Kinostart der Woche (5. März 2015): Fußball – Großes Spiel mit kleinen Helden

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Gestern startete mit Fußball – Großes Spiel mit kleinen Helden ein neuer Animationsfilm in 3D in den Kinos – eine Geschichte rund um einen Tischfußball-Champion und seine zum Leben erweckten Fußballfiguren. Vertrieben wird der Film vom Label “Splendid Animation”, das bisher nicht unbedingt durch Qualitätsware aufgefallen war; diesmal sind die Kolleginnen und Kollegen allerdings durchaus angetan von dem Film. Eine kleine Presseschau: „Kinostart der Woche (5. März 2015): Fußball – Großes Spiel mit kleinen Helden“ weiterlesen

Prinz Ribbit (2014)

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Ihren neuen Animationsfilm Prinz Ribbit haben die Damen und Herren von Splendid Film so tief unter dem Radar rauschen lassen, dass sie in zum Kinostart noch nicht einmal in der Auflistung aller aktuellen Kinostarts in der Süddeutschen Zeitung erscheinen. Sie werden ihre Gründe haben, der Glaube daran, dass ein richtig guter Film sich schon von alleine durchsetzen werde, sollte es jedenfalls nicht sein. Sie würden arg enttäuscht.

Prinz Ribbit hat ein Identitätsproblem, und das trifft auch auf seinen Protagonisten zu: Ribbit ist ein Giftfrosch irgendwo im Dschungel, seine beste Freundin Sandy ist ein Flughörnchen, und er selbst fühlt sich nicht als Frosch (Herumhüpfen findet er so doof wie Wasser) – er weiß aber nicht, was er eigentlich ist. Irgendwann redet ihm eine durstige Vampirfledermaus ein, er sei ein verzauberter Menschenprinz, woraufhin er sich aufmacht, von einer menschlichen Prinzessin geküsst zu werden… Vorher aber kämpft er noch mit ein paar Baby-Raubkatzen in einem abgestürzten Flugzeugwrack, und schließlich muss er die Prinzessin – Herrscherin eines im Dschungel lebenden Eingeborenenstamms, wie es scheint, womöglich auch Inkas – vor den Intrigen ihres Beraters bewahren, der sie mit dem Sekret von Ribbits Artgenossen kurz vor ihrer Krönung zur Königin ermorden will. „Prinz Ribbit (2014)“ weiterlesen

Ab durch den Dschungel (2014)

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Niedliche Tiere in der Wildnis gehen immer. Das scheint das Credo zu sein, dass man sich in Animationsfilmschmieden rund um die Welt zuraunt: von Zambezia bis Rio 2, von Madagascar bis Outback – besser gehen, so wird da wohl gedacht, allenfalls noch belebte Automobile und Flugzeuge. Dass vieles, was dann da entsteht, sich entweder ähnelt oder verteufelt nah an anderen Erfolgsfilmen ist, wen kümmert’s?

Der Splendid-Filmverleih hat mit seinem neuen Label „Splendid Animation“ im vergangenen Jahr einen solchen Film ins Kino gebracht, der sich in allem sehr nah an einen anderen Film schmiegte – Jets – Helden der Lüfte wollte möglichst viel von dem Kuchen abgreifen, den Disneys Planes an Geld einfahren sollte. Das Ergebnis war ein grausam peinliches Stück Animationsschrott ohne Herz und Seele; und eigentlich könnte man das gerne vergessen, wäre nicht der neue Animationsfilm des Verleihs ganz ähnlich gelagert. (Man darf also gespannt sein auf die Filme, die da noch folgen sollen.) „Ab durch den Dschungel (2014)“ weiterlesen

Fischen Impossible (2011)

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Wie sehr der Animationsfilm in deutschen Kinos letztlich stromlinienförmigen Konventionen gehorcht, wird dem Kinogänger, der sich nicht regelmäßig auch auf Festivals herumtreibt, nur selten bewusst gemacht – etwa, wenn wieder einmal eines der Meisterwerke aus dem Studio Ghibli seinen Weg auf die Leinwände findet, jene Filme voller fantastischer Transformationen und traumgleicher Geschehnisse, deren Protagonistinnen und Protagonisten nur wenig mit den allzu braven Figuren zu tun haben, die etwa Disney-Filme in den letzten Jahren bevölkerten. Selbst die Konkurrenz aus den Häusern Sony (mit kräftiger Unterstützung der Aardman Studios) und Dreamworks sowie die kleinen Diamanten von Pixar ändern nichts daran, dass sich die Geschichten und Erzählweisen strukturell doch immer sehr ähneln.

Da fällt ein Film wie Fischen Impossible – Eine tierische Rettungsaktion dann gleich spürbar aus dem Rahmen, obwohl man sich sehr bemüht, den Film in der Vermarktung doch sehr aussehen zu lassen, als habe man es hier mit einem ähnlichen actionreichen Spektakel zu tun wie etwa Arthur Weihnachtsmann – und auch wenn das keineswegs verfehlt ist, weil das letzte Drittel von Fischen Impossible eine einzige wüste Rettungsaktion beschreibt, geht es doch am Kern des Films ein wenig vorbei.

Weiterlesen: Meine vollständige Kritik zu Fischen Impossible erschien im April 2012 auf kino-zeit.de.

(Foto: Splendid Film)

Jets – Helden der Lüfte (2012)

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Ich hatte bereits auf Facebook darauf hingewiesen, dass Orlindo von animationsfilme.ch mit seiner Warnung vor dem Animations-Mockbuster Jets – Helden der Lüfte völlig Recht hatte. Warum das so ist, habe ich nun für kino-zeit.de ausführlich aufgeschrieben:

Es gibt im Kinogeschäft ein Phänomen, das von Filmfans mit dem Begriff “Mockbuster” belegt worden ist. Das sind schnell und meist sehr preiswert produzierte Filme, die sich in Thema, Ästhetik und vor allem Titel an bekannte Blockbuster oder kommende Großproduktionen anlehnen, um von deren wirtschaftlichen Erfolg zu profitieren – entweder, indem man darauf hofft, dass Zuschauer die Filme verwechseln, oder schlichtweg um auf einer Erfolgswelle mit zu schwimmen. Meist landen diese Filme als Direct-To-Video-Titel in den Videotheken und Verkaufsregalen.

Zu den Mockbustern muss man auch Jets – Helden der Lüfte zählen, der fast auf den Tag genau zwei Monate vor der Disney-Produktion Planes sogar in deutsche Kinos kommt. Planes wiederum ist ein Disney-Spin-Off der extrem erfolgreichen Pixar-Produktion Cars und damit schon selbst ein wahrscheinlich nicht allzu originelles Filmunterfangen. Disney wird sich aber schon sehr anstrengen müssen, um einen noch langweiligeren, unansehnlicheren und liebloseren Film zu machen als Jets – Helden der Lüfte.

Hier weiterlesen in meiner vollständigen Kritik auf kino-zeit.de.

(Foto: Splendid Film)