Ab welchem Alter kann oder sollte man seinen Kindern “Star Wars” zeigen?

Als ich Vater wurde, waren andere Fragen zunächst einmal wichtiger: Wie herum legt man diese Windel nochmal an? Aber als Star Wars-Fan seit Kindertagen liegt mir natürlich die Frage schon sehr am Herzen: Wann kann und wann sollte ich mit den Zwergen endlich Krieg der Sterne sehen? Nicht zu früh, damit sie keine Angst bekommen. Nicht zu spät, damit die Teenie-Coolness sie nicht schon übermannt hat und sie die Magie der Reihe noch mit kindlicher Unschuld genießen können. (Ich hatte das Thema ja vor einiger Zeit hier im Blog schon einmal angerissen.)

Star Wars: The Force Awakens Ph: Film Frame ©Lucasfilm 2015

Seit ich darüber nachdenke, welche Filme meine Kinder sehen sollten (und auch möchten), ist die Antwort auf diese Frage eher immer komplizierter geworden. Mein eigener Einstieg in das Star Wars-Universum war ein Kinobesuch 1983 in den USA, wo damals gerade Die Rückkehr der Jedi-Ritter angelaufen war. Der Film – hierzulande von der FSK ab 12 Jahren freigegeben – hat in meiner zehnjährigen Kinderseele keine Narben hinterlassen, allerdings sehr wohl tiefe Eindrücke. Die führten sogar dazu, dass mir im vergangenen Dezember bei Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht die Tränen kamen. Aber das ist eine andere Geschichte…

Weiterlesen: In meiner neuen Kolumne auf filmstarts.de geht es um die Star Wars-Frage. Anderswo habe ich mir schon einmal etwas generellere Gedanken darüber gemacht, welche Filme Kinder ab welchem Alter anschauen sollten.

Fotos: Lucasfilm/Disney, filmstarts.de

Alles so schön bunt und Plastik hier

Wall-E

Erinnern Sie sich noch daran, worum es in Wall-E ging? Im ersten Drittel ist das einer der vielleicht poetischsten Pixar-Filme, es wird praktisch kein Wort gesprochen, weil sich die Handlung sehr liebreizend aus den Figuren ergibt, und die sind nicht einmal menschlich. Eine Romanze zwischen dem einsamen, sehnsuchtsvollen, titelgebenden Aufräumroboter und einer (klar weiblich konnotierten) bewaffneten Suchdrohne mit Auftrag.

Das alles spielte vor dem Hintergrund einer im Müll erstickten Erde – und so dreht es sich dann im Rest des Films, der als Kritik an passiven Couch Potatoes eine ganz eigene Form der Publikumsbeschimpfung betreibt, darum, dass die Menschen wieder zur Erde zurückkehren sollen – und dort soll es dann Pflanzen geben statt Müll, Leben statt Konsum.

Weiterlesen: Mit einem gerüttelt Maß Selbstkritik habe ich mir in meiner Kolumne “Sitzplatzerhöhung” auf kino-zeit.de über das Ausmaß an Merchandise-Produkten Gedanken gemacht, mit denen wir so überschwemmt werden.

(Foto: Disney)