Petterson und Findus: Das schönste Weihnachten überhaupt (2016)

In diesem Jahr stelle ich von jetzt bis in die Adventszeit hinein jeden Sonntag einen Weihnachtsfilm für Kinder vor.

Draußen hört es gar nicht auf zu schneien, und so schön weiß das alles macht, Findus wird langsam nervös: Sie müssen doch noch einkaufen für das Weihnachtsessen, noch einen Weihnachtsbaum aus dem Wald holen und überhaupt! Der alte Petterson macht sich eigentlich keine Sorgen. Am nächsten Morgen scheint die Sonne, die beiden räumen erst einmal den traumhaft schönen Pulverschnee aus dem Eingang und ziehen dann mit dem Schlitten los.

Nur leider geht etwas schief: Beim Sammeln von Tannenzweige fällt Petterson unglücklich und rutscht dann auch noch mit dem Schlitten den Berg hinab – und am Ende kann er mit dem einen Fuß nicht mehr richtig laufen. Es wird später, es wird Abend und Nacht, und sie haben immer noch keinen Baum und kein Weihnachtsessen. Von den Nachbarn (insbesondere Max Herbrechter als Gustavsson und Marianne Sägebrecht als Beda Andersson) will Petterson sich aber nicht helfen lassen, während Findus immer enttäuschter wird: Er hatte sich doch schließlich das schönste Weihnachten überhaupt gewünscht! „Keinen Weihnachtsbaum,“ zählt er auf, „keine Milch, keine Pfefferkuchen, keine Sülze, keine Fleischbällchen…“ „Petterson und Findus: Das schönste Weihnachten überhaupt (2016)“ weiterlesen

Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft (2013)

Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft ist als Film voraussichtlich auch so ein Projekt, bei dem sich die Tickets eigentlich von selbst verkaufen, ähnlich wie es bei den Herr der Ringe-Filmen der Fall war oder dem neuesten Spektakel aus den Händen von Michael Bay. Schließlich steht irgendeines der Bücher um den etwas grantigen Einzelgänger und seinen sprechenden Kater in fast jedem Familienhaushalt im Regal (und das mit allem Recht, das sich ein Musterbeispiel unterhaltsamer, intelligenter Kinderliteratur herausnehmen kann).

Und so darf man mit einer gewissen Erleichterung feststellen, dass die rein deutsche Produktion, obgleich sie Fördergelder aus unzähligen Töpfen eingesammelt hat, nicht im Mittelmaß des Betriebes versandet ist, sondern einen flotten und witzigen, wenn auch keineswegs vollkommenen Film hervorgebracht hat, den man sich gutes Gewissens mit seinen Kindern ansehen kann.

Die Bücher von Sven Nordqvist (ins Deutsche von Angelika Kutsch übersetzt) zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie den Witz der Erzählung durch die Zeichnungen bestens aufnehmen und ergänzen. So fand es das Team um Regisseur Ali Samadi Ahadi wohl besonders wichtig, dass der Film – nach vier Zeichentrickfilmen und einer animierten TV-Serie die erste Realfilm-Variante – den Zeichnungen möglichst ähnlich wird. Anders gesagt: Die Ausstatter hatten offenbar viel Spaß, das fröhliche Durcheinander von Petterssons kleinem Hof in Schweden zu gestalten, und den Rest (vor allem Kater Findus und die Mucklas) steuerten die Digitalmagier_innen von Pixomondo bei. „Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft (2013)“ weiterlesen

Lieblingsfilme (9): Carola Ferch

Ich habe verschiedene Autor_innen, Blogger_innen und Filmkritiker_innen gebeten, mir kurze Antworten auf zwei Fragen zu schicken: Welches ist Dein liebster Kinderfilm? Und welchen Film sieht Dein Kind (oder sehen Deine Kinder) am liebsten? Heute antwortet Carola Ferch, Bloggerin unter Frische Brise.

Welches ist Dein liebster Kinderfilm?

Als ich Kind war, Ende der 70er, Anfang der 80er, hatte unser Fernseher ein paar Knöpfe, und Videorecorder kannten wir nicht. Es gab keine speziellen Kinderfilmkanäle. Nachts war Sendeschluss und auf dem Bildschirm erschien ein sogenanntes Testbild, dazu ein hoher Piepton. Wir schauten Ostfernsehen und auch Westfernsehen, was ich aber niemandem erzählen durfte. „Lieblingsfilme (9): Carola Ferch“ weiterlesen