Kolumne: Über Whitewashing und Liliane Susewind

Liliane Susewind wird verfilmt – im deutschen Kinderkino eigentlich eine Nachricht, die mehr als leichtes Kopfnicken verursachen sollte, schließlich werden hier alle erfolgreichen Kinderbuchreihen verfilmt, die nicht bei drei auf den Bäumen sind. Für hochgezogene Augenbrauen darf allerdings sorgen, dass eine Hauptrolle, die im Buch als Schwarz beschrieben wird, nun mit einem weißen Schauspieler besetzt wurde. Die Details und Diskussionen habe ich in meiner Kolumne auf kino-zeit.de aufgeschrieben.

Interessant ist vielleicht noch, dass zwei meiner Fragen an die Produktionsfirma Dreamtool Entertainment nicht direkt beantwortet wurden:

      “Wurde im Rahmen des Castings speziell nach einem schwarzen Darsteller für die Rolle gesucht?” – Hier drückte sich Produzent Felix Zackor um eine klare Aussage und schreibt nur: “Beim Casting wurde nach den besten Kindern im richtigen Alter gesucht.”
      “Wie steht Dreamtool Entertainment zu dem Vorwurf, Kommentare und kritische Anmerkungen auf der Facebook-Seite des Untrernehmens seien gelöscht, die entsprechenden Nutzer geblockt worden?” – Auf diesen (dokumentierten) Vorwurf geht Zackor gar nicht ein, sondern antwortet mit Schönwetterformulierungen: “Zu Fragen hat Dreamtool Entertainment bei Facebook schnell, sachlich und ausführlich Stellung genommen und das Thema dann in vielen persönlichen Gesprächen mit unterschiedlichen Beteiligten vertieft. Für uns ist Feedback stets wertvoll, denn die filmische Arbeit – wie auch die Arbeit von Buchautoren – lebt vom respektvollen Diskurs mit Lesern und Kino-Fans.”

Naja.

Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später. (Homepage)

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