Berlinale 2014: Loulou, das unglaubliche Geheimnis (2013)

loulou

Wer irgendwie schon einmal Berührungen mit der französischen Kinderbuchwelt hatte, wird nicht an Loulou vorbeigekommen sein, dem anfangs noch sehr jungen Wolf, der eines Tages – er hat noch nie ein Kaninchen gesehen – auf Tom trifft, der seinerseits noch nie einem Wolf begegnet ist. Sie fragen sich ernsthaft, ob sie nun Angst voreinander haben müßten, aber ihre Freundschaft wird dadurch behindert, dass Loulou irgendwann das Bedürfnis verspürt, seinen langohrigen Freund zu verspeisen… es beginnt der Weg zum Vegetarismus aus Liebe. Toll, oder?

Der Gegensatz zwischen Carnivoren und ihren lebendigen Speisen ist also von Anfang an in den Figuren von Loulou und Tom angelegt, die sich hier auf eine Reise machen, nicht unähnlich den origin stories amerikanischer Superhelden: Wer war meine Mutter?, will Loulou wissen, und eine recht sinister wirkende Wahrsagerin verspricht ihm Aufklärung in Wolfenberg, wo sie Prinzessin gewesen sei. Dort feiert man gerade das Carnivorenfest mit viel Jagd und feinen Blutstropfen in edlen Gläsern – der kleine Wolf und sein Kaninchenfreund sind also aus ganz unterschiedlichen Gründen herzlich willkommen – oder vielleicht auch nicht. „Berlinale 2014: Loulou, das unglaubliche Geheimnis (2013)“ weiterlesen