Der Schriftsteller Michael Ende war eher kritisch, was Verfilmungen seiner Romane anbetraf; von Die unendliche Geschichte hielt er so wenig, dass er sogar rechtliche Schritte dagegen unternahm. Der Film erschien ihm als „gigantisches Melodram aus Kitsch, Kommerz, Plüsch und Plastik“. Bei der Adaption von Momo (1986) durch Johannes Schaaf war er milder gestimmt; in einer kleinen Szene ist er sogar selbst in dem Film zu sehen. Insofern übernahm Christian Ditter bei der Neuverfilmung des Buches Momo eine durchaus schwierige Aufgabe. So unmöglich und anmaßend es wäre, sich die Haltung von Michael Ende zu diesem Film auszumalen, so darf man doch die Frage stellen, ob der Film in der Lage ist, Geist und Haltung von Endes nachdenklichem Buch einzufangen und in die Gegenwart zu tragen. Man muss diese Frage mit einem entschlossenen Jein beantworten.
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Weitere InformationenWie genau dieses „Jein“ entsteht und warum Momo das Buch erfolgreich modernisiert und dennoch seinen Geist nicht einzufangen vermag, habe ich in meiner Filmkritik für den Filmdienst genauer aufgeschrieben.
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Momo. Deutschland 2025. Regie: Christian Ditter, 92 Min. FSK 6, empfohlen ab 10 Jahren. Kinostart: 2. Oktober 2023.
(Foto: Constantin)

