Ritter Trenk (2015)

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Laut, bunt und dreidimensional: Manchmal macht mich das moderne Animationskino mit seinen oft überladenen, unnötig hektischen Bilderwelten auch ein wenig müde. Das ist dann der Moment, in dem ich mich – für meine Kinder ebenso wie für mich selbst – nach den klassischen Disney-Zeichentrickfilmen mit ihren flächigen, ruhigeren Bildern zurücksehne. Oder wahlweise nach einem Film wie Anthony Powers Ritter Trenk, der sich in diese Tradition stellt. Die Autorin Kirsten Boies versteht es in ihren Erzählungen vom kleinen Ritter Trenk ganz hervorragend, wie nebenher einiges über das Mittelalter zu erzählen – zwar kindgerecht reduziert, aber nie auf den kleinstmöglichen Nenner vereinfacht. Und auch der Kinofilm will nun bewusst kein Spektakel sein, sondern ein ruhiges, kindgerechtes Abenteuer, das auch schon für Kita-Kinder geeignet ist: ohne Schnickschnack, ohne unnötige Dramatisierungen.

Der kleine Trenk Tausendschlag ist ein einfacher Bauernjunge, der gerne ein edler Ritter wäre. Was bislang immer nur ein Wunschtraum war, wird für Trenk zu einem unbedingten Ziel, als der wenig freundliche Ritter Wertolt seinen Vater ohne Grund in den Kerker sperren lässt. Trenk gibt sich daraufhin als Sohn eines Ritters aus, um so als Page ins Schloss zu gelangen. Dort findet die schlaue Thekla zwar schon bald heraus, dass etwas mit ihm nicht stimmt – aber da sie sich selbst auch nicht mit der ihr zugewiesenen Frauenrolle zufriedengeben will, hilft sie Trenk auf seinem Weg zum Ritter…

Der Zeichentrickfilm Ritter Trenk läuft jetzt im Kino und war am vergangenen Wochenende meine Familienfilm-Empfehlung auf filmstarts.de.

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(Fotos: Universum Film)

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Autor: Rochus Wolff

Filmkritiker seit 2004. Vater seit etwas später.

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