Neu im Kino: 27. Februar 2020

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier zuweilen vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Chaos auf der Feuerwache

Oliver Kube ordnet den Film gleich ersteinmal in sein Subsubgenre ein:

„Chaos auf der Feuerwache“ ist ein weiterer Beitrag aus der Komödien-Subkategorie „Muskelberg lässt sich von Minderjährigen herumkommandieren“,

und wenn man den Trailer gesehen hat, ahnt man schon, wohin die Reise dem Anschein nach – trotz talentierter Schauspieler wie zum Beispiel Keegan-Michael Key und John Leguizamo) – geht:

Furzwitze in Massen, eine triste Optik und […] Darsteller, von denen nicht wirklich etwas verlangt wird.

Auch Sebastian Groß bestätigt meinen Verdacht, mehr habe ich zu diesem Film voraussichtlich nicht zu sagen.

(FSK 0, eigentlich gar nicht empfohlen)

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(Foto: Paramount Pictures Germany)

Berlinale 2020: Mignonnes (2019)

Berlinale-Logo Diese Filmkritik gehört zu meiner Berichterstattung von der Kinder- und Jugendfilmsektion Generation Kplus der Berlinale 2020. Alle Filmbesprechungen und sonstigen Berichte von diesem Festival gibt es hier im Blog unter dem Tag #berlinale.

Die elfjährige Amy (Fathia Youssouf) ist gerade mit ihrer Mutter Mariam (Maïmouna Gueye) und ihrem kleinen Bruder in eine neue Wohnung in Paris eingezogen; der Vater ist noch im Senegal. Relativ bald wird offenbar, dass das schöne große Schlafzimmer, das zwar vorbereitet wird, jedoch immer verschlossen bleibt, für ihn und seine neue Zweitfrau vorgesehen ist. Mariam nimmt das hin, mit Verzweiflung, Tränen und dann stoischer Fassade.

Freunde hat Amy hier noch nicht; aber sie ist fasziniert von einer Gang von vier Mädchen, die ihr in der Schule immer wieder mit kleinen, rebellischen Aktionen auffallen. Deren Anführerin Angelica (Médina El Aidi-Azouni) wohnt zufällig in ihrem Haus; Amy beobachtet sie dabei, wie sie sich die Haare mit dem Dampfbügeleisen plättet. Die Mädchen, die sich als Tanzgruppe bei einem Talentwettbewerb beworben haben und sich „Mignonnes“ nennen (auf Deutsch „Die Süßen“ oder „Die Niedlichen“), hänseln Amy zuerst, aber nach und nach kann sie sich ihre Sympathien erarbeiten und darf schließlich sogar mittanzen. Ein von ihrem Cousin gestohlenes Smartphone spielt eine nicht geringe Rolle dabei.

Die Grundkonstellation von Mignonnes, dem Langfilmdebüt von Maïmouna Doucouré, ist weder besonders komplex noch besonders originell: Hier die traditionell strukturierte Familie, in der eine ältere Tante dafür sorgt, dass Amy lernt, wie sich ein Mädchen, eine Frau zu benehmen und zu verhalten habe – ganz auf das Ziel der Ehe abzielend. Dort das aufregende Leben der Gegenwart, die tanzenden Mädchen, die (allerdings etwas ziellose) Freiheit von solchen Zwängen.

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Kurzfilm zum Wochenende: Korobushka (2018)

Ein Taschendieb flieht vor einem Polizisten – und dieser jagt ihn mit allen Mitteln des Animationsfilms und der Musik. Eine hübsche kleine Versuchsanordnung von Patt Jewanarom, der seitdem z.B. auch an Klaus mitgearbeitet hat.

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Schönes Wochenende!

Noch mehr Kurzfilme gibt es hier.

Neu im Kino: 20. Februar 2020

Soweit es Kinoneustarts gibt, stelle ich sie hier zuweilen vor – fast immer mit Trailer und in der Regel mit einer kurzen Einschätzung – entweder verweisend auf meine eigene ausführliche Kritik oder auf die Einschätzung einer Kollegin oder eines Kollegen.

Lassie – Eine abenteuerliche Reise

Markus Tschiedert freut sich über die Rückkehr der Collie-Dame ins Kino, fast achtzig Jahre nach ihrem ersten Auftritt – und ist nicht zuletzt glücklich darüber, dass man hier einem echten Hund zusehen kann statt einer CGI-Kreation. Allerdings sei das Drehbuch überladen und gelegentlich etwas konstruiert.

Selbst hochkarätige Nebendarsteller […] können da kaum mehr tun, als ihre Rollen klischeehaft (wenn vor allem im Fall des Butlers auch sehr komisch) auszufüllen. Im letzten Drittel wird das Tempo dann noch mal extra angezogen, um auf der Zielgeraden zum Happy End abzubiegen.

(FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren)

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(Foto: Warner Bros. Entertainment)

Berlinale 2020: Mugge og vejfesten (2019)

Berlinale-Logo Diese Filmkritik gehört zu meiner Berichterstattung von der Kinder- und Jugendfilmsektion Generation Kplus der Berlinale 2020. Alle Filmbesprechungen und sonstigen Berichte von diesem Festival gibt es hier im Blog unter dem Tag #berlinale.

Mugge, eigentlich Morgen, ist ein übermütiges Kind mit einem positiven Blick auf die Welt: „Heute war zu 1000 Prozent perfekt und morgen wird sogar noch besser!“ Nur dass am nächsten Morgen sein Vater apathisch vor dem Haus im Sandkasten liegt, weil Kirsten, Mugges Mutter, ihn verlassen hat, für einen CrossFit-Enthusiasten. Wer sich nicht unterkriegen lässt: Mugge. Das geplante Straßenfest ist doch der perfekte Rahmen für eine hingebungsvolle Liebeserklärung seines Vaters an seine Frau, da muss doch noch was möglich sein!

Mugge og vejfesten (Mugge und das Straßenfest) ist der erste Animationslangfilm, bei dem Mikael Wulff und Anders Morgenthaler gemeinsam Regie führen; ich kannte die beiden vorher primär als Wulff+Morgenthaler aka „Wumo“, als Autoren hinter einem, sagen wir freundlich, respektlos-zynischen Comicstrip, der immer böse und manchmal sehr treffend die moderne Gesellschaft aufs Korn nimmt.

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Berlinale 2020: H is for Happiness (2019)

Berlinale-Logo Diese Filmkritik gehört zu meiner Berichterstattung von der Kinder- und Jugendfilmsektion Generation Kplus der Berlinale 2020. Alle Filmbesprechungen und sonstigen Berichte von diesem Festival gibt es hier im Blog unter dem Tag #berlinale.

Das „H“ steht für Happiness, was man hier vorzugsweise mit Lebensfreude oder Glück übersetzen möchte; Candice Phee, zwölf Jahre alt und möglicherweise etwas seltsam, bekommt diesen Buchstaben vorgestellt und soll bei einer Schulaufführung dazu etwas Mitreißendes auf die Bühne bekommen. Glücklicherweise kann das „H“ allerdings auch für etwas anderes stehen, denn mit dem Glück ist das so eine Sache, es lässt sich schwer zwingen.

Aber Candice, mit offenen Augen und offenem Gesicht grandios gespielt von Daisy Axon, wird es jedenfalls versuchen. Ihre Eltern (Emma Booth und Richard Roxburgh) haben sich seit dem Plötzlichen Kindstod von Candices Schwester Sky weitgehend zurückgezogen – die Mutter in ihr Schlafzimmer, der Vater an seinen Schreibtisch, wo er immerzu schreibt und programmiert. Und weil es irgendeinen Streit zwischen den Brüdern gab, den sie nicht mehr ansprechen wollen, hat auch ihr Onkel „Rich Uncle Brian“ (Joel Jackson) nur noch mit Candice Kontakt.

Dass ich immer noch keine ausführliche Besprechung von Rocca verändert die Welt hier im Blog veröffentlicht habe, von diesem eigentlich sehr schönen und vor allem sehr unterhaltsamen Film von Katja Benrath, hat vor allem damit zu tun, dass es mir noch nicht so richtig gelungen ist, meine ambivalenten, gar widersprüchlichen Gefühle zu diesem Film und zur Rolle seiner Hauptfigur richtig in Worte zu fassen. Interessanterweise erlaubt H is for Happiness es mir, diese meine Gefühle etwas klarer zu fokussieren.

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