Von Kindern und Monstern

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Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich war, als ich mit meinen Eltern und Geschwistern Tanz der Vampire gesehen habe. Wir waren jedenfalls noch nicht alle alt genug, denn der Familiensage nach konnte zumindest eines der Kinder anschließend monatelang nicht allein auf Toilette gehen. Zu eindrücklich waren die Vampire doch gewesen, auch zu bedrohlich – und der Humor dahinter war für unsere Kinderaugen noch nicht so recht zu erkennen.

Graf von Krolock, sein Sohn und ihre Abendgesellschaft prägten damit auf lange Jahre, wie ich mir Vampire vorstellte; immerhin waren das konkretere Bilder als die Ideen von mordenden Mumien, die sich im zarten Alter von neun Jahren nach Hören eines Gruselhörspiels in meinem Kopf festgesetzt hatten.

Das war es dann damals auch schon. Mit weniger Fernsehprogrammen und ohne Videorekorder waren mir seinerzeit auch Programme wie Die Munsters verschlossen, sie waren schlichtweg unbekannt. Vielleicht haben die Kinder von heute es da ein wenig besser, weil man für sie eine sanfte Heranführung an die Monstren gewissermaßen handverlesen zusammenstellen kann. Beziehungsweise: Das machen sie schon selbst, wenn sich die Eltern nicht kümmern.

Meine womöglich geringfügig unsortierten Gedanken zu Monster-Kinderfilmen oder Kinder-Monsterfilmen habe ich für meine Kinderfilmkolumne “Sitzplatzerhöhung” auf kino-zeit.de aufgeschrieben.

(Foto: Disney)