Weihnachten 2016: Ein paar TV-Vorschläge

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Es gibt ja so einige Film, die sich fest mit Weihnachten verbunden haben, und natürlich sind sie alle auch dieses Jahr dann und wann und manchmal mehrfach (und manche eigentlich andauernd) über die Feiertage zu sehen: Sissi, Der kleine Lord und Drei Haselnüsse für Aschenbrödel ebenso wie Die Weihnachtsgans Auguste und Ist das Leben nicht schön? Von den unendlich vielen, meist unerträglichen Märchenverfilmungen zu schweigen.

Ich habe mal ein wenig übers Fernsehprogramm der nächsten Tage geschaut und ein paar Vorschläge zusammengetragen – manche sind auch eher für den Videorecorder geeignet (halb fünf, seit Ihr noch ganz bei Sinnen, ZDF und SAT.1?). KIKA macht es zur schönen Weihnachtstradition, die drei großartigen Knerten-Filme zu zeigen, und auch sonst sind ein paar übliche Verdächtige dabei… besondere Empfehlungen habe ich mit einem Sternchen 1478400241_star_gold markiert.

Vielleicht habt Ihr noch andere Vorschläge?

23. Dezember
19.30 KIKA – Die Legende vom Weihnachtsstern

24. Dezember
09.20 ZDF – 1478400241_star_gold Der Grüffelo
13.15 ZDF – Michel in der Suppenschüssel
14.45 RTL II – Das letzte Einhorn
17.40 Disney Channel – Bernard & Bianca – Die Mäusepolizei

25. Dezember
08.10 RTL II – Das letzte Einhorn
17.45 RTL II – Die Goonies
18.45 Disney Channel – Aristocats

26. Dezember
04.30 SAT.1 – Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft
04.35 ZDF – Der Grinch
09.50 RTL II – Die Goonies
20.15 RTL 1478400241_star_gold Die Eiskönigin (unser Podcast dazu)

27. Dezember
09.50 RTL 1478400241_star_gold Die Eiskönigin (unser Podcast dazu)

28. Dezember
10.00 KIKA – Ritter Trenk
15.00 KIKA – 1478400241_star_gold Mein Freund Knerten

29. Dezember
13.00 WDR – Der wunderbare Wiplala
15.00 KIKA – Knerten in der Klemme

30. Dezember
08.20 WDR – 1478400241_star_gold Der wunderbare Wiplala
15.00 KIKA – Knerten traut sich

31. Dezember
13.50 KIKA – 1478400241_star_gold Antboy – Der Biss der Ameise

1. Januar
20.15 Disney Channel – 1478400241_star_gold Mary Poppins

6. Januar
20.15 SAT.1 – 1478400241_star_gold Rico, Oskar und die Tieferschatten

(Foto: polyband)

Kinderfilme als Geschenk: Weihnachten 2016

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Ein Geständnis: Ich finde es etwas seltsam, meinen Kindern Filme unter den Christbaum zu legen. Es fällt mir schwer, das so richtig zu begründen, zumal ich mir mit Begeisterung Filme schenken lasse und sie auch Freund_innen in Geschenkpapier packe. Vielleicht liegt es daran, dass den Kindern die DVD oder Blu-ray wenig gibt, sie ist in der Tat eher Transportmedium; das eigentliche Geschenk, das eigentliche Ereignis ist die (meist gemeinsame) Sichtung, der Heimkinoabend oder, im Winter, -nachmittag.

Aber das muss natürlich niemanden davon abhalten, zu Weihnachten Filme zu verschenken oder zu beschaffen, um sie dann eben zwischen den Jahren anzuschauen. Als kleine Orientierungshilfe habe ich hier ein paar Filme versammelt, die im ablaufenden Jahr auf DVD (meistens neu) erschienen sind – meine Empfehlungen vom vergangenen Jahr oder aus dem Dezember 2014 sind aber natürlich immer noch genauso gültig. Alternative Listen habe ich außerdem hier (meine “ewige” Bestenliste) und hier (Filme nicht nur für starke Mädchen – unbedingt auch in die Kommentare schauen!). Auf beiden finden sich auch Empfehlungen für jüngere Kinder.

Hier nun also meine Weihnachtsempfehlungen 2016 aus dem bunten Strauß der Kinderfilme (der Kauf über amazon.de spült ein wenig Geld in meine Richtung):

Zoomania

Einer der besten Disney-Filme der vergangenen Jahre, ein kindertauglicher Krimi in einer von vermenschlichten Säugetieren belebten Welt – voller Subtext zu Diskriminierung, Rassismus und Gerechtigkeit. Außerdem ein Riesenspaß. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Der kleine Lord

Nicht gerade ein neuer Film, aber seit diesem November erstmals auf DVD und Blu-ray zu haben: Wie der kleine Cedric seinen misanthropen Großvater verwandelt. Die BBC-Adaption von 1980 mit Sir Alec Guinness ist einer der klassischen Weihnachtsfilme.
(bei amazon.de; ab 6 Jahren)

Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Der dritte Film aus der Oskar-und-Rico-Trilogie nach den wunderbaren Romanen von Andreas Steinhöfel. Kinderkrimis, sehr ehrliche Dramen, beglückendes Kino: Diesmal verschlägt es die zwei Jungs an die Ostsee und bis an den FKK-Strand. Wer die drei Filme noch nicht kennt, sollte das dringend nachholen. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Der Gigant aus dem All

Noch so ein Klassiker, nun neu aufgelegt – ein Animationsfilm von Brad Bird, dem Regisseur, der später wesentlich für die großen Pixar-Filme verantwortlich war. Eine berührende Geschichte über einen Jungen und seinen großen Roboter aus dem All. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Captain Future – Die TV-Serie

Das war eine der Science-Fiction-Serien, die meine Kindheit wesentlich mit geprägt haben – ab morgen gibt es die Abenteuer um den Captain, Joan, Grag, Otto und Professor Simon Wright endlich wieder in einer vollständigen Ausgabe als Komplettbox aller in Deutschland gezeigten Folgen auf DVD und Blu-ray. (Die limitierte Sonderausgabe enthält auch noch japanische Folgen mit deutschen Untertiteln.)
(bei amazon.de)

captain_future

Die Melodie des Meeres

Tomm Moores sehr irischer Animationsfilm ist einer der schönsten Filme der vergangenen Jahre. Getragen von einer ganz eigenen Ästhetik, einer spannenden, mythisch aufgeladenen Geschichte und wunderbarer Musik erzählt der Film ganz nebenbei von großen Dingen: Liebe, Verlust und Loslassen, Trauer und Hoffnung. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Alles steht Kopf

Pixars Reise durch den Kopf der 11-jährigen Riley, in dem die Emotionen plötzlich ohne “Freude” und “Traurigkeit” auskommen müssen – das ist pures, buntes, phantasievolles Kinoglück. Ein echtes “Must-See”. Zur ausführlichen Kritik.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

Hördur – Zwischen den Welten

Sozialdrama als Pferdefilm: Das ist ja an und für sich nicht so ungewöhnlich. Aber Ekrem Ergüns Film über die 17-jährige Deutschtürkin Aylin, das zu Sozialstunden auf einem Pferdehof verdonnert wird und dort für sich einen Ausweg findet, ist ungewöhnlich dicht und glaubwürdig.
(bei amazon.de; ab 12 Jahren)

Hayao Miyazaki Collection

Wenn’s mal ein größeres Geschenk sein darf: In dieser Blu-Ray-Kollektion finden sich sämtliche Spielfilme des japanischen Großmeisters Hayao Miyazaki fürs Studio Ghibli: vom eher für kleinere Kinder geeigneten Ponyo – Das große Abenteuer am Meer bis zum härteren Prinzessin Mononoke. Lauter Meisterwerke ohne Ausnahme.
(bei amazon.de)

Und hier noch zwei Empfehlungen von Dauerbrennern aus unserer heimischen Bibliothek – mal andere Medien.

Gunnel Linde: Mit Jasper im Gepäck (Hörbuch)

Dieses von Dieter Mann eingesprochene Hörbuch ist ein ungeahntes Goldschätzchen. Die wilde Geschichte davon, wie Annelie und Nicklas mit ihrer Tante Tinne Urlaub in Kopenhagen machen, dort bei der Tombola im Zoo das Zwergpony Jasper gewinnen und dies dann heimlich ins heimische Stockholm bringen wollen… Es ist ein brüllend komischer Irrsinn in sanften Tönen. Ein großes Glück.
(bei amazon.de; ab 5 Jahren)

Jo Nesbø: Doktor Proktors Pupspulver

Das Buch hatte ich schon einmal anläßlich des leider ziemlich missratenen Films angesprochen und gepriesen; es ist auch perfektes Vorlesematerial für Kinder ab 5, nur sollte man kleineren Kindern das Kapitel ersparen, das aus Sicht der entschlichenen Anakonda geschrieben ist – das ist nämlich etwas zu gruselig. Ansonsten eine wunderbare, phantasievolle Lektüre.
(bei amazon.de; ab 8 Jahren)

(Bilder: Disney, Universum)

Filmische Weihnachten mit Kindern: Was läuft im TV?

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Muss der Fernseher an Weihnachten laufen? Natürlich nicht. Aber wenn er schon angemacht wird, dann darf es wenigstens auch etwas Besonderes sein, und immerhin das fällt an den Feiertagen relativ leicht, weil wenigstens mal schöne Filme gezeigt werden. Nicht nur, versteht sich, weshalb ich kurz versucht habe, das Programm der kommenden Tage zu sichten und ein paar besondere Highlights herauszuheben.

Das ist eher kurz gehalten und auf wenige Filme beschränkt, erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf sonst irgendwas. Weitere Empfehlungen gerne in die Kommentare. Klassische (wie Drei Haselnüsse für Aschenbrödel) und weniger klassische (Arthur Weihnachtsmann, siehe Bild oben, und Mitten in der Winternacht) Weihnachtsfilme habe ich diesmal in meiner Kolumne auf kino-zeit.de inkl. Sendeterminen vorgestellt und diskutiert, bitte also hier nachlesen.

24.12.2015/Heilig Abend

  • Michel in der Suppenschüssel (ZDF 13.25-15.00 Uhr): Klassische Lindgren-Verfilmung.
  • Tom und Hacke (BR 13.25-14.55 Uhr): Kinderkrimi aus der bayerischen Provinz in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Stark dialektlastig, aber spannend und gut gemacht.

25.12.2015/1. Weihnachtsfeiertag

  • Bernhard und Bianca – die Mäusepolizei (Disney Channel 9.45-11.05 Uhr): Einer der Disney-Klassiker, die gerne mal unter den Tisch fallen.
  • Das Geheimnis der Murmel-Gang (ARD 10.25-11.55 Uhr): Spanischer Abenteuerfilm.
  • Leon und die magischen Worte (KI.KA 12.05-13.15 Uhr): Kleines Abenteuerdrama um Phantasie und Lesenlernen. Bezaubernd.

26.12.2015/2. Weihnachtsfeiertag

  • Ratatouille (RTL 8.35-10.35 Uhr): Einer der schönsten Pixar-Filme. Macht Appetit.
  • Die Legende vom Weihnachtsstern (ZDF, 9.25-10.37 Uhr): Modernes Märchen aus Skandinavien.
  • Der wunderbare Wiplala (ARD 10.25-11.55 Uhr): Verfilmung des Kinderbuchs von Annie M.G. Schmidt.
  • Horton hört ein Hu! (RTL 12.40-13.55 Uhr): Verfilmung nach Dr. Seuss – wirr und verrückt und sehr, sehr komisch.
  • Ernest & Célestine (KI.KA 19.25-20.35 Uhr): Einer der schönsten Animationsfilme der vergangenen Jahre.

Anschließend

  • Das Dschungelbuch (27.12., RTL 20.15-21.45 Uhr): Muss ich den wirklich vorstellen? Man sollte es mal mit Gemütlichkeit versuchen!
  • Mein Freund Knerten/Knerten in der Klemme/Knerten traut sich (KIKA, vom 28.-30.12. jeweils 12.10-13.20 Uhr): Ein Junge und sein sprechender Zweig. Klingt doof, ist aber super.

(Foto: Sony Pictures)

Filmische Weihnachten mit Kindern: Ins Kino gehen

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Meine Eltern waren nie besonders kino-affin, so dass wir es erst zur Familientradition erhoben haben, während der Feiertage mal ins Kino zu gehen, als wir selbst schon etwas älter waren. Aber über die Weihnachtstage und zwischen den Jahren bietet es sich jedenfalls durchaus an, den geschmückten Baum mal stehen zu lassen und sich in die kuscheligen Sessel des nächsten Programmkinos (Multiplexe sind mit Kindern ja eher stressig) fallen zu lassen; zumal das Programm zum Jahreswechsel für Kinder durchaus vielfältig ist.

So sind noch zwei Pixar-Filme derzeit in den Kinos zu sehen, der sehr, sehr großartige Alles steht Kopf und der Dinosaurier-Film Arlo & Spot, der zwar sehr schön anzusehen ist, dessen Geschichte aber leider allenfalls Familienfilm-Durchschnitt ist – eher fad.

Vor allem für etwas kleinere Kinder ist natürlich Ritter Trenk eine wirklich schöne Idee, außerdem laufen noch neue Variationen über altbekannte Klassiker: Der kleine Prinz sowie Heidi.

Wirklich mit Verve empfehlen möchte ich aber zwei Animationsfilme, die am 17. und 24. Dezember starten und mit zum Besten gehören, was in diesem Jahr und überhaupt im Kino zu sehen ist – beide sind auch, falls das Argument zählt, gemeinsam mit Alles steht Kopf für den Oscar als Bester Animationsfilm im Gespräch. Und das sollte auch ein Hinweis darauf sein, dass beide keineswegs primär Kinderfilme sind, sondern Filmkunstwerke für alle.

Bereits morgen startet Der Junge und die Welt (O menino e o mundo), den ich schon im vergangenen Jahr ausführlich gepriesen habe. Es ist ein Wunder, dass es dieser kleine, absolut ungewöhnliche und beglückende brasilianische Film in die deutschen Kinos schafft – und man sollte das Wunder dieses Films, der nur durch Bilder und Musik spricht, durch zahlreiche Besuche in der Kathedrale Kino würdig feiern. Geeignet für Kinder ab 8 Jahren.

Und dann ist da noch Tomm Moores Die Melodie des Meeres, der hier auch schon Thema war. Eine ganz eigene Perspektive auf die Welt, eine Fabel aus irischer Mythologie, eingewoben in einen sehr speziellen Blick auf die moderne Welt – eine magische Abenteuergeschichte um Leben, Meer, Liebe und Familie. Regisseur Tomm Moore ist schon durch Das Geheimnis von Kells bekannt, der eine ähnliche Ästhetik hat; Die Melodie des Meeres ist allerdings weit weniger dramatisch und konfrontativ, sondern stattdessen eher ein Road Movie nicht nur für Kinder (ab 8 Jahren).

Damit ihr einen Blick darauf bekommt, wie sich das in den beiden Filmen anfühlt und wie es aussieht, hier die beiden Trailer:

(Foto: KSM)

Filmische Weihnachten mit Kindern: DVD-Tipps

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Es wird allerhöchste Eisenbahn dafür, dass ich hier noch ein paar Vorschläge machen, was man sich (und den Kindern) zum Weihnachtsfest unter den Baum legen möchte oder wahlweise präventiv besorgen will, um die Feiertage auch filmisch glücklich zu gestalten. Einige meiner Vorschläge hier habe ich schon vor zehn Tagen auf filmstarts.de geäußert, hier ergänze ich sie noch um einige weitere Titel, ungefähr nach Jahresangaben gestaffelt. Die Filmtitel verlinken jeweils auf meine ausführlichen Kritiken; über Einkäufe per amazon freue ich mich, weil sie ein wenig Geld in meine Richtung spülen, von dem ich mir dann möglicherweise eine Pupskanone gönne. Auf die bin ich schon seit Monaten scharf.)

Für Kinder ab 4 Jahren:

Quatsch und die Nasenbärbande: Herrlich anarchische Geschichte um eine Kitagruppe, die sich ihre Großeltern nicht nehmen lassen will. Zwischendruch glaubt man, das Filmteam habe zu viele bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich genommen, dafür gehen die Kinderdarsteller_innen so richtig aus ihrer Haut. (amazon)

Für Kinder ab 6 Jahren:

Shaun das Schaf – der Film: Dass Shaun vorher eigentlich nur in Fünfminütern zu sehen war, sieht man dem Shaun-Kinofilm keineswegs an. Ihr Versuch, den Bauer aus den Fängen seiner Amnesie und der großen Stadt zu befreien, bleibt zwar – für kleine Kinder sehr angenehm – immer ein wenig episodenhaft, macht aber zugleich einen großen Spannungsbogen auf. Und die Animation ist natürlich eh klasse. (amazon)

Die geheimnisvolle Minusch: Das ist so ein Film, den kann ich schier nicht genug preisen, zumal ihn viel zu wenige Leute kennen. Jetzt ist er neu und erstmals auch auf Blu-ray herausgekommen, man kann also noch schärfer der zur Menschin gewordenen Katzendame Minusch dabei zusehen, wie sie einem zu freundlichen Provinzreporter behilflich ist. Eine tolle, leicht magische Abenteuergeschichte. (amazon)

Es war einmal… das Leben: Für mich war das die volle Kanne Nostalgie. Die Titelmelodie dieser hochgradig seltsam-pädagogischen Animationsserie schwingt aus meiner Kindheit bis heute, vor allem aber sind meine Kinder davon hellauf begeistert; sie lassen sich nur zu gern mit Maestro und den anderen durch die Blutbahn schippern und lernen alles Mögliche (weitgehend medizinisch korrekte) über den menschlichen Körper. (amazon)

Für Kinder ab 8 Jahren:

Das Königreich der Katzen: Einer der etwas unbekannteren Filme aus dem Studio Ghibli. Hiroyuki Morita Animationsfilm ist geradliniger und reduzierter als etwa die Filme von Miyazaki, aber das Übernatürliche vermischt sich hier immer noch ganz selbstverständlich mit dem Gewohnten. Und ein wenig spannend ist es schon auch, ob das Mädchen Haru wohl heil aus dem titelgebenden Königreich zurückkehren wird… (amazon)

Minions: Zu dem Film um die gelben Tic-Tac-Bonbons (wahlweise: Pillen für Bluthochdruck) muss ich wahrscheinlich nicht viel sagen. Dieses Prequel hat nicht ganz den Charme der beiden Ich, einfach unverbesserlich-Filme, aber die Kinder saugen das trotzdem auf. Eine sehr mainstreamige Wahl, bei der man aber alle außer harte Minions-Verächter glücklich macht. (amazon)

Winnetous Sohn: Junge will gegen alle Widrigkeiten (unter anderem seine eigene Unsportlichkeit sowie die Gleichgültigkeit seiner getrennt lebenden Eltern) bei den Festspielen den Sohn des Winnetou spielen. Gelegentlich mit etwas zu viel Pathos, aber sonst sehr gelungen und witzig. (amazon)

Auch noch gut:

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Für Kinder ab 10 Jahren:

Ostwind 2: Kein perfekter Film, stark auf das Segment der weiblichen Pferdefans ab zehn ausgerichtet, aber eine grundsolide, unterhaltsame Geschichte. Für Freundinnen des etwas besseren ersten Films führt daran wahrscheinlich eh kein Weg vorbei. (amazon)

Reuber: Eine unabhängige Produktion, ganz und gar nicht gewöhnliches Kino. Es wird viel gebrüllt in diesem Film, vom Räuber Reuber, von dem komischen Magier und auch sonst. Die Geschichte erzählt ein Vater seinem Sohn, es geht nicht nur ein wenig um Trennung/Scheidung und ihre Schwierigkeiten, aber auch so etwas wie (vor allem männliche) Identität. Lustig und rauh und ungebürstet, mit Geschlechterbildern, die mir noch nicht ganz geheuer sind, aber zugleich bemerkenswert und sehr aufregend. (amazon)

Manolo und das Buch des Lebens: Wilder, bunter, ausgelassener Animationsfilm, dessen Handlung sich vor dem Hintergrund des mexikanischen Tag der Toten abspielt – und bei dem eine Reise in die Welt der Toten noch die geringste Aufregung verursacht. Voll schöner Bilder und Musik, aber ein wenig gruselig. (amazon)

Für Kinder ab 12 Jahren:

Giraffada: Politik aus dem Blickwinkel einer kleinen Abenteuergeschichte, das Kleine im Großen. Wie schmuggele ich eine Giraffe von Israel in den Gaza-Streifen? Ernst, atemberaubend schön und witzig. (amazon)

Die Legende von Prinzessin Kaguya: Der schönste Animationsfilm, der 2014 in die Kinos kam. Isao Takahatas Film lässt sich jenseits des Titels nicht in wenigen Worten zusammenfassen, deshalb nehme ich den Pathos meiner eigenen Besprechung auf: “Ein gezeichnetes Epos über das Freiheitsgefühl, das die Kirschblüten bringen, und über den Abschied, den das Mondlicht verheißt.” Gerne nachlesen, dann bitte selbst genießen! (amazon)

Sonstige Tipps:

Ich habe hier jetzt nur Titel aufgeführt, die auch 2015 fürs Heimkino (wieder) neu erschienen sind. Aber deswegen werden ältere Filme ja nicht schlechter. Deshalb haben auch meine Vorschläge aus dem vergangenen Jahr noch ihre Gültigkeit; und meine hier zusammengetragene Liste mit exzellenten Kinderfilmen lässt sich genauso zum Stöbern nutzen und ist voller toller Empfehlungen.

Und wenn Ihr gerade in Weihnachtsstimmung seid, könnt Ihr gerne, falls es Euch dieses Blog wert ist, auch mir eine kleine Freude machen, wenn Ihr mögt. ;-)

(Fotos: Zorro Film, Universal)

Schenkt Filme, schenkt Freude!

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Jetzt wird es langsam eilig mit Geschenken, die noch unter den Baum gelegt werden sollen (oder wo auch immer ihr sie hinpackt, ich kenne auch Familien, da werden die Weihnachtspräsente versteckt), und falls Ihr gerne Filme verschenken möchtet, lasst es bitte gute Filme sein – ich habe da ein paar Vorschläge.

Ich halte mich hier kurz, zu den meisten Vorschlägen habe ich mich auf filmstarts.de und in den Herzdamengeschichten schon ausführlicher geäußert, ich ergänze das hier nur noch um ein paar einzelne Titel. Und natürlich haben meine Geschenkvorschläge aus dem vergangenen Jahr immer noch Gültigkeit, ebenso wie meine generelle Bestenliste. (Verlinkte Filmtitel verweisen auf die ausführliche Kritik hier im Blog.)

Ab fünf Jahren

Minuscule, die Serie

Hier sind kleine computeranimierte Insekten in größtenteils realen Umwelten unterwegs, minimalistische Abenteuer ohne (gesprochene) Dialoge, und trotzdem perfekt verständlich, immer nur wenige Minuten lang – perfekte Betthupferl in den meisten Fällen, gelegentlich zum Brüllen komisch, manchmal sehr, sehr melancholisch. Die erste Staffel gibt es hierzulande auf DVD, die zweite muss man aus Frankreich importieren (da aber keine gesprochenen Worte fallen, macht das gar nichts). Viele der früheren Clips gibt es aber auch kostenlos und ganz legal auf YouTube.

Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft

Ziemlich gelungene Verfilmung, die gleich mehrere der Kinderbücher inkorporiert. (amazon)

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Ab sechs Jahren

Die Legende vom Weihnachtsstern

Gelungene Fantasy-hafte Verfilmung eines norwegischen Märchens. (amazon)

Otto ist ein Nashorn

Computeranimation mal weder niedlich noch als größtmögliche Annäherung an die Realität. Etwas sperrige Kinderbuchverfilmung, sehr unterhaltsam. (amazon)

Ab sieben Jahren

Die geheimnisvolle Minusch

Krimi-Abenteuerfilm, dessen Protagonistin eine (ehemalige?) Katze ist. (DVD)

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Ab acht Jahren

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Ohne Scheiß der beste deutsche Kinderfilm des ablaufenden Jahres. (amazon)

Mitten in der Winternacht

Wie Rico, Oskar und die Tieferschatten die Verfilmung eines Buches von Andreas Steinhöfel (Es ist ein Elch entsprungen): Weihnachtskomödie mit Familien-Trennungsdrama im Hintergrund. Ein ziemlich frecher, sprechender Elch bruchlandet im Stall, was naturgemäß ziemlich viel Chaos hervorruft, zumal der Weihnachtsmann ohne ihn echt aufgeschmissen ist. (amazon)

Die Dinos

Kult-Fernsehserie aus den frühen 1990ern, der Form nach eine Familien-Sitcom, in der die aussterbende Spezies aber nebenher gesellschaftliche Themen der durchaus ernsteren Sorte abhakt. Jetzt erstmals als dicke Gesamt-DVD-Box erhältlich.

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Ab zehn Jahren

Antboy

Mein Superheldenfilm des Jahres (okay, nach Guardians of the Galaxy, aber der spielt in einer anderen Altersklasse). (amazon)

Clara und das Geheimnis der Bären

Mystisch-schöne Geschichte aus den Schweizer Bergen, aber beileibe kein Märchen und sehr von dieser Welt. (amazon)

Herrscher der Zeit

Großartiger Science-Fiction-Fantasyfilm von René Laloux und dem unnachahmlichen französischen Comiczeichner Moebius. Ein wilder Mix, wenig gradlinig, was schließlich auch für die Erzählung (Zeitreisen!) konstituierend wird. Eine meiner intensivsten filmischen Kindheitserinnerungen. (amazon)

Und sonst?

Wer noch nach weiteren Vorschlägen sucht, findet sie z.B. in der vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum herausgegebene Broschüre (PDF) zum Thema; ich finde zwar manche der Geschenktipps nicht so toll, aber ganz daneben liegen sie natürlich nicht, einen Blick ist das also allemal wert. Für erwachsene Cinephile hat außerdem Joachim Kurz drüben bei kino-zeit.de ein paar Geschenkvorschläge versammelt, die über das Gewohnte 08/15-Material hinausgehen.

Wer schließlich dem Kinderfilmblog etwas schenken will – hier gibt es eine Liste mit Kinderfilmen, über die ich mich, sollte davon eins unterm Baum landen, wohl aufgefordert, wenn nicht gar gezwungen fühlen würde auch zu schreiben; und diese zweite Liste deckt eher meine anderen, gelegentlich abseitigen Interessen ab. Es würde mich freuen.

(Fotos: Senator, polyband, KSM, farbfilm Verleih)