Dora und die goldene Stadt (2019)

Ich muss gestehen, dass ich die TV-Serie Dora (Dora the Explorer) nur vage durch ein paar Blicke in einzelne Folgen kenne. Im Kern geht es um die siebenjährige Dora, die gemeinsam mit ihrem Affen Boots, ihrem sprechenden Rucksack und gelegentlich ihrem Cousin Diego kleine Abenteuer erlebt – dabei wird immer wieder das Publikum angesprochen und „einbezogen“, es gilt, kleine Rätsel zu lösen, die sich um Zahlen, Rätsel oder englische Wörter (im Original spanische) drehen. Eine hochpädagogische Angelegenheit also, die allerdings in den USA wesentlich bekannter ist als hierzulande.

Es gibt ein paar Szenen am Anfang von Dora und die goldene Stadt, die wirken, wenn man noch keine einzige Folge der Serie gesehen hat, etwas seltsam, bizarr und frei von Zusammenhang. Anfangs ist die noch kleine Dora zu sehen, die dann am Eßtisch tatsächlich in die Kamera fragt: „Kannst du delicioso sagen?“ Und ihre Eltern (Eva Longoria und Michael Peña) drehen sich suchend um, weil sie sich fragen, mit wem ihre Tochter denn eigentlich spricht… naja, „das verwächst sich.“ „Dora und die goldene Stadt (2019)“ weiterlesen

Neu im Kino: 9./10. Oktober 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier zuweilen vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

Dreißig Jahre nach dem Mauerfall wurde es endlich einmal Zeit für einen solchen Film. Fritzi – Eine Wendewundergeschichte bricht die Geschichte vor dem 9. November 1989 herunter auf die ganz konkrete Gefühls- und Erlebniswelt eines Mädchens aus Leipzig, dessen beste Freundin in den Sommerferien mit ihrer Mutter über Ungarn in den Westen geflohen ist. So bekommen all die Ereignisse – die Versammlungen in der Nikolaikirche, die Demonstrationen, Genscher auf dem Balkon – eine ganz spezifische Färbung, und die Öffnung der Grenze, mit der der Film endet, emotionale und sehr persönliche Wucht. Ein unpädagogischer, sehr genauer Blick auf einen kleinen Ausschnitt von großer historischer Bedeutung, für mich vielleicht der beste deutsche Kinderfilm des Jahres. Unbedingt anschauen!

(FSK 6, empfohlen ab 9 Jahren)

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Dora und die goldene Stadt

Der kindliche Star der Zeichentrickserie Dora ist ein Teenager und mit dem Dschungel bestens vertraut: Das ist die Prämisse dieser Realverfilmung mit hohem Abenteueranteil auf der Suche nach einer verschollenen, ja doch: goldenen Stadt. Oliver Kube sah zwar viele Schwächen, ihm gefiel aber nicht zuletzt, dass der Film durchaus gelungen aussah:

visuell wie atmosphärisch als Mix aus „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ und „Alice im Wunderland“ […]. Dank witziger Einschübe und cleverer Überraschungen macht das temporeiche Dschungel-Abenteuer […] überraschend viel Laune.

(FSK 6, empfohlen ab 9 Jahren)

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(Foto: Weltkino)