Louis & Luca – Das große Käserennen (2015)

Der durchschnittlichen Kinobesucherin, zumal der minderjährigen, ist es vermutlich eher wurscht, wie lang der Weg ist, den ein konkreter Film von seinem ersten Auftauchen in der Welt bis zu den Leinwänden deutscher Kinos benötigt; aber als Filmkritiker, der gelegentlich das Privileg hat, Filme schon etwas früher zu sehen als viele andere Menschen, frage ich mich doch bei vielen Produktionen: Warum, bitte, hat das jetzt wieder so lange gedauert?

Louis & Luca – Das große Käserennen ist nämlich schon nicht mehr der neue Film von Regisseur Rasmus A. Sivertsen und seinem bemerkenswerten norwegischen Animationsstudio Qvisten Animation. Dieser Titel gebührt Im huckligen buckligen Wald, der gerade auf dem Schlingel-Filmfestival in Chemnitz seine deutsche Erstaufführung feierte. In seinem Herkunftsland startete Das große Käserennen schon zum Weihnachtsfest 2015 – aber, zugegeben, selbst ins gelobte Land der Cinephilie – Frankreich – brauchte der Film ein ganzes Jahr.

Warum das warten sich einerseits gelohnt hat und andererseits auch womöglich ziemlich egal ist, habe ich in meiner Kritik auf kino-zeit.de ausführlich erklärt (Spoiler: Ein toller Film!).

(Fotos: Kinostar)

Kurzfilm zum Wochenende: Magischer Bart (2013)

Mein Bart ist für meine Kinder schon immer ein gewisses Geheimnis gewesen – diese pieksenden Haare beim Kuscheln, der Akt des Rasierens… Ben Garvin hat daraus eine witzige kleine Stop-Motion-Animation mit sich selbst als Animationsobjekt gemacht, ohne richtige Geschichte, aber eben doch mit einem ziemlich dramatischen Twist am Ende… (via)

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Grün (2006)

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Es ist ja noch Berlinale, und da kann es nicht schaden, auch in dieser Rubrik auf Schätze zurückzuschauen, die auf dem Festival schon zu sehen waren. Das ist in diesem Fall Grün von Kyne Uhlig und Nikolaus Hillebrand, den die beiden auf ihrer Homepage sehr zurückhaltend als “Streit eines gierigen Löffels und eines malenden Mädchens auf einem Tisch” anpreisen, wohinter sich eine enorm aufwendige Stop-Motion-“Sachtrickanimation” mit Gemüse, Haushaltsgegenständen, Papierobjekten und Farbe verbirgt, die auf 35mm aufgenommen wurde.

Der Film war 2007 als Kurzfilm in der Berlinale Generation zu sehen.

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Der Bär und der Hase (2013)

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Ein Werbeclip, okay, aber diese Animation von Elliot Dear und Yves Geleyn ist nicht nur dem weihnachtlichen Fest gemäß hart an den Tränendrüsen zerrend, sondern auch technisch exzellent gemacht. Orlindo beschreibt hier ausführlich die aufwändige Technik, mit der der Film entstanden ist, und man kann einer Kaufhauskette wie John Lewis eigentlich nicht böse sein, wenn sie jedes Jahr solche kleinen Juwele in die Welt schickt. Vergangenes Jahr war es diese wunderbare Reise eines Schneemannes, und wem bei diesem Kurzfilm über die Freude des Schenkens (der Spot aus dem Jahr 2011) nicht die Tränen kommen, hat womöglich ein Herz aus Kieselsteinen. ;-)

Schönes Wochenende!

Kurzfilm zum Wochenende: Doctor Knowgood – Der Stolz des Löwen (2010)

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Ein wunderbar animierter Stop-Motion-Film über einen Arzt, der den wilden Tieren zur Seite steht – bei diesem Problem des Löwen aber helfen einigermaßen unorthodoxe Methoden. Doctor Knowgood: Lion’s Pride stammt von dem niederländischen Regisseur Arnold Zwanenburg, der sein Produktionsstudio offenbar komplett nach Yogyakarta in Indonesien verlagert hat. In einer (leider unvollendet gebliebenen) Interviewreihe im Stop.Frame!-Blog erzählt er einiges über Konzept, Bastelei und Produktion.

Der Film sollte für Kinder spätestens mit sechs Jahren problemlos zugänglich sein, allenfalls die Sache mit der Rechnung muss man vielleicht erklären. ;-)

Schönes Wochenende!

(via)

Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen (2011)

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Wir schreiben das Jahr 1837, die Weltmeere sind noch nicht in allen Ecken erforscht und befriedet, Charles Darwin muss seine Theorien über die Vererbungslehre noch ein wenig mit Material unterfüttern, und Königin Victoria, die gerade frisch den Thron des Vereinigten Königreichs bestiegen hat, hasst Piraten. Ausdrücklich und nachdrücklich sagt sie das und handelt entsprechend.

Aus dem bequemen London gesehen mag es also nicht als die leichteste Zeit für Freibeuter erscheinen, aber der Piratenkapitän Pirate Captain und seine hochgradig generisch benamste Crew (vom “Piraten mit dem Schal” bis hin zum “erstaunlich kurvigen Piraten” ist alles dabei, und der Papagei heißt Polly) lassen sich dadurch nicht stören.

Weiterlesen: Meine vollständige Kritik zu Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen erschien im März 2012 hier auf kino-zeit.de.

Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen (The Pirates! Band of Misfits), USA, Großbritannien 2012. Regie: Peter Lord, Jeff Newitt. 88 Minuten, FSK: 0. (amazon: DVD, Blu-ray, Blu-ray 3D)

(Foto: Sony Pictures)