Serien für kleine Kinder

Längere Filme (also jene mit sogenannter “Spielfilmlänge”) sind für kleinere Kinder ab drei Jahren noch nicht geeignet – oft, weil sie zu aufregend und zu komplex sind, aber auch, weil ihre Dauer die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder noch überfordert. Besser geeignet sind daher Serienformate mit kurzen Einzelepisoden, die bekannte Strukturen wiederholen und für die Kinder in nachvollziehbarer Form kurze Geschichten erzählen.

Herr Rpunkt hat vergangene Woche ein paar Serienempfehlungen für kleine Kinder zusammengetragen, die es auf Netflix und amazon Prime zu sehen gibt und die ich leider allesamt noch nicht kenne, obgleich mir Puffin Rock auch schon sehr ans Herz gelegt wurde.

Ich möchte die sehr schöne Liste durch meine eigenen, so angestaubten wie nach-wie-vor-frischen Empfehlungen ergänzen, deren Loblied ich hier zum Teil auch schon lange singe. (Für Filmempfehlungen wie immer hier entlang.) „Serien für kleine Kinder“ weiterlesen

Trudes Tier (2015)

Trudes Tier ist sauer. Die letzte Gurke will einfach nicht aus dem Glas raus, und dann, und dann… passiert noch mehr – und wenn das Tier wütend wird, muss es Dinge mit seiner Spucke festkleben: den Stuhl an die Wand, den Besen, den Blumentopf, eben einfach alles, was so rumsteht. Das hält und geht gar nicht mehr ab! Jedenfalls bis die Wut verraucht ist.

Das Tier ist groß, mit schwarzgrauem Fell und etwas zottelig. Es kommt von irgendwo her, wo man Dinge eben anders macht, aber von wo und warum, daran kann es sich nicht erinnern – und so lange darf es erst mal in Trudes Wohnung bleiben, auf den Kissen im Wohnzimmer.

Von diesem merkwürdigen, Dinge festklebenden Wesen erzählt die Serie Trudes Tier, deren Episoden seit April 2014 immer mal wieder in der Sendung mit der Maus zu sehen sind – und neun Folgen gibt es jetzt erstmals endlich auch auf DVD. Das ist ein Glück. Denn Trudes Tier gehört zum Charmantesten, was das deutsche Animationsschaffen in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat.

Warum diese kleine Trickserie mich so bezaubert hat, habe ich für meinen Familienfilmtipp auf filmstarts.de aufgeschrieben.

(Foto: Universum Film)

Kinderfilme auf dem ITFS 2014: Eine kleine Rückschau

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Alexander Matzkeit hat in seinem eigenen Blog und für kino-zeit.de ausführlich – mit Podcasts und Berichten – vom diesjährigen ITFS berichtet. Er hat sich freundlicherweise bereit erklärt, hier fürs Blog auch etwas über die Kinderfilme zu schreiben, die er dort sehen konnte. Vielen herzlichen Dank!

Ich habe (leider) noch keine eigenen Kinder, deswegen habe ich bei meinem Besuch des Internationalen Trickfilmfestivals Stuttgart (ITFS) nicht gezielt nach Kinderfilmen gesucht. Aber auf einem Festival für Animationsfilm kommt man natürlich an Filmen, die für Kinder geeignet sind oder gemacht wurden, nicht vorbei. Und für das Kinderfilmblog fasse ich meine Eindrücke gerne zusammen.

Fangen wir am Ende des Festivals an. Das magische Haus feierte am letzten Tag in Stuttgart seine Deutschlandpremiere, gute drei Wochen vor seinem regulären Kinostart am 22. Mai. Der belgische Regisseur Ben Stassen zeichnet auch für Werke wie Fly me to the Moon und Sammys Abenteuer verantwortlich. Einen ziemlich langweiligen Trailer hatte ich auch mal im Kino gesehen – meine Erwartungen waren also gering.

Erstaunlicherweise aber ist Das magische Haus richtig gut – auch wenn die Geschichte sehr einfach ist. Die Katze Thunder wird von ihren Eigentümern ausgesetzt und landet auf der Suche nach einem Schlafplatz im Haus eines netten, alten Bühnenzauberers, der Thunder (wenn auch gegen den Willen des Kaninchens Jack und der Maus Maggie) bei sich aufnimmt. Als der raffgierige Neffe des Zauberers auftaucht und das Haus seines Onkels verkaufen will, müssen sich die Tiere und allerlei lebendige mechanische Wesen, die der Zauberer erschaffen hat, zusammentun, um ihren Lebensraum zu retten. „Kinderfilme auf dem ITFS 2014: Eine kleine Rückschau“ weiterlesen