Alles so schön bunt und Plastik hier

Wall-E

Erinnern Sie sich noch daran, worum es in Wall-E ging? Im ersten Drittel ist das einer der vielleicht poetischsten Pixar-Filme, es wird praktisch kein Wort gesprochen, weil sich die Handlung sehr liebreizend aus den Figuren ergibt, und die sind nicht einmal menschlich. Eine Romanze zwischen dem einsamen, sehnsuchtsvollen, titelgebenden Aufräumroboter und einer (klar weiblich konnotierten) bewaffneten Suchdrohne mit Auftrag.

Das alles spielte vor dem Hintergrund einer im Müll erstickten Erde – und so dreht es sich dann im Rest des Films, der als Kritik an passiven Couch Potatoes eine ganz eigene Form der Publikumsbeschimpfung betreibt, darum, dass die Menschen wieder zur Erde zurückkehren sollen – und dort soll es dann Pflanzen geben statt Müll, Leben statt Konsum.

Weiterlesen: Mit einem gerüttelt Maß Selbstkritik habe ich mir in meiner Kolumne “Sitzplatzerhöhung” auf kino-zeit.de über das Ausmaß an Merchandise-Produkten Gedanken gemacht, mit denen wir so überschwemmt werden.

(Foto: Disney)

Trailerschau #10/2014: Inside Out, Popeye, Baymax und mehr

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Heute gibt es allererste bewegte Bilder zum heiß erwarteten neuen Pixar-Film Inside Out und einen Animationstest für Popeye als 3D-CGI-Film; außerdem Eindrücke des Superheld_innen-Teams aus Baymax – Riesiges Robuwabohu, von der niederländischen Kinderbuchverfilmung Wiplala sowie der Disney-Channel-Eigenproduktion Binny und der Geist. (Auf Facebook poste ich immer wieder und aktuell neue Trailer; was dabei zusammenkommt, fasse ich hier im Blog nochmal zusammen.) „Trailerschau #10/2014: Inside Out, Popeye, Baymax und mehr“ weiterlesen

Kurzkritik: Die Monster-Uni (2013)

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Die Monster AG gehört zu meinen liebsten Pixar-Filmen – ein wunderbares Beispiel für die erzählerischen Qualitäten, die man in dem Studio pflegte (und hoffentlich noch pflegt): eine schlichte, aber brillante Grundkonstellation, detailliert ausgestaltete Hauptfiguren, spannende, gut erzählte Action und eine Welt voller bestaunenswerter Details. Nicht zuletzt aber geht es immer um etwas: die Protagonisten haben stets eine sehr klare Motivation, die sich mit ihnen und ihren Erlebnissen wandelt, und am Ende steht für alle sogar eine ganze Menge auf dem Spiel.

Nun könnte man von dem Prequel Die Monster-Uni vermutlich behaupten, dass es um nichts gehe, weil die Fortsetzung ja schon erzählt sei, aber das ist nicht das eigentliche Problem des Films. Wenn wir Mike und Sulley von ihrer ersten (nicht eben freundschaftlichen) Begegnung bis hin zu ihrem gemeinsamen Job bei “Monsters, Inc.”, begleiten, stört nicht das absehbare Happy-End, sondern das, was auf dem Weg dorthin passiert: Nämlich ein allzu vorhersehbares, zu oft gesehenes College-Movie, nur eben in der Monster-Welt, die hier schon einen Hauch zu vertraut ist.

Die Monster Uni (Monsters University), USA 2013. Regie: Dan Scanlon. 104 Minuten, FSK 0. (amazon: DVD, Blu-ray und 3D-Blu-ray)

(Foto: Disney)

Verlosung: Die Monster-Uni

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Seit gestern ist Die Monster-Uni auch fürs Heimkino (auf DVD, Blu-ray und 3D-Blu-ray) zu haben: Das Prequel zu Die Monster-AG erzählt, wie sich Mike und Sulley an der Universität erstmals begegnen und wie aus ihnen jenes unschlagbare Schrecker-Team wird, das in dem ersten Film zu sehen war.

Schon als kleines Monster träumte Mike Glotzkowski davon, ein großer Schrecker zu werden, und wie jeder weiß, kommen die Besten nur von der Monster Uni (MU). Doch schon während des ersten Semesters geraten seine Karriere-Pläne komplett durcheinander, als er auf den berühmt-berüchtigten James P. „Sulley“ Sullivan trifft, den Star-Schrecker des neuen Jahrgangs. Fortan geraten beide ständig aneinander, bis der Konkurrenzkampf außer Kontrolle gerät und dazu führt, dass beide aus dem Schreckprogramm rausgeschmissen werden. Da erkennen Mike und Sulley, dass sie ab sofort zusammenarbeiten müssen, um ihren Traum doch noch erfüllen zu können …

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Mit der freundlichen Unterstützung von Walt Disney Pictures kann ich hier nun zwei schöne Fanpäckchen zum Film verlosen – jedes Päckchen enthält ein Set mit Schlüsselkappen, eine Sulley-Maske und ein Monster-Uni-Poster sowie den Film selbst, in dem einen Päckchen auf Blu-ray, in dem anderen auf DVD.
„Verlosung: Die Monster-Uni“ weiterlesen

Die Unglaublichen (2004)

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Irgendwann sind die Menschen ihre Superhelden leid; als die Entschädigungsklagen gegen sie zunehmen, zwingt die Regierung die einstigen Stützen der Gesellschaft dazu, sich ins Privatleben zurückzuziehen und ihre Superkräfte nicht mehr in der Öffentlichkeit auszuüben. Bob Parr lebt so schon jahrelang als wenig erfolgreicher Versicherungsangestellter, der es – ganz der Retter – nicht übers Herz bringt, die Forderungen seiner Klienten zurückzuweisen.

In seinem früheren Leben war Bob der unglaublich starke Mr. Incredible, und die Erinnerung an dieses Leben lässt ihn nicht los. Als ihm dann gekündigt und von einer geheimnisvollen Schönen ein Geheimauftrag angeboten wird, zögert er nicht lange, zwängt sich in sein um die Hüften doch etwas knapp gewordenes Kostüm und läuft geradewegs in eine Falle. Bobs Ehefrau Helen – vormals Elastigirl – vermutet ihn bei einem Tête-à-tête und macht sich wütend mit den gemeinsamen Kindern auf den Weg, um ihrem Ehemann Manieren beizubringen.

Weiterlesen: Meine vollständige Kritik zu Die Unglaublichen erschien im Dezember 2004 auf critic.de.

(Foto: Disney / Pixar)

Lieblingsfilme (5): Martin Beck

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Ich habe verschiedene Autor_innen, Blogger_innen und Filmkritiker_innen gebeten, mir kurze Antworten auf zwei Fragen zu schicken: Welches ist Dein liebster Kinderfilm? Und welchen Film sieht Dein Kind (oder sehen Deine Kinder) am liebsten? Heute antwortet Martin Beck, Herausgeber von reihesieben.de.

Welches ist dein liebster Kinderfilm?

Der liebste Kinderfilm ist gleichzeitig der erste Film, an den ich mich bewusst erinnern kann – eine wahrscheinlich nicht ganz ungewöhnliche Kombination, die in diesem Fall allerdings nicht nur nostalgischer Rahmen ist, sondern auch noch einen wirklich guten Film serviert, der mich damals vollkommen aufgewühlt und zerflennt zurückgelassen hat: Die Brüder Löwenherz, die Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Astrid Lindgren. „Lieblingsfilme (5): Martin Beck“ weiterlesen