Latte Igel und der magische Wasserstein (2019)

Es ist trocken im Wald, die Bäume rauschen nicht, das trockene Laub an den Zweigen knistert fast, die Farben gehen schon ins Herbstliche, dabei scheint doch die Sonne so heiß. “Geht in den Schatten,” rufen die Tiereltern ihren Jungen zu, man müsse das Wasser bewahren, das man noch im Körper trage.

Seit Wochen geht es schon so, und die Situation, mit der Latte Igel und der magische Wasserstein einsetzt, wirkt nach den Hitzerekorden in den Sommermonaten der Jahre 2018 und 2019 wirklich nicht weit hergeholt – auch wenn die Geschichte, auf der der Film beruht, inzwischen über 60 Jahre alt ist. Sebastian Lybeck hat das Buch in den späten 1950ern geschrieben, zuerst aus Geldnot, es wurde dann zum Klassiker. Der Film nimmt sich einige Freiheiten, was die Handlung des Buches angeht – die Stationen der Reise, die Igel Latte mit Eichhörnchen Tjun unternimmt, sind stark gerafft, die Auseinandersetzungen mit Wölfen und Luchsen deutlich gekürzt zugunsten einer weniger episodischen Struktur – Lybecks Erzählung erschien ursprünglich als Fortsetzungsgeschichte in einer Zeitung.

Meine ausführliche Kritik zum Film ist auf kino-zeit.de erschienen.

Latte Igel und der magische Wasserstein (Latte and the Magic Waterstone). Deutschland/Belgien 2019. Regie: Regina Welker und Nina Wels, 81 Min. FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren. Kinostart: 25. Dezember 2019.

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(Foto: Koch Films)

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Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später.

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