Berlinale 2014: Supernova (2013)

Supernova

Ein Haus im Nirgendwo, es steht an einer Kurve, die Straße selbst führt von irgendwo – da ist wohl ein Dorf – zu einer nur halbfertigen Brücke, unter der sich nachts die lauten Nichtmehrjugendlichen in ihren Autos treffen, zum Trinken und zum Sex. Das ist wie am Ende der Welt, zumindest gibt es eine Ahnung davon; und im Haus warten die 15jährige Meis, ihre Eltern und ihre möglicherweise demente Großmutter auf etwas – ostentativ darauf, dass es einen Autofahrer aus der Kurve trägt und ins Haus hinein.

Man hat dieses seltsame Gefühl eines endlosen, immergleich sonnigen Sommers; der Mais steht zwar auf den Feldern in vollem Saft, aber alles wirkt trocken. Es ist nichts zu tun, keine Ahnung von Schule oder Bildung, obwohl Meis physikalische Gesetze zitiert wie andere Leute Kalenderweisheiten – die einzige Lektüre im Haus scheinen die schlüpfrigen Romanzen zu sein, die Meis’ Mutter liest und in die sich die Tochter hineinträumt.

Weiterlesen: Meine Kritik zu Supernova ist auf kino-zeit.de erschienen.

Supernova, Niederlande/Deutschland/Belgien 2013. Regie: Tamar van den Dop. 108 Min. Auf der Berlinale.

(Foto: Berlinale)