Kinderfilmfest Münster 2013

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Am morgigen Sonntag beginnt in Münster das diesjährige Kinderfilmfest – mit einem durchaus sehenswerten Filmprogramm, einem schönen Gemisch aus Vorpremieren, Rückblicken auf die vergangenen Monate und Filmen, die so in Deutschland vermutlich nicht in die Kinos kommen. Und da in Nordrhein-Westfalen Schulferien sind, gibt es eigentlich keine gute Entschuldigung, warum man die Kinos im Schloßtheater nicht stürmen sollte.

Zum Programm gehören einige Filme, die ich hier schon besprochen habe: der für kleine Kinder sehr taugliche Kalif Storch (empfohlen ab 5 Jahren), Alfie, der kleine Werwolf (ab 7) und Sputnik (ab 8). Mit Clara und das Geheimnis der Bären (ab 8) wird einer der schönsten Kinderkinofilme dieses Jahres noch einmal gezeigt, mit Kauwboy (ab 10) und Bekas (ab 10) sind zwei weitere, großartige Filme für ein wenig ältere Kinder mit dabei.

Ein seltenes Kinowiedersehen gibt es außerdem mit Pippi Langstrumpf in dem Klassiker Pippi in Taka-Tuka-Land, außerdem gibt es ein Programm mit Kurzfilmen für Kinder ab 4 Jahren.

Und hier alle weiteren Filme in Kurzvorstellung – mit Inhaltsangabe und (soweit auffindbar) Trailer dazu: „Kinderfilmfest Münster 2013“ weiterlesen

Kinostart diese Woche (19. September 2013): Das Pferd auf dem Balkon

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Heute startet in den deutschen Kinos Das Pferd auf dem Balkon nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Milo Dor (amazon) über einen Wiener Jungen mit Asperger-Syndrom.

Sophie Charlotte Rieger war von dem Film recht angetan:

Das Pferd auf dem Balkon ist ein Kinderfilm durch und durch. Die schnörkellose Geschichte ist auch für ein junges Publikum nachvollziehbar, gestaltet sich spannend und doch nicht haarsträubend aufregend. […] [Der Film] hat vielleicht nicht das Zeug zum Kinderfilmklassiker, bietet aber pädagogisch wertvolle Unterhaltung für die ganze Familie und kann kleinen wie großen Zuschauern ein bisschen dabei helfen, die Welt eines Kindes mit Asperger-Syndrom besser zu verstehen.

Auf programmkino.de hingegen sind die drei Autor_innen recht unterschiedlicher Meinung; Caren Pfeil etwa sieht

den Film immer wieder auseinanderbröckeln, denn die Grundidee der Geschichte, dass in einer wirklichen Welt auch Ungewöhnliches passieren kann, funktioniert nicht, wenn sowieso andauernd und in undurchschaubarer Beliebigkeit ungewöhnliche Dinge passieren.

Thomas Volkmann hingegen stellt positiv fest:

Statt in Bezug auf das Asperger Syndrom in eine Betroffenheits-Dramaturgie zu verfallen, wird Mikas Zustand als ein normaler angenommen. Überhaupt schlägt der Film sein Kapital nicht daraus, dass er die Schwächen der Krankheit ausbreitet […]

Das Urteil der Kritiker_innen ist also alles andere als eindeutig; auf film-zeit.de werden sicher im Laufe des Tages noch weitere Kritiken verlinkt, vielleicht wird so eine Tendenz sichtbar. José García hat ein Interview mit dem Regisseur Hüseyin Tabak geführt.

Auf kinofenster.de gibt es, wie so oft, pädagogische Handreichungen und Hintergrundinformationen zum Film – auf jeden Fall einen Blick wert, gerade bei diesem Film, der ein doch recht sensibles Thema angeht.

Das Pferd auf dem Balkon – deutscher Kinotrailer

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(Foto: Neue Visionen)