Filmfest München: Der Junge und die Welt (2013)

Eine Figur wie hingehaucht. Ein kleines Kind, offenbar, mit wenigen Bleistiftstrichen skizziert, ein paar Umrisse, Strichgliedmaße, ein runder Kopf und darin Augen, schmal, aber groß und selbst in dieser Abstraktion noch neugierig in die Welt blickend.
Es ist ein großes Abenteuer, auf das der Brasilianer Alê Abreu seine Zuschauer mit Der Junge und die Welt schickt, ein einzigartiges Erlebnis. Sein Animationsfilm wagt etwas, das seit Stummfilmzeiten kaum noch jemand auf Spielfilmlänge gewagt hat: Eine Geschichte ganz ohne Dialoge zu erzählen, nur durch die Kraft der Bilder, die Magie der Farben und durch seine Musik von Ruben Feffer und Gustavo Kurlat. O menino e o mundo, so der Originaltitel, ist ein Solitär im Kino der Gegenwart, vor allem aber ein ästhetisches wie technisches Meisterwerk der überbordenden Zurückhaltung, das mit kleinen Mitteln eine große, atemberaubende Fülle schafft.
Weiterlesen: Meine Kritik zu Der Junge und die Welt ist auf kino-zeit.de erschienen.
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(Bilder: O menino e o mundo)








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Hallo, gibt es diesen Film auch auf DVD zu kaufen?
Danke und viele Grüße.
@Susanne: Es gibt zwei DVD-Fassungen aus dem Europäischen Ausland, die man problemlos erwerben und auf hiesigen DVD-Spielern abspielen kann: einmal den Import aus Frankreich, einmal den Import aus Spanien. Für den Film ist der Sprachraum, aus dem die DVD kommt, ziemlich egal, weil kein wirklich verständliches Wort gesprochen wird und der Film praktisch nur über Bilder und Musik funktioniert und spricht. Das einzige Hindernis könnte also die Menüführung der DVD sein, wenn man weder Französisch noch Spanisch spricht bzw. liest – aber das ist mit ein wenig Google Translate wohl auch kein Problem. :-)
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