Kinderfilme: erste Highlights für 2017

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Ich finde es bei Kinderfilmen immer schwierig, sinnvoll vorherzusagen, welche Filme im Lauf eines Jahres wirklich, wirklich interessant sein werden; denn gerade die kleineren, spannenden Produktionen bekommen oft erst sehr kurzfristig (falls überhaupt) einen Starttermin für die Leinwände, und nicht wenige werden vorher zu kleinen, glitzernden Überraschungen etwa auf der Berlinale im Februar, dem Goldenen Spatz oder dem Filmfest München im Juni.

So ist der Blick auf die bisher bekannten Kinostarts des Jahres auch ein wenig Kaffeesatzleserei und Hörensagen – und die Datenbasis hat eine starke Schlagseite zu amerikanischen Großproduktionen, für die es jetzt schon sichere Kinostarts gibt. Die kleineren Produktionen werden sich erst im Lauf der Monate dazwischen gesellen, und auf sie darf man sich oft besonders freuen.

Ich habe hier einmal kurz und knapp die Kinderfilme zusammengefasst, auf die ich mich in diesem Jahr wirklich freue, und sie nach Kinostart sortiert. Habt Ihr andere Favoriten? Die Liste aller aktuell bekannten Kinostarts 2017 findet Ihr hier – ich freue mich auf Eure Meinungen!

Sieben Minuten nach Mitternacht

Die Verfilmung des wunderbaren Buches A Monster Calls startet am 9. Februar in den deutschen Kinos – und ist sicherlich ebensowenig etwas für kleinere Kinder wie der Roman von Siobhan Dowd und Patrick Ness: Eine düstere Geschichte über einen Jungen, dessen Mutter stirbt und der niemanden hat, dem er sich anvertrauen kann und der ihn versteht – außer dem Monster da draußen, dem riesigen Baum. Das Buch hat mich in ein schniefendes und schluchzendes Häufchen inmitten gebrauchter Taschentücher verwandelt, und wenn die eigenen Kinder das vielleicht auch noch nicht sehen können oder sollen – das Buch ist eigentlich Pflichtlektüre für Eltern, und der Film soll, nach allem, was man hört, seiner Vorlage Ehre erweisen. Ich bin sehr gespannt.

The Lego Batman Movie

Am gleichen Tag knackiges Kontrastprogramm: The Lego Batman Movie ist ein Spin-Off von The Lego Movie, in der (diese Variante von) Batman ja schon einen Auftritt als nicht unbedingt selbstbewusste Figur hatte. Der Trailer verspricht ein ebenso unterhaltsames, womöglich deutlich actionlastigeres und vielleicht noch klamaukigeres Abenteuer; aber wenn dafür das linkisch angeklebte Ende aus dem ersten Film nicht wiederholt wird, nehme ich das gerne in Kauf.

Mein Leben als Zucchini

Dieser schweizerisch-französische Animationsfilm hat schon enorm viele Lorbeeren bei den Kritiker_innen anderswo eingeheimst – die Geschichte um den kleinen Jungen Zucchini, der nach dem Tod seiner Mutter in ein Waisenhaus kommt, war bei den Golden Globes als bester Animationsfilm nominiert. Ich werde ihn hoffentlich in den nächsten Tagen sehen – es spricht aber alles dafür, dass dies einer der interessantesten Kinderfilme des Jahres sein wird. (Kinostart: 16. Februar)

Die Schöne und das Biest

Wenn am 16. März diese Realvariation auf den Disney-Klassiker von 1991 ins Kino kommt, sind dann auch erst einmal die spannenden Kinderkinostarts der ersten Monate abgehakt – und die kleineren sowieso. Ich sehe mich außerstande vorab auch nur zu vermuten, ob Emma Watson (Hermione aus den Harry Potter-Filmen) als Belle hier nur in einem CGI-Spektakel rumhopst, oder ob der Film die Verhältnisse zum Tanzen bringt. Ich war allerdings auch von Cinderella wenig begeistert, während andere Kritiker_innen von der Aschenputtel-Realverfilmung völlig verzaubert waren. Also ist mein Urteil hier sicher nicht unfehlbar.

Ich – Einfach unverbesserlich 3

Nach dem stellenweise netten, insgesamt eher vergurkten Minions-Spin-Off versucht sich Regisseur Pierre Coffin jetzt doch noch einmal an Gru samt Partnerin Lucy als Hauptpersonen – da der erste Film wirklich großartig war, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass ab 6. Juli zumindest brüllend komische Familienunterhaltung in den Kinos aufschlägt.

Cars 3

Der erste Hinweis auf Cars 3 tauchte unvermittelt auf – und machte einen auch visuell ganz anderen Eindruck als die ersten zwei Cars-Filme. Mit dem dritten Trailer hat sich das nun schon wieder etwas angeglichen – und ich bin skeptisch, aber ich mochte die Reihe noch nie besonders: Zu viele Stereotype, zu wenig Selbstironie, zu viel Krach und definitiv viel zu viel Merchandise. Der zweite Film war außerdem einfach nur bescheuert. Ein bisschen Hoffnung bleibt (hey, es ist Pixar) – aber vielleicht wird aus Cars 3 auch nur ein weiterer Versuch, möglichst viel Geld abzuschöpfen. (Kinostart: 28. September)

Coco

Über Coco, der am 23. November starten soll, weiß man noch nicht so viel – außer dass der Pixar-Film in Mexiko spielt und thematisch um den Dia de los Muertos, den Tag der Toten, kreisen soll.

Paddington 2

Der Bär aus dem finstersten Peru kehrt am 7. Dezember, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, in die Kinos zurück. Die Handlung des Films setzt wohl unmittelbar nach dem ersten Film ein, da Paddington sich auf den 100. Geburtstag seiner Tante Lucy vorbereitet. Ich kann nur hoffen, dass die Handlung diesmal ohne eine unnötig aufgedrehte antagonistische Figur auskommt, denn dies war das Einzige, was meinen Kinder und mir beim ersten Film den Spass so richtig verhagelt hatte.

(Foto: polyband Medien)

Paddington: Interview mit Elyas M’Barek

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Die deutsche Synchronstimme von Paddington in der gelungenen Neuverfilmung nach den Erzählungen von Michael Bond hat auch ein bekanntes Gesicht: Elyas M’Barek wurde vor allem durch seine Rolle in der Fernsehserie (und dem anschließenden Spielfilm) Türkisch für Anfänger bekannt, zum Star wurde er aber wahrscheinlich durch Fack ju Göthe. Ich konnte ihn vor ein paar Tagen zum Interview in Berlin treffen und habe sogar meinen inneren Schweinehund überwunden: einen Moment lang bin ich auch selbst zu sehen.

Das ist mein zweites selbstgeschnittenes Interview nach den Gesprächen zu Rico, Oskar und die Tieferschatten im Sommer – ich freue mich über Anregungen, Lob und Kritik!

(Foto: Studiocanal)

Vom Politischen im Kinderfilm

PADDINGTON

Einwanderung ist (stellen Sie sich das jetzt bitte in der Stimme von Loriot gesagt vor) ein politisches Thema. Wenn also ein Immigrant des Weges kommt, der bei einer heimischen Familie aufgenommen wird, sich aber nicht nur durch Unkenntnis der heimischen Gebräuche und Hygienevorstellungen auszeichnet, sondern sich auch noch als Polizist ausgibt und anschließend illegal ins Archiv einer alteingesessenen Wissenschaftsorganisation eindringt… das ist dann wohl ein politischer Film, der zu Immigrant_innen kaum Positives zu sagen hat, oder?

Ist er aber doch. Denn die beschriebenen Ereignisse verraten noch nicht zu viel davon, was in der Neuverfilmung von Michael Bonds beliebten Büchern zu sehen ist, wenn Paddington passend zum Weihnachtsgeschäft ins Kino kommt. Xan Brooks hat in seiner Kritik im “Guardian” die Geschichte des Bären “aus dem tiefsten Dschungel Perus” politisch ausgedeutet: im Grunde als Aufruf zu mehr Solidarität mit Immigrant_innen und als großer Haufen Bärendreck vor der Haustür der rechtsnationalen UKIP-Partei.

Bitte weiterlesen: In meiner Kinderfilm-Kolumne Sitzplatzerhöhung auf kino-zeit.de habe ich mich vergangene Woche damit beschäftigt, was eigentlich einen Kinderfilm politisch macht – und ob das überhaupt eine wünschenswerte Eigenschaft ist.

(Foto: Studiocanal)

Paddington (2014)

PADDINGTON

Der Film hält sich nicht lange mit nostalgischen Prätentionen auf: In Paddington geht es nicht darum, die alten Trickfilmserien wieder aufzunehmen oder eine werkgetreue Verfilmung der Bücher von Michael Bond vorzunehmen. Damit solche Vorstellungen gar nicht erst aufkommen, beginnt Paul King seinen Film – mit echten Schauspielern und einem computeranimierten Paddington – mit einer ganz neuen Perspektive: die Herkunftsgeschichte des freundlichen Bären im dunklen, geheimnisvollen Peru.

Und die ist zuerst ein Rückblick, eine schnarrende Berichterstattung auf Schwarzweiß-Zelluloid, die von den Erlebnissen eines britischen Entdeckers in Peru stößt, der auf zwei sprechende Bären trifft. Er überzeugt sie so sehr von britischer Lebensart, Kultur und vor allem „marmalade“, Orangenmarmelade, dass sie dies später ihrem Ziehsohn weitergeben – und der wird dann an Bord eines Containerschiffes als blinder Passagier die Reise nach London antreten.

So schlägt Paddington schon in seiner ersten Viertelstunde einen Bogen von der britischen Entdeckungs- und Kolonialgeschichte hin zum London der Gegenwart – dass das zeitlich nicht ganz hinhaut, ist dabei ziemlich egal, weil es hier auch sonst nicht primär um Realismus geht, sondern um einen sprechenden Bären und die Art und Weise, wie er in seiner Wahlheimat aufgenommen wird. „Paddington (2014)“ weiterlesen

Trailerschau #11/2014: Asterix, Die Minions und Paddington!

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Neue Trailer und Vorschauen! Heute gibt es allererste bewegte Bilder aus Die Minions, dem pillenförmig-gelben Ableger von Ich, einfach unverbesserlich, einen ganzen Trailer und mehr zum computeranimierten Asterix im Land der Götter sowie erste Trailer zu den deutschen Produktionen Fünf Freunde 4 und Bibi & Tina: Voll verhext. Schließlich und endlich gibt es noch ein paar neue Clips aus Paddington und Baymax – Riesiges Robuwabohu. (Auf Facebook poste ich immer wieder und aktuell neue Trailer; was dabei zusammenkommt, fasse ich hier unregelmäßig im Blog nochmal zusammen.) „Trailerschau #11/2014: Asterix, Die Minions und Paddington!“ weiterlesen

Trailerschau #5/2014

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In der vergangenen Woche gab es jede Menge neue Trailer für demnächst startende Animationsfilme, da lohnt sich eine neue Trailerschau schon nach sieben Tagen. (Auf Facebook poste ich immer wieder aktuelle Kinderfilm-Trailer; was dabei zusammenkommt, fasse ich hier im Blog nochmal zusammen.) Heute gibt es bewegte Bilder aus AninA, einen ersten Trailer zu Die Pinguine aus Madagascar – vor allem aber Blicke auf die Handlung und Figuren von Home sowie The Boxtrolls und schließlich eine sehr, sehr lustige Paddington-Vorschau. „Trailerschau #5/2014“ weiterlesen