Schon ein kurzer biographischer Abriss des Lebens von Frida Kahlo liest sich wie ein Abenteuer- und Bildungsroman zugleich, so viele Wendungen und Großartigkeiten gibt es darin; die Malerin, 1907 als Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón geboren und 1954 gestorben, ist vermutlich eine der bekanntesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.
Es ist nicht unbedingt zwingend, von ihrem Leben primär über ihre Kindheit zu erzählen – mit dem Malen begann sie erst mit 18 Jahren nach einem schweren Unfall. Andererseits taucht Kahlo zuverlässig in Büchern und Buchreihen (wie zum Beispiel Little People, Big Dreams (amazon.de)) für Kinder auf, die im Sinne des Empowerments exemplarische Frauenbiographien vorstellen – eine Gegenbewegung zu den seit langem etablierten männlichen Genieerzählungen.
Karine Vézina und André Kadi haben für ihren Film Hola Frida das Buch Frida, c’est moi (amazon.de) von Sophie Faucher als Vorlage gewählt, die Illustrationen von Cara Carmina dienten, man darf sagen: sehr lose als Inspiration für die Animation. Erzählt wird durch eine Rückblende, in der Rahmenhandlung folgt die erwachsene Kahlo einem Affen in ihren Lagerraum und findet ein altes Notizbuch mit Aufzeichnungen, Fotografien, Skizzen und Zeichnungen wieder, das sie in ihre Kindheit zurückversetzt. Zunächst in eine sorglose Zeit mit ihrer Mutter Matilde, ihrem Vater Guillermo und ihrer kleinen Schwester Cristina – die große Schwester Matilde, die sich in diesen Jahren mit ihren Eltern überwarf, taucht im Film nicht auf.
Über die Stärken und Schwächen des Films, seiner Darstellung von Frida Kahlo und ihre Entwicklung zur Künstlerin habe ich mir für den Filmdienst ausführlicher Gedanken gemacht.
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Hola Frida (Hola Frida!). Frankreich, Kanada 2024. Regie: André Kadi, Karine Vézina, 86 Min. FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 19. März 2026.
Foto: eksystent Filmverleih, Tobo Media, Du Coup Studio Production, Maison 43

