Die Coopers – Schlimmer geht immer (2014)

Im Grunde ist der Film eine einzige Lüge: Denn er behauptet, die Coopers hätten einen richtig furchtbaren, schrecklichen Tag – aber mit so viel Contenance wandern sie durch das Chaos, dass sich um sie herum entwickelt, sie bleiben dabei einander so zugetan, wenn man als Familienvater schon einmal einen schlechten Tag gehabt hat, kann man dazu nur sagen: So schlimm kann es alles nicht sein. Aber das ist okay, es soll ja lustig sein.

Eine Komödie vom Scheitern also, in der sich (Achtung, kein echter Spoiler!) am Schluss dann alles irgendwie zum Guten wendet, weil die Moral ist (Achtung, Disney!), dass erstens alles gut wird und zweitens Familie. Und das wäre unerträglich, wäre es nicht einigermaßen charmant erzählt, vielleicht belanglos, aber lustig und in seinen andauernden Katastrophen flott voranschreitend.

Weiterlesen: Meine Kritik zu Die Coopers – Schlimmer geht immer kann in ganzer Länge auf kino-zeit.de nachgelesen werden. (Kinostart: 9. April 2015) „Die Coopers – Schlimmer geht immer (2014)“ weiterlesen

Berlinale 2015: Papierflieger (2014)

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Das Kinder- und Jugendfilmfest der Berlinale an weist in diesem Jahr eine hohe Dichte – bzw. genauer: spürbare Leerstelle – an abwesenden Eltern auf, und der Eröffnungsfilm der Kinderfilmsektion “Generation Kplus” macht da keine Ausnahme – allerdings nimmt er sich, das unterscheidet ihn von den ernsthaften Dramen, die ringsumher zu finden sind, seinem Thema sehr leichtfüßig an.

berlinale_logo Paper Planes erzählt die einigermaßen phantastische Geschichte des elfjährigen Dylan (Ed Oxenbould, den man schon in zweimal auf der Berlinale sehen konnte), der eher zufällig bei einem Wettbewerb an seiner Schule irgendwo in der australischen Provinz einen wirklich sehr weit fliegenden Papierflieger faltet – und sich damit sofort für die nächste Ausscheidung, dann den Landeswettbewerb und schließlich die Weltmeisterschaft in Tokio qualifiziert. Den Ton setzt dabei schon der Vorspann, der einzelne Arbeitsschritte einer voll automatisierten Papierfabrik zeigt – unterlegt mit einem sehr fröhlichen Song, von dem vor allem die Worte “there’s beauty in the world” hängen bleiben: Die Welt ist voller Schönheit.

Weiterlesen: Meine vollständige Kritik zu Papierflieger ist bei kino-zeit.de erschienen.

Die liebe Kollegin Katrin Doerksen hat in ihrem Blog eine sehr lesenswerte und wesentlich kritischere Auseinandersetzung mit dem Film veröffentlicht. Sehr zur Lektüre empfohlen!

(Foto: Berlinale/Jane Bennett)