Die Vampirschwestern (2012)

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Möglicherweise bin ich da ein wenig verklemmt, aber mich stört es massiv, wenn in den ersten fünf Minuten eines Filmes schon klar wird, dass die Autorin zu faul war, selbst so eine Kleinigkeit wie die grobe Funktionsweise einer Spiegelreflexkamera zu recherchieren, bevor sie ihren Figuren für die Handlung völlig unlogische Sätze in den Mund legt – wer so schlampt, den interessiert meist auch der Rest des Films überhaupt nicht.

Überraschenderweise wird dann aus Die Vampirschwestern noch eine ziemlich solide Komödie, bei der die vampirischen Gruselmomente allerdings (das wird derzeit zur Regel) zu einem Schwarzen Loch der Abwesenheit zusammengeschrumpft sind bzw. allenfalls folkloristische Bedeutung haben. Denn eigentlich gibt sich der Film die Gestalt einer Culture-Clash-Komödie: eine deutsch-transsilvanische Mensch-Vampirfamilie (mit Christiane Paul und Stipe Erceg als die Eltern Elvira und Mihai Tepes) zieht aus dem weit entfernten Osten mitten in ein klassisches Klinkerhauswohngebiet irgendwo in Deutschland. Kleinstadtleben wird halt erst so richtig schlimm, wenn man nicht mehr zur Schule fliegen darf. „Die Vampirschwestern (2012)“ weiterlesen