Filmkritiken

Der letzte Walsänger (2025)

Männliche Buckelwale sind lautstarke Zeitgenossen. Bis zu 190 Dezibel und damit lauter als ein Düsenflugzeug lassen sie ihre „Gesänge“ erklingen, individuelle, für jedes Tiere spezifische Geräusche in Strophenform. Die vielfältigen Äußerungen sind vor allem während der Paarungszeit zu hören.

Der kleine Buckelwal Vincent ist damit aber überfordert und scheitert vorerst noch an seinem eigenen Gesang; er wird ja auch noch von seinen Eltern umsorgt und ist erst neun und noch keine zwölf Meter lang – und damit keineswegs paarungsreif. Sein musikalisches Unvermögen beschäftigt ihn jedoch sehr, will er es doch seinem Vater Humphrey nachmachen, der als „Walsänger“ besondere Kräfte besitzt. Mit seiner Stimme kann er sogar abgestorbene Korallenriffe wieder zum Leben erwecken, das Meer und seine Bewohner gesunden lassen und außerdem auch noch gefährliche Monster wie den riesenhaften Kraken Leviathan in einem Eisberg einschließen.

Doch nachdem Vincents Eltern von einem Schiff tödlich verletzt werden, als sie ihn genau vor diesem Schicksal bewahren wollen, fühlt sich der junge Wal schuldig und – ohne eigenes Lied – nutzlos. Aber sein Putzerfisch Walter, ein stolzer Absolvent der „Akademie für interozeanisches Pflegepersonal“, hat ihm die Geschichte vom Weißen Wal erzählt, der seinen verstorbenen Sohn aus dem „Sternenbecken“ zurückgeholt hat, wohin die Meeresbewohner nach ihrem Tod gehen. Was, wenn er diesen Ort finden und seine Eltern zurückholen könnte?

Der letzte Walsänger ist ein aufwändig produzierter Animationsfilm mit pädagogischem Impetus – und konnte mich dann dennoch nicht packen. Warum, habe ich für den Filmdienst genauer aufgeschrieben.

(Überaus interessant ist übrigens, das ist mir neulich eher zufällig untergekommen, was man alles aus dem Ohrenschmalz von Walen an Informationen gewinnen kann. Zum Beispiel hier oder hier gibt es kleine Videos bzw. Vorträge dazu.)

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Mehr Informationen

Der letzte Walsänger (The Last Whale Singer). Deutschland/Tschechien/Kanada 2025. Regie: Reza Memari, 95 Min. FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren. Kinostart: 12. Februar 2025.

(Foto: Telescope Animation/PFX/La Boîte à Fanny)

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