Filmkritiken

Ghost School (2025)

Dass Rabia gerne in die Schule geht, ist in den ersten Sekunden des pakistanischen Films Ghost School schon klar. Am liebsten möchte sie, dass alle lernen können, auch der Esel, der einen Karren durch die Straße vor ihrem Haus zieht.

Aber als sie am Schultor ankommt, ist dies verschlossen; der Lehrer sei nicht da, sagt der Wachmann, man sagt, er sei besessen. In der Schule, die Gerüchte und Vermutungen steigern sich schnell, hause ein Jinn, ein Geistwesen, deshalb könne man sie leider nicht öffnen. Die meisten Schüler:innen gehen heim – endlich Zeit zum Spielen, Schule war doch eh langweilig. Rabias Freund Ali erzählt, er gehe jetzt auf die Schule ins Nachbardorf, allerdings sei das eine reine Jungenschule.

Für sie, antwortet ihre Mutter auf Rabias Erzählung davon, komme das aber nicht in Frage – für Mädchen sei es viel zu gefährlich, das Dorf zu verlassen. Ob sie ihrem Vater sein Essen an den Hafen bringen könne? Und anschließend auf dem Heimweg Gemüse einkaufen?

Für den Filmdienst habe ich mir den ruhig dahinschreitenden Film von Seemab Gul genauer angesehen.

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Mehr Informationen

Ghost School. Pakistan, Deutschland, Saudi-Arabien 2025. Regie: Seemab Gul, 88 Min. FSK 6, empfohlen ab 12 Jahren. Kinostart: 3. September 2026.

(Foto: jip film & verleih)

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Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später.

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