Films aufgeregt; wenn man das (und die narrativen Schwächen, auf denen es beruht) auszuhalten bereit ist, gibt es aber sonst – so ist zu hören – ein farbenfrohes, lebensbejahendes Abenteuer zu sehen. (Ab 8 Jahren; Trailer)

Und sonst im Kino?

Leider habe ich bis auf Plötzlich Santa (Trailer) keinen der Filme gesehen – aber ein paar vage Einschätzungen kann ich doch abgeben, kondensiert aus den Reaktionen der Kolleg_innen:

  • Ferdinand – Geht STIERisch ab! ist wohl nett und nicht ganz dumm, aber auch nichts, was aus der Masse herausragt. (Ab 6 Jahren; Trailer)
  • Jumanji: Willkommen im Dschungel: Anscheinend solide erzähltes, sehr actionreiches und unterhaltsames Remake des Filmes von 1995 mit Robin Williams. Aber auch erst ab 12. (Trailer)
  • Bo und der Weihnachtsstern ist wahrscheinlich fürchterlich: Die Weihnachtsgeschichte aus Sicht des apokryphen Esels, in kreischendem Slapstick erzählt. Meine Arbeitshypothese: Braucht kein Mensch. (Ab 5 Jahren; Trailer)
  • Hexe Lilli rettet Weihnachten ebenso. (Ab 6 Jahren; Trailer)
  • Burg Schreckenstein 2: Ich habe noch überhaupt keine Meinung zu diesem Film. Der erste Film war weniger schlecht als befürchtet, aber das muss auch nichts heißen. (Ab 8 Jahren; Trailer)

Zu den zwei Filmen, die während der Ferien starten (Bamse – Der stärkste und liebste Bär der Welt und Die Dschungelhelden – Das große Kinoabenteuer) folgen hier in den nächsten Tagen noch Kritiken.

Viel Spaß im Kino!

1. Advent: Geschenkempfehlungen für Weihnachten

Der Dezember hat begonnen, die erste Kerze brennt – wer sich noch keine Gedanken über Geschenke gemacht hat, fängt jetzt vermutlich an. Für alle, die gerne Kinderfilme verschenken wollen, habe ich für alle Altersstufen von fünf bis zwölf jeweils einen Film ausgewählt, der in den letzten zwölf Monaten auf DVD bzw. Blu-ray erschienen ist. Das sind nicht unbedingt die allerbesten Kinderfilme des Jahres (obwohl, meiner Meinung nach eigentlich schon), aber jedenfalls eine Auswahl verdammt guter Filme.

Zum 2. Advent kommen dann noch ein paar weitere Vorschläge nebst ein paar Klassikern. Wer mag, findet natürlich weitere Ideen in meiner “ewigen” Filmtipp-Liste mit wirklich hervorragenden Filmen oder in der Liste von Kinderfilmen mit starken Mädchenfiguren, die ich vergangenes Jahr zusammengestellt hatte.

Filme zum Fest, best of 2017:

Molly Monster (ab 5)

Molly lebt mit ihren Eltern im Monsterland. Als sich ein neues Geschwisterchen ankündigt, bricht in der Familie freudiger Trubel aus: Das Ei wird Vater Popocatepetel auf der weit entfernten Eier-Insel ausbrüten. Molly soll mit ihren Onkel Alfredo und Santiago zuhause zurückbleiben. Doch als die Onkel gerade mal nicht aufpassen, begibt sich die mutige Monsterin auf eigene Faust zusammen mit Edison auf die Reise.

Die kleine Monsterdame mit dem starken Willen schafft den Übergang von der sehr kleinen Form (Sandmännchen et al.) mit Bravour; Molly Monster – Der Kinofilm (meine ausführliche Kritik) ist ein wirklich zauberhafter, phantasievoller, auch widerspenstiger Kinderfilm für sehr junge Filmfans. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Trolls (ab 6)

Poppy ist die Tochter des Königs der Trolle. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als böse Nachbarn einige Trolle entführen. Mit anderen Trollen macht sie sich auf die gefährliche Reise; Poppys Lebensfreude wird auf die Probe gestellt, und ausgerechnet der pessimistische Branch muss das Glück zurückbringen.

Ich dachte echt, Trolls wird so ein fades Beispiel dafür, wie aus Geldgier und einem uralten Spielzeug ein schrecklich plastikhafter Film entsteht – und musste mich dann sehr überraschen lassen. Trolls ist nicht nur flott erzählt, sondern weder emotional flach noch in seiner Handlung glatt und ohne Widerstände (ich habe das hier schon einmal ausführlicher aufgeschrieben). Und die Lieder, die machen wirklich Spaß. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Vaiana (ab 7)

Vaiana, die von Geburt an eine besondere Verbindung zum Meer in sich trägt macht sich mit dem legendären Halbgott Maui auf die Suche nach einer sagenumwobenen Insel. Auf ihrer faszinierenden Entdeckungsreise erleben sie sagenhafte Abenteuer, ergründen traumhafte Unterwasserwelten und erwecken alte Traditionen zu unerwartet neuem Leben…

Vaiana muss man eigentlich gar nicht weiter vorstellen – es war der Disney-Film (und -Hit) des vergangenen Weihnachtsfests – wahnsinnig unterhaltsam, wirklich spannend und lustig. Aber eben auch gar nicht so wenig ambivalent in seinem politischen Subtext. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Auf Augenhöhe (ab 8)

Der zehnjährige Michi lebt in einem Kinderheim. Eines Tages entdeckt er zufällig einen Brief seiner verstorbenen Mutter an einen gewissen Tom. Michi ist sich sicher: Dieser Unbekannte muss sein Vater sein! Doch die Überraschung ist groß, als er feststellt: Tom ist kleinwüchsig! Tom ist genauso geschockt von seiner unverhofften Vaterschaft. Als sich die beiden schließlich doch auf Augenhöhe begegnen, bringt ein unerwartetes Ereignis noch einmal alles durcheinander…

Eine Seltenheit im deutschen Kinderfilm: Ein Drama, das es sich erlaubt, witzig und traurig zugleich zu sein, das mit den Themen Kleinwüchsigkeit, Ausgrenzung und Elternschaft hantiert, ohne in flache Stereotype abzurutschen. Auf Augenhöhe (hier meine ausführliche Besprechung) wurde von der Initiative “Der besondere Kinderfilm” gefördert und ist der mit Abstand beste der drei Filme, die aus diesem Projekt bisher entstanden sind. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Mein Leben als Zucchini (ab 9)

Zucchini – so lautet der Spitzname eines neunjährigen Jungen, der nach dem Tod seiner Mutter ins Kinderheim muss. Dort wächst er fortan mit anderen Kindern auf und sucht seinen Platz in der Gesellschaft sucht. Das Zusammenleben ist nicht immer einfach, denn auch der freche Simon, die besorgte Béatrice, die schüchterne Alice, der etwas zerzauste Jujube und der verträumte Ahmed haben bereits viel erlebt.

Das ist vermutlich der schönste, berührendste, wunderbarste Animationsfilm des Jahres. Eine überschaubar große Geschichte, in der sich trotzdem Welten bewegen, in der der neunjährige Icare (genannt Zucchini) zuerst zur Vollwaise wird und dann ein neues Zuhause findet, vielleicht sogar ein wenig Glück… in traditioneller Animation wird das gezeigt, durch Figuren mit großen, ausdrucksstarken Augen. Selten waren Knetfiguren so lebendig. (Hier eine noch ausführlichere Lobpreisung.) Auch und gerade für Erwachsene ein Film, an dem man nicht vorbeigehen sollte. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Die rote Schildkröte (ab 10)

Ein Schiffbrüchiger strandet auf einer einsamen Insel. Er baut sich ein Floss, um von der Insel fortzukommen, wird jedoch jedes Mal von einer roten Schildkröte, die sein Holzgefährt zerstört, daran gehindert. Als die Schildkröte eines Tages an Land kommt, versucht der Mann, sie zu überwältigen, so dass seine Flucht endlich gelingen möge. Doch dann geschieht Eigenartiges…

Es fällt kein Wort: Die rote Schildkröte kommt praktisch ohne gesprochene Sprache aus. Die Geschichte von einem Schiffbrüchigen, der sich mit einer roten Schildkröte misst, und aus der Auseinandersetzung wird dann etwas ganz anderes – das ist wie eine große Parabel über das Leben und jedenfalls beglückend schön animiert. Für geduldigere Geister ab 10 Jahren eine Riesenbereicherung. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (ab 11)

Der Autor und Zauberzoologe Newt Scamander, dessen phantastische Abenteuer 70 Jahre vor Harry Potters erstem Hogwarts-Lehrjahr in New York beginnen, hat einen Koffer voller magischer Kreaturen dabei – darf sie aber eigentlich gar nicht mit sich herumtragen…

Harry Potter-Fans kennen den Film vermutlich eh schon; die Abenteuer von Newt Scamander in New York fungieren ja gewissermaßen als Vorgeschichte zu den Büchern (und Filmen) über den jungen Zauberlehrling. Der Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind mit seinem etwas ungelenken Titel funktioniert wunderbar als magischer Abenteuerfilm (siehe meine ausführliche Kritik), sondern zeichnet sich nicht zuletzt durch seinen Protagonisten aus, der – hurra! – so gar nicht dem Bild typischer Kinohelden entspricht. Und auch nicht den Bildern klassischer Männlichkeit. Er ist eher zart, sanftmütig, schüchtern und zurückhaltend. Eine große Freude! (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

Kubo – Der tapfere Samurai (ab 12)

Im Japan vor unserer Zeit: Der junge Kubo lebt in einer Stadt am Meer und kümmert sich um seine Mutter, seit sein Vater verstorben ist. Er lebt ein bescheidenes Dasein als Geschichtenerzähler; doch als er versehentlich einen Geist aus seiner Vergangenheit beschwört, stürmt dieser voller Zorn auf die Erde hinab, um eine uralte Blutrache zu vollstrecken.

Kubo ist im Vergleich zu Newt Scamander schon geradezu robust; allerdings muss der Junge eben auch erst noch lernen, dass Kampf nicht immer die beste Lösung ist. Der Film (aus den Laika-Studios, die z.B. auch für die Boxtrolls verantwortlich waren) ist gruselig und aufregend und spannend und berührend und zart und gelegentlich beängstigend; aber immer lebendig. Ein tolles Abenteuer, dessen phantasievolle Animationen eine Welt voller Zauberei entstehen lassen. (Jetzt bei amazon.de bestellen; Trailer)

(Wer sich für meine Weihnachtsempfehlungen der vergangenen Jahre interessiert, findet sie hier im Blog für 2016, 2015, 2014 und 2013.)

(Fotos: Polyband, Filmfest München, Warner Bros., Disney, Wild Bunch/Central, UIP, 20th Century Fox)

Plötzlich Santa! (2016)

Mitten im Wohnzimmer haben die beiden älteren Kinder von Tischler Andersen eine Schlinge ausgelegt. Sie wollen den angeblichen Weihnachtsmann – hinter dem sie sicher ihren Vater wissen – beim vorweihnachtlichen Ablegen von Süßigkeiten erwischen, und weil Andersen eher tollpatschig ist, löst er nicht nur die Falle aus, sondern schmeißt dabei auch noch den Weihnachtsbaum um.

Für seine Frau heißt das: Es ist Schluss mit den Weihnachtsmannspielchen! Seit seiner Kindheit ist Andersen geradezu besessen vom Fest, immer muss er sich gründlich als Weihnachtsmann verkleiden und im Jahr zuvor ist er deshalb während seinem großen Entree im Kamin des Hauses hängengeblieben. Dieses Jahr aber, verfügt sie streng, gibt es keinerlei Sperenzchen dieser Art, kein Verkleiden, nichts!

Das klingt eigentlich alles noch ganz nett, beschau- und weihnachtlich; warum ich den norwegischen Kinderfilm Plötzlich Santa! trotzdem überhaupt nicht leiden konnte, habe ich auf kino-zeit.de ausführlich begründet.

(Foto: Capelight/Central)

Weihnachten 2016: Ein paar TV-Vorschläge

Es gibt ja so einige Film, die sich fest mit Weihnachten verbunden haben, und natürlich sind sie alle auch dieses Jahr dann und wann und manchmal mehrfach (und manche eigentlich andauernd) über die Feiertage zu sehen: Sissi, Der kleine Lord und Drei Haselnüsse für Aschenbrödel ebenso wie Die Weihnachtsgans Auguste und Ist das Leben nicht schön? Von den unendlich vielen, meist unerträglichen Märchenverfilmungen zu schweigen.

Ich habe mal ein wenig übers Fernsehprogramm der nächsten Tage geschaut und ein paar Vorschläge zusammengetragen – manche sind auch eher für den Videorecorder geeignet (halb fünf, seit Ihr noch ganz bei Sinnen, ZDF und SAT.1?). KIKA macht es zur schönen Weihnachtstradition, die drei großartigen Knerten-Filme zu zeigen, und auch sonst sind ein paar übliche Verdächtige dabei… besondere Empfehlungen habe ich mit einem Sternchen 1478400241_star_gold markiert.

Vielleicht habt Ihr noch andere Vorschläge?

23. Dezember
19.30 KIKA – Die Legende vom Weihnachtsstern

24. Dezember
09.20 ZDF – 1478400241_star_gold Der Grüffelo
13.15 ZDF – Michel in der Suppenschüssel
14.45 RTL II – Das letzte Einhorn
17.40 Disney Channel – Bernard & Bianca – Die Mäusepolizei

25. Dezember
08.10 RTL II – Das letzte Einhorn
17.45 RTL II – Die Goonies
18.45 Disney Channel – Aristocats

26. Dezember
04.30 SAT.1 – Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft
04.35 ZDF – Der Grinch
09.50 RTL II – Die Goonies
20.15 RTL 1478400241_star_gold Die Eiskönigin (unser Podcast dazu)

27. Dezember
09.50 RTL 1478400241_star_gold Die Eiskönigin (unser Podcast dazu)

28. Dezember
10.00 KIKA – Ritter Trenk
15.00 KIKA – 1478400241_star_gold Mein Freund Knerten

29. Dezember
13.00 WDR – Der wunderbare Wiplala
15.00 KIKA – Knerten in der Klemme

30. Dezember
08.20 WDR – 1478400241_star_gold Der wunderbare Wiplala
15.00 KIKA – Knerten traut sich

31. Dezember
13.50 KIKA – 1478400241_star_gold Antboy – Der Biss der Ameise

1. Januar
20.15 Disney Channel – 1478400241_star_gold Mary Poppins

6. Januar
20.15 SAT.1 – 1478400241_star_gold Rico, Oskar und die Tieferschatten

(Foto: polyband)