Unheimlich perfekte Freunde (2019)

„Fridolin muss lernen“, erklärt Frau Klawitter, die Grundschullehrerin, den Eltern, „die Zahlen IN die Kästchen zu schreiben.“ Fridolin, man ahnt es schon, ist kein ganz einfaches Kind, und das mit dem Übergang aufs Gymnasium sieht gerade nicht so gut aus, auch wenn sein bester Freund Emil, Klassenbester, sich nach Kräften bemüht und Fridolin auch schon mal seine Klassenarbeit unterjubelt, damit dieser bessere Noten bekommt.

Wo Frido immer nur Quatsch macht und in seiner Anwesenheit der Badezimmerspiegel schon einen Sprung bekommt, wenn er nur davorsteht (Man ahnt es: Foreshadowing!), ist Emil das genaue Gegenteil: gründlich, ordentlich, ängstlich, allergisch. Frido schwingt sich aufs Fahrrad und fährt in die Hochhaussiedlung, Emil wird von seiner Mutter abgeholt, zum Geigenunterricht, zur Ergotherapie, zum Chinesischkurs … und schnell heim ins großzügige Einfamilienhaus. Aber beide sollen natürlich aufs Gymnasium, der Zukunft wegen. Das ist deutsche Stadtkindheit im frühen 21. Jahrhundert, präzise abgebildet bis in die Namensgebung hinein.

Unheimlich beste Freundin ist der neueste Film aus der Initiative “Der besondere Kinderfilm” und ist in weiten Teilen sehr flott und unterhaltsam geworden – für mich geht er aber nicht ganz weit genug, und seine Grundidee ist mir ein wenig zu nah am DEFA-Film Das Schulgespenst von Rolf Losansky. Meine ausführliche Kritik gibt es bei kino-zeit.de.

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Unheimlich perfekte Freunde. Deutschland 2018. Regie: Marcus H. Rosenmüller, 92 Minuten. FSK (noch nicht entschieden), empfohlen ab 9 Jahren. Kinostart: 4. April 2019. (Bestellen bei amazon)

Foto: SquareOne Entertainment

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Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später.

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