Kurzfilm zum Wochenende: Wunderbare Kreaturen (2016)

Ein kurzer Film, eine Meditation mehr, der belgischen Illustratorin und Regisseurin Perrine Pype über Figuren hinter Eis, im Wasser, über Monster hinter Träumen. Kleine Schreckmomente inklusive, in kühlen Farben als Kontrast zur gerade aufkommenden Wärme draußen vielleicht?

Schönes Wochenende!

Neu im Kino: 30. Mai 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer

Aus den Laika-Studios kamen schon so durchgängig großartige Filme wie Coraline, ParaNorman und Kubo – Der tapfere Samurai – nun tun sich in ihrem neuen Animationsfilm (FSK 0, empfohlen ab 9 Jahren) ein Bigfoot und ein Naturforscher zusammen, um die Yetis im Himalaya aufzusuchen. Das klingt vielversprechend, aber Matthias Hopf war underwhelmed:

Das Erzählte wird nicht berührender, nicht vielschichtiger und auch nicht mitreißender. Stattdessen arrangiert sich der Film mit seiner nichtssagenden Aneinanderreihung von Ereignissen, die allzu deutlich einer Moral folgen und nur in den seltensten Fällen die Lust verspüren, all die tollen Schauplätze zu erkunden.

Sein Kollege Frank Arnold sieht das – und stimmt da wohl mit den meisten Kolleg_innen überein – wesentlich positiver:

Der Film besticht durch visuellen Detailreichtum und sein gemessenes Tempo. Er bietet nebenbei einen kleinen Streifzug durch die Literatur- und Filmgeschichte, von »In 80 Tagen um die Welt« bis hin zu Frank Capras »Lost Horizon« und ein ansprechendes Buddy-Gespann

Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer| Offizieller HD Trailer 2| Deutsch German | (2019)

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Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft

Worum genau es in diesem japanischen Film (FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren) genau geht, ist mir auch nach Lektüre mehrerer Inhaltsangaben nicht ganz klar geworden, aber das ist vermutlich eher meine Schwäche als die des Films oder der Autor_innen. Es erwarten die Zuschauer_innen jedenfalls magisch angehauchte Zeitreisen; Florian Lieb ist sehr angetan von Mamoru Hosodas Film, dieser sei letztlich

ein sehr persönlicher Film – nicht nur weil er von Hosodas eigenen Kindern inspiriert ist, sondern weil sich seine Handlung ausschließlich auf Kuns Familie und ihr Haus beschränkt. Der 4-Jährige ist dabei eine nachvollziehbare, wenn auch vielleicht nicht unbedingt vollends sympathische Identifikationsfigur (eine Meinung, die sein jugendliches Alter Ego teilt). Im Verbund mit dem Einblick in Yumis Jugend zeigt Hosoda aber durchaus, dass dies nicht außer-, sondern gewöhnlich ist.

Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft (Kino-Trailer)

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(Foto: Entertainment One)

Kurzfilm(e) zum Wahlwochenende: zdf logo! erklärt die Europawahl (und mehr)

Was auch immer Ihr dieses Wochenende sonst noch tut, geht bitte wählen. Und zdf logo! hat ein kleines Video gemacht, in dem erklärt wird, wie das eigentlich so ist mit der Europawahl.

Darum ist die Europawahl wichtig – logo! erklärt – ZDFtivi

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Für die Älteren: Etwas mehr Details von der Bundeszentrale für politische Bildung. Und hier der offizielle Newsticker zur Wahl.

Die Deutsche Bahn lässt Kinder das mal ausbuchstabieren:

Deutsche Bahn – Das Europa-ABC

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Und dann war da natürlich noch Herr Böhmermann:

Comedians for Worldpeace – Do they know it’s Europe | Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann – ZDFneo

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Also: Geht bitte wählen. Und jeder nur ein Kreuz!

Kurzfilm zum Wochenende: Die kurze Geschichte von einem Fuchs und einer Maus (2015)

The Short Story of a Fox and a Mouse ist eine Gemeinschaftsarbeit von Camille Chaix, Hugo Jean, Juliette Jourdan, Marie Pillier und Kevin Roger an der Hochschule ESMA. Während der Fuchs und die Maus zunächst in der Schneelandschaft natürliche Feinde sind, ändert sich die Lage nach einem kleinen Unfall ganz drastisch. Hat einige kurze, aber möglicherweise beängstigende Momente.

CGI Animated Short Film "The Short Story of a Fox and a Mouse" by ESMA | CGMeetup

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Schönes Wochenende!

Neu im Kino: 23. Mai 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Aladdin

Disney hat es wieder getan. Diesmal ist der Animationsfilm-Klassiker Aladdin (amazon) an der Reihe, der als schwer mit computergenerierten Bildern beladener “Realfilm” neu erzählt in die Kinos kommt (FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren). Bianka Piringer war trotz einiger Schwächen recht angetan:

tatsächlich ist die leichte, unbekümmerte, manchmal auch euphorisch-überdrehte Komik die beste Eigenschaft dieser Neuverfilmung. Sie ist hauptsächlich der Figur des von Will Smith gespielten Öllampen-Geists Dschinni zu verdanken. Sobald der Geist als blauer Rauch aus dem Lämpchen entweicht […] stiehlt er den anderen die Schau. […] Will Smith verleiht ihm mit seiner Spielfreude eine übermütige Kraft verleiht, die unbezähmbar wirkt.

Kollegin Antje Wessels findet auch, dass Will Smith – allen Unkenrufen zum Trotz – das Beste an Aladdin ist, ist ansonsten aber alles andere als begeistert von Guy Ritchies Film:

Der britische Regisseur mit der energetischen Handschrift hat für seine Neuverfilmung des Zeichentrickfilms von 1992 seinen eigenen Stil nahezu komplett aufgegeben. Dadurch wirkt seine „Aladdin“-Vision tatsächlich nur wie ein öder Neuaufguss, den ausgerechnet Will Smith alias Genie für einige wenige Szenen aus der Lethargie herausholen kann. […] Insbesondere in den Musicalszenen bleibt Kameramann Alan Stewart gern so weit auf Distanz, dass die vorgegaukelte gute Laune den Zuschauer gar nicht erst erreichen kann.

ALADDIN – 2. Offizieller Trailer (deutsch/german) | Disney HD

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Musikclip:

Dschinni singt den Prince Ali Song Szene – ALADDIN (2019)

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(Foto: Disney)

Mila und Ruslan – Mutiger als erlaubt (2017)

Ruslan träumt davon, endlich wie ein edler Ritter Abenteuer zu erleben und schöne Prinzessinnen zu retten – leider ist er aber nur ein armer Schauspieler in einem Straßentheater. Dann wird vor seinen Augen die schöne Mila von einem Zauberer entführt – nun scheint seine Stunde gekommen zu sein, nun kann er ein Held sein!

Dass Mila und Ruslan – Mutiger als erlaubt auf einem Gedicht von Alexander Puschkin basiert (‘Ruslan und Ljudmila’, das seinerseits vor allem als Basis für die gleichnamige Oper bekannt ist), das wiederum von russischen Volksmärchen inspiriert wurde, macht nicht unbedingt einen guten Film daraus – und in der Tat ist der Animationsfilm von Oleg Malamuzh vor allem überraschungsarm und etwas wenig feingliedrig in seinen emotionalen Wendungen. Für die Kinderfilmwelt habe ich den Film für die kindliche Zielgruppe etwas ausführlicher besprochen.

MILA UND RUSLAN Trailer German Deutsch (2019) Exklusiv

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Mila und Ruslan – Mutiger als erlaubt (The Stolen Princess). Ukraine 2017. Regie: Oleg Malamuzh, 91 Min. FSK 0, empfohlen ab 9 Jahren. Auf DVD erschienen.

(Foto: EuroVideo)