Bibi & Tina – Der Film (2013)

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Eines muss man Detlev Buck schon zugestehen: Er weiß genau, einen Film über eine pubertierende Junghexe (also Bibi Blocksberg) und ihre Freundin Tina, die Jungs und Pferde toll finden, also eigentlich jedes Klischee von „Mädchen“ erfüllen, das man in den 1980ern noch für okay halten konnte, einen solchen Film kann man eigentlich nur als übertriebene Groteske inszenieren, als überdrehte Komödie (sowieso) mit grellbunten Klamotten, alles ein wenig zu sauber für Realität, der Bösewicht natürlich einseitig fies, seine Dopingmittel grün leuchtende Injektionsflüssigkeiten. (Funktioniert das in der Trickserie irgendwie besser? Ich kenne sie nicht, freue mich aber über Meinungen.)

So weit, so richtig. Deshalb ist Bibi & Tina auch ein Film, in dem es vorgeblich emotional kracht und knallt, die Zickereien und Intrigen spielen sich allerdings auf schwächlichstem High-School-Film-Niveau ab, bis hin zum Satz: „Das Schloss ist zu klein für uns beide.“ Auch die Zaubersprüche und in ihrem Gefolge die Scherze sind von atemberaubender Harmlosigkeit. Man trägt viel Primärfarben, die Schergen des Bösewichtes (als Einziger hingebungsvoll: Charly Hübner) natürlich schwarz, trotz eines Alltags in Pferdeställen sind alle immerzu blitzsauber. „Bibi & Tina – Der Film (2013)“ weiterlesen

Bibi Blocksberg (2002)

Bibi Blocksberg beginnt gleich schon mitten im Geschehen – eine kleine Feier für die Titelheldin, die wohl eine Regenwolke herbeigehext und damit zwei Kindern das Leben gerettet hat. Prompt soll sie auf dem Blocksberg ihre Hexenkugel überreicht bekommen – aber dort geht dann alles schief. Denn Rabia lässt Bibis Kugel fallen und muss als Ersatz für die zersprungene ihre eigene der jungen Hexe geben. Dummerweise enthält Rabias Kristallkugel das von ihr geklaute Jugendelixier, welches sie geklaut hatte und nun unbedingt wiederhaben will.

So wirbelt die böse Hexe Bibis Leben und das ihrer Familie kräftig durcheinander, bis niemand sich mehr gut ist und schließlich sogar der Wert des Hexens grundsätzlich in Frage gestellt wird. (Aber keine Sorge, es musste ja auch noch eine Fortsetzung kommen, und Bibi Blocksberg ohne Hexerei, das wäre ja Quatsch.) Das Entscheidende aber ist: All das ist so unendlich egal. Selbst die dramatischen Szenen oszillieren allenfalls vor Langeweile, der ganze Film strahlt eine Heile-Welt-Gemütlichkeit aus, die zu keinem Zeitpunkt auch nur angekratzt, geschweige denn gebrochen wird. Die Ausstattung ist sehr pittoresk dem entsprechend, was sich ein braver Spießbürger unter einem braven Hexenhaus wohl vorstellen würde, und die böse, sprechende Sidekick-Katze verschwindet am Schluss ohne Theater und Interesse. „Bibi Blocksberg (2002)“ weiterlesen