Berlinale 2014: Jack und das Kuckucksuhrherz (2013)

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„Sie hat Vielleicht gesagt!“ Nur wer auf den Fragezetteln „Willst du mit mir gehen?“ schon zu oft ein „Nein“ bekommen hat, wird Jacks ekstatische Reaktion verstehen, als seine Angebetete ihm nicht direkt Ablehnung entgegenschleudert. Bis dahin war es schon ein weiter Weg.

Ganz ehrlich: Ich möchte diesen Film sehr, sehr lieb haben. Da ist eigentlich alles drin, wonach mein Herz sich sehnt. Eine solide, ach was, ausgiebige Portion Steampunk (vom Herz des Protagonisten, das ein komplexes Uhrwerk ist, bis hin zu den komplexen Apparaturen und Zügen, die den Film durchziehen), ganz viel düsterer Gothic chic, Figuren, deren Anatomie und Gestaltung den wunderbaren Animationsfilmen von Tim Burton und Henry Selick entsprungen sein könnten, das Ganze als Musical und dennoch enorm tauglich für etwas ältere Kinder. Aber ach.

Der kleine Jack wird am kältesten Tag der Geschichte geboren, und als seine Mutter, halb erfroren, vor der Tür der Hebamme und angeblichen Zauberin Madeleine zu Boden stürzt, kann sie das ungeborene Kind nur retten, indem sie das gefrorene Herz durch ein mechanisches Konstrukt aus Zahnrädern und Schwungrädern ersetzt. Die Mutter flieht in tiefen Selbstzweifeln, und Madeleine zieht den kleinen Jack auf – mit drei Regeln zum Erhalt seines fragilen Herzens – nicht an den Zeigern drehen, die Gefühle mäßigen, und deren wichtigste: Verlieb dich nicht, es wäre dein Tod. „Berlinale 2014: Jack und das Kuckucksuhrherz (2013)“ weiterlesen