Neu im Kino: 30. Mai 2019

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier kurz vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer

Aus den Laika-Studios kamen schon so durchgängig großartige Filme wie Coraline, ParaNorman und Kubo – Der tapfere Samurai – nun tun sich in ihrem neuen Animationsfilm (FSK 0, empfohlen ab 9 Jahren) ein Bigfoot und ein Naturforscher zusammen, um die Yetis im Himalaya aufzusuchen. Das klingt vielversprechend, aber Matthias Hopf war underwhelmed:

Das Erzählte wird nicht berührender, nicht vielschichtiger und auch nicht mitreißender. Stattdessen arrangiert sich der Film mit seiner nichtssagenden Aneinanderreihung von Ereignissen, die allzu deutlich einer Moral folgen und nur in den seltensten Fällen die Lust verspüren, all die tollen Schauplätze zu erkunden.

Sein Kollege Frank Arnold sieht das – und stimmt da wohl mit den meisten Kolleg_innen überein – wesentlich positiver:

Der Film besticht durch visuellen Detailreichtum und sein gemessenes Tempo. Er bietet nebenbei einen kleinen Streifzug durch die Literatur- und Filmgeschichte, von »In 80 Tagen um die Welt« bis hin zu Frank Capras »Lost Horizon« und ein ansprechendes Buddy-Gespann

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Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft

Worum genau es in diesem japanischen Film (FSK 6, empfohlen ab 8 Jahren) genau geht, ist mir auch nach Lektüre mehrerer Inhaltsangaben nicht ganz klar geworden, aber das ist vermutlich eher meine Schwäche als die des Films oder der Autor_innen. Es erwarten die Zuschauer_innen jedenfalls magisch angehauchte Zeitreisen; Florian Lieb ist sehr angetan von Mamoru Hosodas Film, dieser sei letztlich

ein sehr persönlicher Film – nicht nur weil er von Hosodas eigenen Kindern inspiriert ist, sondern weil sich seine Handlung ausschließlich auf Kuns Familie und ihr Haus beschränkt. Der 4-Jährige ist dabei eine nachvollziehbare, wenn auch vielleicht nicht unbedingt vollends sympathische Identifikationsfigur (eine Meinung, die sein jugendliches Alter Ego teilt). Im Verbund mit dem Einblick in Yumis Jugend zeigt Hosoda aber durchaus, dass dies nicht außer-, sondern gewöhnlich ist.

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(Foto: Entertainment One)